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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-03-25 · Heft 12 (25.3.1843) · p. Seite 190

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 12 (25.3.1843)
Date
1843-03-25
Page
Seite 190 (sequence 18)
Language
German
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190 auch, in der auf -die unterthänigste Vorstellung des ungarischen Reichstages erlassenen huldreichste Resolution, in uns die Hoffnung einer bessern Zukunft, in Bezug auf die Abschaffung der Toleranztaxe, erweckte; hat auch das bedauernswerthe Loos dieses Volkes zu Herzen genommen; hat nickt nur seine Stellung im bürgerlichen Leben mildvoll verbessert, hat es auch von dem Drucke dieser Last gänzlich befreiet. Mit kindlich demüthiger Zuversicht wagen wir daher, einem allergnädigsten Bescheide entgegen zu harren, und ersterben in tiefster Demuth Euerer Majestät treugehorsamste Unterthanen, die Abgeordneten,^der Israeliten Ungarns und seiner Nebenländer Boskowitz Jos. L., Holländer Leo, Kadisch Joachim, Löwy Herrmann, Oestreicher David, Schey Philipp, Singer M. G., Steinitzer Jakob, Ullmann Gabriel. Großbritannien. London, 6. März. Die Korporation von Sunderland hat in einer Adresse an das Parlament gebeten, man möge den Juden den Zutritt zu Korporations-Aemtern gestatten und ihnen die gebräuchliche Unterschrift der erforderlichen Deklaration wie den Quäkern und Hernhutern erlassen. Rußland und Polen. St. Petersburg, 28. Februar. (Privatmitth.) Gegen Ende dieses Monats wird nun das Rabbinerkollegium unter dem Vorsitze seiner Exzellenz des Ministers seine Sitzungen beginnen, die ungefähr drei Monate währen werden. Sir Moses Montefiore wird bald hier erwartet. Von -er ruffisch -poln. Grenze, 24.Febr. (Privatmitth.) In Warschau ist ein Kommitee für Reform des jüd. Elementarschulwesens gebildet worden. Die Thätigkeit des Kommitöe soll sich zwar zuerst auf Warschau beschränken, indeß ist es wahrscheinlich, wenn das Wirken derselben erfolgreich ist, es auch aus die Provinz sich ausdehnen werde. Paris, 28. Februar. (Privatmitth.) Folgendes ist das Schreiben, welches Cremieux an die Gemeinde zu Odessa in Antwort ihrer Adresse, gerichtet hat. „Aus der Deputirtenkammer, Paris d. 10. Febr. 1843. Meine Herren und theure Glaubensgenossen! Es würde mir sehr schwer werden. Ihnen die ganze Bewegung auszudrücken, welche ich bei Lesung des Briefes, den Sie an mich gerichtet, gefühlt. Die Hoffnung, welche die Juden des ganzen Erdballs in meinen Beistand bei allen Dingen, die ihre soziale Stellung zu heben vermögen, setzen, ist die schmeichelhafteste Belohnung für meine beständigen Bemühungen bezüglich der Verbesserung ihres Schicksals, ihrer politischen und bürgerlichen Emanzipation. Sicherlich ist das beste Mittel, die Israeliten in den Augen Aller in den Ländern, die sie noch nicht zu der Theilnahme an den Gesellschaftsrechten des Menschen lassen, groß zu machen , das beste Mittel, sie in ihren eigenen Augen zu erheben, dies: ihre Kinder zu dem gemeinsamen Unterricht der Kinder der anderen Kulte zu führen, die Wohlthat der ersten Erziehung, die einen so großen Einfluß auf-das ganze Leben ausübt, ihnen zu ertheilen. Daher stimmte ich vom ganzen Herzen der großen Idee des Kaisers von Rußland bei, und ich bin bereit, mit all' meinen Kräften zu, dieser schönen Stiftung beizutragen, die in einigen Jahren so wichtige Resultate herbeiführen kann. Ich kann Ihnen aber nicht bestimmen, ob ich mich bei der Feierlichkeit befinden werde, von der Sie wünschen, daß ich ihr beiwohne. Ich habe wohl von Herrn Dr. Lilienthal ein Schreiben empfangen, in dem er mir über'die projektirte Schöpfung die ermuthigendsten Details giebt, ich habe wohl aus diesem Briefe erfahren, daß der Herr Minister Uwarow, dessen Name sich zukünftig mit der Zukunft Ihrer Kinder verknüpft, meine Gegenwart wünscht, und daß der Kaiser mit Vergnügen erfahren werde, daß ich geneigt sei, mich nach Rußland zu begeben: aber ich mußte dem vr. Lilienthal durch positive Verpflichtungrn antworten, und zwar Folgendes: „Ich weiß nicht, welchen Impuls meine Gegenwart in St. Petersburg jener wichtigen Schöpfung geben kann, aber wenn, wie Sie mir schreiben, der Graf Uwarow und der Kaiser denken, daß ich in Etwas nützlich sein könnte, so würde ich

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