Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 17 (29.4.1843)
- Date
- 1843-04-29
- Page
- Seite 261 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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261 gemessen gefunden, sich an den Verf., als an eine anerkannte Autorität zu wenden, — es sind vielmehr meist Pilpul-Unterhaltungen, welche übrigens wenig geeignet sind, die Uebeclegenhe.it des Verf. über feine Korrespondenten in ein vortheilhastes Licht zu setzen, wie sich der kundige Leser, namentlich bei genauerer Prüfung der mit R. Akiba Eger gewechselten Briefe leicht überzeugen wird. Schon hieraus ist ersichtlich, daß die Schüler des sek Sofer dem Ruhme ihres Lehrers und Meisters einen sehr zweideutigen Dienst leisten, wenn sie sich bemühen, sein Weck mit dem des sel. Rab. Ezechiel Landau, Oberrabbiners zu Prag zu parallelisiren. Dieser war wirklich einer der genialsten Heroen des Talmuds, welcher die Anerkennung, die ihm von den gelehrtest-tz Rabbinen gezollt wurde, in hohem Grade verdiente. Sein .dNid ist voll von origineller Kombination, wahrend sich der dnn auf Gemeinplätzen bewegt, und sich über die vulgäre Plattitüde ordinärer Lamdanim kaum zu erheben vermag. In der That bestätigt das vorliegende Werk das Urthekl eines ungarischen Gelehrten, welcher neulich seinem Freunde zu Prag schrieb: „Sofer war ein sehr bigotter, in der rabb. Literatur sehr belesener, aber auch sehr kleinlicher Rabbiner, dessen Mikrologie in gewisser Beziehung noch einen sehr großen Theil der Preßburger Gemeinde beherrscht, dessen Vorstand noch vor nicht gar langer Zeit so weit gehen konnte, H. Herrmann Todesco um die Zurücknahme seiner, damals nur noch beabsichtigten, jetzt bereits in Wirksamkeit getretenen Stiftung anzugehen, damit die, unter so vielen Kämpfen erstandene Primarschule keine solide Grundlage gewinne, und nach wie vor den Umtrieben und Angriffen ihrer Gegner bloßgestellt fei." Und nun wollen wir zu unserem Buche zurückkehren, um den geneigten Leser mit den interessanteren Parthien desselben bekannt zu machen. (Fortsetzung folgt.) S^rastbuvg, im März. (Privatmitth.) Herr I. Ennery, Lehrer an der hingen Gemeindeschule laßt jetzt ein Werk erscheinen, was in Frankreich bei den Israeliten eine wesentliche Lücke ausfüllen wird, einen Abriß der Bibel nämlich unter dem Titel: nböa le sentier d’Israel ou Bible des jeunes Israeli tes, renfermant l’ahrege du Pentateuque, des Prophetes et des Hagiographes. In dem Prospektus spricht er nachdrücklich über das wieder erwachte religiöse Bedürfniß. Der, alles Gute energisch fördernde Groß-Rabbine Arnaud Aron hat eine eigene Empfehlung des Werkes drucken lassen. Wiesbaden, im Marz. (Privatmitth.) Aus Ihren Abhandlungen über die drei Mosaiden erhellt, daß Ihnen der sechste Theil der Schice-Tiphereth, welcher aus dem schriftlichen Nachlasse des sel. Hartwig Wessely 1829 bei M. I. Landau zu Prag als „Original-Ausgabe" gedruckt wurde, noch nicht zu Gesichte gekommen. Derselbe enthalt die drei letzten Gesänge, 16—18 iovl., in 68 Oktavblättern und führt die Mosaide bis über die Gesetzgebung auf Sinai und steht in Sprache und Form den früheren Theilen dieses theologischen Gedichtes würdig zur Seite. Wien, im Marz. (Privatmitth.) (Medizinische Notiz.) Im Februarhest der medizinischen Jahrbücher 1841 macht der Prof. Wawruch zu Wien die Bemerkung, daß er in 26 Kursen unter 3864 in der Klinik Behandelten 206 Bandwurmfalle gehabt, und nur drei bandwurmkranke Jüdinnen darunter. Diese.merkwürdige Seltenheit wurde ihm dadurch.gewichtvoller, daß ihm in 34 Jahren Privatpraxis kein bandwurmkranker Israelit aufgestoßen ist. Ec findet die Erklärung dieser pathologischen Beobachtung in dem Nichtgenuß des Fleisches von unreinen Thieren, und darin bestätigte ihn die Bemerkung, daß jene drei Jüdinnen gerade keine Vecachterin solcher Speisen waren. Amsterdam, im März. (Privatmitth.) Die durch ihre holländische Uebersetzung des Machsor und des Pentateuchs rühmlichst bekannten Herren M. S. und G. I. P olak geben jetzt auch den Text und die getreue holländische Uebersetzung der Propheten und Hagiographen heraus, wozu der Oberrabbiner Heczveld eine dringende Empfehlung erlassen. Wien, im März. (Privatmitth.) Der Druck der in diesen Blattern empfohlenen pbn nwra rihs ■prna '-j vn-,,28 p nubw Sb trphiiir? ist nicht allein begonnen, sondern schreitet rasch vorwärts. Leipzig, im April.. (Privatmitth.) Von dem Philippson'schen Bibelwerk ist die 25ste Lieferung des ersten Bandes vollendet. Mit dieser ist die Tora beendet, und nur die Register und die .allgemeine Einleitung stehen noch zurück. Ebenso sind die Bücher Zosua, Rich-