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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-05-15 · Heft 20 (15.5.1843) · p. Seite 296

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 20 (15.5.1843)
Date
1843-05-15
Page
Seite 296 (sequence 8)
Language
German
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296 denen Werkes mit Hilfe des Kultur-Vereins bewerkstelligen wollte; würde nicht genehmigt. 1 Geiehrter, der für feine künftigen Werke Unterstützung verlangte, konnte noch nicht beschieden werden. 10 Verfasser bereits erschienener Werke — worunter einer zweimal — wünschten die Unterstützung des Vereins. Drei Gesuche wurden abgelehnt, eins aufgeschoben. Das Unternehmen des Rabbiners Dr. Sam. Hirsch, eine systematische Theologie der. Ju-- den auszuarbeiten, von der auch die erste Abtheilung, die Religionsphilosophie, bereits erschienen ist, wurde als ein größerer wissenschaftlicher Zweck (Statuten §. 7.) betrachtet und demgemäß berücksichtigt. Außerdem ist von folgenden Werken eine Anzahl von Exemplaren angekauft worden: Dr. Hirschfeld: Die halachische Exegese; L. H. Löwenstein: Proverbien mit deutscher Uebersetzung und Kommentar, Die Thranen oder die Klagelieder; desgl. Damascia nebst Nachtrag, Überzeugungen eines Israeliten. L. Dukes: Zur Kenntniß der hebr. religiösen Poesie im Mittelalter; A. Horwitz: Lebenssymptome; Louis Levy: orbis anni, oder die Jahreszeiten, hebr. Gedicht, frei nach dem englischen von Thompson." „Ein Theologie Studirender, & M. L. erhielt einen Beweis der Aufmunterung. Sechs Kunstbeflissene, Heils der Malerei, theils der Tonkunst; drei Gesuche sind berücksichtigt worden, drei sind noch unerledigt." „Der Termin zur Beantwortung der Preisaufgabe vom 11. Juli 1841, eine geschichtliche Darstellung des Rabbinerthums zu liefern, ist mit dem letzten Tage des verflossenen Jahres abgelaufen ohne daß . eine Arbeit bei dem Vorstande eingegangen. Ob jener Termin zu verlängern, oder ob eine neue Preisfrage zu stellen, wird Ihr nächster Vorstand zu entscheiden haben." „Die reine Einnahme des Jahres 1842ist um 27 Thlr. 2 Sgr. 6 Pf. geringer als die des Jahres 1841, in welchem eine größere Anzahl Geschenke in die Kaffe geflossen war; war nun gleichwol auch die Ausgabe für die Verwaltung geringer, da sie 1841. 20Z Thlr. 29 Sgr. 10 Pf.; 'l842 nur 144 Thlr. 2 Sgr. betragen,; so haben sich dagegen die Anforderungen und die Bedürfnisse auf dem eigentlichen Felde unserer Wirksamkeit, d. i. die Kosten der Bibliothek und der Unterstützungen, vermehrt, während weder die Kräfte ebenmäßig/zugenommen, noch selbst die vorhandenen das, was> von ihnen zu erwarten gewesen, überall geleistet haben." „Die Einnahmen waren 1200 Thlr., die Unterstützungen betrugen beinah 400 Thlr., das Vermögen beläuft sich über 1200 Thlr. Die Zahl der Mitglieder, im vorigen Jahre 222, jetzt 206, wovon 17 Auswärtige." Berlin," im Mai. (M. Z.) Ein Beschluß der Zensur-Ministerien befiehlt, in Sachen des Synagogen- und jüdischen Schulwesenssich jeder mißbräuchlichen Bezeichnung durch das Wort „Kirche" zu bedienen. Oesterreich. Wien, 24. März. Die in diesen Bl. wiederholt besprochenen Angriffe der- Aerzte unsres Glaubens in den österr. med. Jahrbüchern werden es rechtfertigen, wenn wir folgende Notiz aus der Medizin. Zentralzeitung hier aufnehmen, da sie nur zur Beruhigung dienen kann: „In einer der neueren Korrespondenzen in d.Bl. über die Redaktion der österr. med. Jahrbücher steht ein wesentlicher Jrrthum, der wahrscheinlich nicht absichtlich gegeben sein mag. Dre Herren Professoren Fischer und Wisgrilt sind von der Redaktion jener Zeitschrift aus eigenem Antriebe abgetreten; diese beiden würdigen Lehren der Fakultät wollten nämlich schon längst — bei Gelegenheit der leidenschaftl. Jnvektiven gegen Hrn. Di offen b ach — sich von der Mitredaktion zurückziehen; jedoch aus Pietät gegen den Herrn Hgbr. unterblieb dieser Schritt, der indessen in Folge der Judenangriffe des Prof, von Rosas später doch erfolgt ist. Daß in den höchsten Kreisen keine Judenfeindschaft prävalirt, beweist, daß erst so eben, wieder der Kaiser einem jüdischen Arzte, dem Dr. Barach, die goldene Gelehrten-Medaille hat zukommen lassen."

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