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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-04-01 · Heft 13 (1.4.1843) · p. Seite 199

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 13 (1.4.1843)
Date
1843-04-01
Page
Seite 199 (sequence 7)
Language
German
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199 veranlaßt habe — ein Verfahren, welches den Verdacht aufkommen ließ, daß Hr.L. seine eignen Gründe habe, um Niemanden, der über die Verhältnisse in Jerusalem Aufschluß zu geben vermöchte, in Europa zu Worte kommen zu lassen. .. 5) Ob es wahr ist, daß Hr. L. zum Aufbau der nach dem Namen eines seiner Anverwandten benannten Schule und Synagoge in Jerusalem durch seinen Agenten Jesa.ias Pinzker in Jerusalem an 500 Pfund Sterling von dem zur Unterstützung der Armen in Palästina kollektir- ten Gelde, und namentlich aus dem Ertrag der Sammlungen zu Gunsten der im 1.1837 durch ein Erdbeben heimgesuchten Städte Cepath und Hebron', verwenden ließ, und daß überhaupt weder diese letztern Gelder noch die andern gesammelten Summen gleichmäßig und im Sinne der Geber, sondern lediglich nach dem willkürlichen Gutdünken des Hrn. L., resp. seines, sehr verdächtigen Agenten Jesaias Pinzker in Jerusalem, vertheilt worden sind. 6) Aus welchem Grunde sich Hr. L. seit vielen Jahren, geweigert hat, dem Publikum über die gehörige Vertheilung und Verwendung der gesammelten Gelder öffentlich eine belegte Rechnung abzulegen, und endlich 7) warum er sich ebenso beharrlich geweigert hat, dem zü diesem Zwecke seit vielen Jahren beste-- henden Komito in Wilna denjenigen Theil der gesammelten Gelder — f (sollte heißen: des Betrags — zugehen zu lassen, welchen dieses Komitv von jeher unter die Aschkenasim in Palästina zu vertheilen pflegte, und über welche Vertheilung niemals eine Klage laut geworden, wahrend dagegen die Vertheilungsweise der Agenten des Hrn. L. ununterbrochen die bittersten Klagen über Parteilichkeit- Beeinträchtigungen und sogar über Unterschleif hervorgerufen hat-). . - *) Die Nachricht von dem Kanvasses-Unfug und der Bastonadentyrannei des Jes. Pinzker (Allg. Zeit, des Judenth. No. 44) war zur Zeit, der Absendung dieses Briefes (19. Aug.) noch nicht hier eingctroffen, weshalb darin nichts davon erwähnt wird — vorläufig ein Beweis mehr, daß nicht etwa Aussagen des Hrn. A. Se- Obgleich diese sieben Punkte noch 'nicht alle die Beschwerden erschöpfen, welche man mir aktenmäßig vorgelegt, so würde doch eine vollkommen befriedigende und mit den gehörigen Nachweisen belegte Rechtfertigung hierüber schon sehr wesentlich dazu beitragen, die allgemein verbreiteten, auffallenden Gerüchte zu widerlegen, aufgekommene Zweifel niederzuschlagen, und zunächst wenigstens die Folge haben, daß der Unterzeichnete alsdann, Ihrem und des Hrn. I. M. Kann Verlangen gemäß, eine publizistische Darlegung der besprochenen Mißstände und Mißbräuche unter solchen Umständen vorerst zu unterlassen geneigt wäre. Empfangen Sie re. L. H. Löwen stein. Deutschland. Kussel, 2. März. (Fr. I.) Allhier wird jetzt das städtische Schulwesen reorganisirt. . Mit Freuden haben wir zugleich zu erwähnen, daß an der Real- und Bürgerschule auch Hülfslehrer für den Unterricht im katholischen Glauben und für den Unterricht in der israelitischen- Religion angestellt werden. Was letzteres anbelangt, so ist das unseres Wissens das erste Beispiel in Deutschland und ein bedeutender Fortschritt. Frankfurt am Main, 15. März. (Privatmitth.) In Bezugnahme auf unfern frühem Bericht, beehren wir uns hiermit Ihnen Abschrift der Eingabe unsers Rabbiners Herrn Trier an den Hohen Senat, son?ie auch die darauf erfolgte Antwort zu übersenden. Wir enthalten uns dabei jedes weitern Kommentars und bitten Sie um baldige Veröffentlichung dieser Aktenstücke. 8. An Einen Hohen Senat der freien Stadt Frankfurt gehorsamste pflichtmäßige Anzeige, Verwahrung und Bitte, von Seiten des Salomon Trier, Rabbiners, dahier. Die Beschneidung israelit. Knaben betr.: — Hoher Senat! Die von Wohllöbl. Sanitäts-Amte erlassene Verordnung ö. d. 8. Febr. a. c. im ,§. 3 die Worte entlig, welcher damals langst hier anwesend war, die Quelle der Beschwerdepunkte bilden. Anm. d. Einsenders.

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