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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-03-25 · Heft 12 (25.3.1843) · p. Seite 177

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 12 (25.3.1843)
Date
1843-03-25
Page
Seite 177 (sequence 5)
Language
German
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177 UM so dringender bevorworten kann, je ängstlicher sie Ln diesem Sinne abgefaßt, ist, so daß ich sie als eine höchst gemäßigte bezeichnen darf. Denn, meine Herren, es ist hier von der Emanzipation gar nicht die Rede; wer das behauptet hat, muß noch gar keine aufrichtige Vergleichung zwischen den Rechten der christlichen Staatsbürger und der Juden angestellt haben. 'Die Juden bitten in der That um weiter Nichts, als daß einige Hemmnisse weggeschafft werden möchten, die selbst den Zweck des betreff senden Gesetzes von 1838 vernichten, was auch Ln dem Deputationsgutachten so herauSgehoben worden ist, daß ich die Petition Ln dieser Beziehung nicht erst zu erörtern brauche. Daß aber eine gesetzgebende Versammlung, selbst wenn sie, um von einem frühern Gesetze nicht allzuviel abzugehen, keinen plötzlichen Fortschritt zugebe« will, doch mindestens verbunden ist, solche Hemmnisse zu beseitigen, welche dem Gesetze, seinem Geiste und seiner Ausführung und Wirkung selbst entgegenstehen, das, glaube ich, kann nicht bezweifelt werden. Es sind hier verschiedene Fragen, von denen ich nicht behaupten will daß sie alle auf gleicher Stufe der Wichtigkeit stehen, aber sie lassen sich alle leicht vertheidigen und schwer widerlegen." (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten. Palästina. Frankfurt a. M., 17. Febr. (Eingesandt. Fortsetzung.) Herr Boas ist bekanntlich einer der ehrenwerthesten, einsichtsvollsten und gewissenhaftesten Männer in Holland; von ihm also konnte Hr. L. unmöglich ein Attestat nach dem Zuschnitte der oberwahnten Amsterdammer Vidimate erlangen, und so mag es sich erklären, daß wir nicht mit letzter» zugleich auch das Zeugniß des Hm. Boas vorgelegt erhalten. Nachdem sich hierauf Hr. L. und Kons, abermals gütlich gethan im selbstgestreuten Weihrauch, fahren sie fort: Sie hätten vernommen, daß niederträchtige Menschen, die keinen Namen hätten, geschrieben haben (wo?), sie, die Herren L. und Kons., hätten öffentlich gelehrt, die Armen in Palästina zum Nachtheil der einheimischen zu bevorzugen. „So möge, „rufen die heiligen Männer aus, „so möge Gott „Jenen beistehen,-sowie wir dies jemals gesagt „haben!" (Frage: Vertragt sich wohl eine solche Nennung des göttlichen Namens zu einem Fluche mit den Grundsätzen eines so frommen Mannes und mit den Worten des Gesetzes Exod. XX, 7. Deut. V, 11. geint. XXIV, 11. 14 16?? — Das ist wol noch viel gefährlicher als cher uns angedrohte Bannfluch!) „Dieselben Verdreher „der Worte des lebendigen Gottes (abermals „den lieben Gott in den Handel gemischt!) verdre- „hen auch unsere Worte, um uns dem Spotte der „Völker preiszugeben" rc> Nach jenem, bekanntlich von einem würdigen Muster, nämlich vom König Pharao herrührenden Fluche, den der Halsstarrige gegen Moses und Aaron ausstieß (Exod. X, 10), folgen noch einige übel angebrachte Prahlereien mit der Gunst des Königs von Holland und seiner Minister, sodann die Unterschrift des Hrn. Hirsch Lehren, als Präsidenten, und die seines Bruders, des Hrn. Meyer Lehren, als Mitglieds des Komito's. Zwischen beide Brüder eingeklemmt, erscheinen auch die Herren Abraham Prinz und Sal. Rubens. Es hat mit dem Fluche und mit der ■p'i wo» übrigens nicht viel auf sich. Denn diese nämlichen Unterzeichner haben allerdings in dem, wiederholt von ihnen zitirten, mir im Augenblicke vorliegenden Rundschreiben vom 1. Sivan v. I. mit deutlichen Worten geäußert wie folgt: „Man lasse, sichnicht „von windigen Reden bethören, als ob die einheimischen Armen vorgingen; denn dies ist „der Rath von Sündern, und haben wir diese „nichtige und unhaltbare Einrede bereits widerlegt „und es ist hier nicht der Ort, um uns dabei auf- „zuhalten." (*m* iw© nn Mn.öm -bai,, nbn swa tpm 1221 , fcOM traan ns* *»a , wn-rip dip» ^2> i^i nnitt irbn h*6ia»i 12.") Ich dachte doch, das hieße die'Sache deutlich genug zu, .verstehen geben! Diesen Grundsätzen gemäß mag es denn auch geschehen sein, daß Hr. Lehren bei seiner jüngsten Anwesenheit in Frankfurt am Main einen Betrag von fünfzig Gulden, den ihm ein hiesiger Menschenfreund zur Vertheilung unter die Armen in Amsterdam anvertraute, sofort unter die Gaben für Palästina eintragen ließ, wie ich mich am 24. Sept. 1842 aus dem in Hrn.' Kulps Händen befindlichen Buche mit eignen' Augen überzeugte. Diese Thal-

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