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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-05-15 · Heft 20 (15.5.1843) · p. Seite 302

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 20 (15.5.1843)
Date
1843-05-15
Page
Seite 302 (sequence 14)
Language
German
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302 Ericyclopädle des. Judenthums, bearbeitet von einem Vereine jüdischer Gelehrten. (Jüdisches Konversations-Lexikon.)" Die Einladung lautet: „Es ist der Gegenwart aufbewahrt geblieben, daß das Judenthum aus der Abgeschiedenheit, in der es Jahrhunderte hindurch fast ungekannt und unbeachtet geschlummert, hervortrete und mit immer fühlbareren und stärkeren Armen in die Bewegungen und Bestrebungen der Jetztheit, sei es in politischer, sei es in literarischer Hinsicht, eingreife. Je mehr die nähere Kenntniß desselben für einen Jeden ohne Rücksicht auf die Farbe, der er im Kampfe um das Judenthum angehört, ein unumgängliches Bedürfniß geworden, desto mehr ist grade diese Erkenntniß im Verhältniß zu andern Gebieten des Wissens auf außerordentliche Weise erschwert, da der Weg dazu durch eine unendliche Reihe von Schriften führt, deren allerkleinster Theil in deutscher Sprache verfaßt ist. Vergebens Haben Konversations-Lexika und dergl. diesem Mangel abzuhelfen gesucht; sie wiederholen nur das zum großen Theil schon oft als unwahr Anerkannte, oder aber sie lassen, da sie sich ihrer Tendenz nach wenig mit dem Judenthum beschäftigen, den Wißbegierigen meistens 'in Stich. Welch ungünstigen Einfluß eine solche Unkenntniß des Judenthums auf die äußere Stellung der Juden und auf die Wissenschaft überhaupt, wo sie mit jüdischem Wissen in Berührung kommt, haben muß, braucht kaum mehr als angedeutet zu werden. Ein Werk, welches umfassende, grünblkche und wahrhafte Belehrung über das Judenthum und alles damit Zusammenhängende nach den verschiedensten Richtungen hin geben soll, ist bisher vermißt und dieser Mangel schon häufig öffentlich ausgesprochen worden. Um diesem Bedürfnisse abzuhelfen, haben sich die anerkanntesten jüdischen Gelehrten zur Herausgabe obigen Werkes verbunden. Die Allgemeine Real-Encyclopädke des Judenthums soll in alphabetischer Ordnung alle Gegenstände behandeln, welche die jüdische Geschichte vor und nach dem Exil bis jetzt, die biblische Geographie, biblische, talmudische und rabbinische Literatur, nebst den Biographien der älteren und neueren Gelehrten, Alterthumswissenschaft, Ritualien, Zeremonien, Rechts-- Sitten- und Glaubenslehre, jüdische Philosophie und Kabbala, Utu terrichts- und Erziehungswesen, jüdische Chronologie ü. s. w. betreffen. Die Resultate, welche die Erforschung der Bibel, der Talmube und Midraschim, der Werke jüdischer Schriftsteller, und der Geschichtsschreiber und Alterthumsforscher überhaupt' hervorgebracht haben, sollen hier in einfacher, faßlicher Sprache zusammengefaßt, und auch Demjenigen, der dem Judenthum ganz fremd ist, verständlich gemacht werden. Andererseits soll der Popularität der Darstellung nicht die Gründlichkeit der Behandlung und die wissenschaftliche Tendenz des Werkes geopfert werden. — Jedem Artikel wird das entsprechende hebräische Wort hinzugesetzt, und dem ganzen Werke ein Register über alle diese hebräischen Wörter beigefügt." — - Don je größerer Wichtigkeit dieses Werk werden kann, um so lieber hat auch der Redakteur dieser Zeitung seine Theilnahme als Mitarbeiter 'ihm zu widmen sich verpflichtet gefühlt. Korrespondenz. Die Jsraeliten-Gemeinde zu Groß-Kanischa in Ungarn. . (Von H. Rosenmark, Lehrer in Warasdin.) (Fortsetzung.) Da sie aber die Partei der Gebildetem mit ihrem zweideutigen Wesen nicht lange täuschen können, indem diese mit der Zeit doch wol wahrnehmen, daß solche ^uslemilieu-Repräsentanten, wie billig auch nur im'Mittelmäßigen verharren, und vermöge ihrer verstümmelten, nur halbausgebildeten Geistesschwingen auch sich nie zum Aufschwünge und Fluge erheben werden, den die heutigen tüchtigen israelitischen Geistlichen nehmen; so helfen sie sich aus der Verlegenheit, und sinken aus ihrer bisherigen Vermittlerrolle zu einer noch verkapptem, zu der der geheuchelten Frömmelei herab, brechen bann den Stab über alle hochstehende Männer, über ihre Leistungen und Bestrebungen, und tragen kein Bedenken sie entweder auf eine feinere, aber desto empfindttchere Weise, als Atheisten, Deisten, Naturalisten, Reformatoren, Demagogen zu kalumniren, oder auf eine gemeinere, gröbere Art, als Säbbatentweiher, Trefoh- Esser, Zeremoaialverächter auszu schreien. — Diese Zeitung hat uns unlängst in der Person des Hm. vr.

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