Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 11 (18.3.1843)
- Date
- 1843-03-18
- Page
- Seite 159 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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159 tragsmäßig ein Drittel erhalte (ein Umstand, den Herr Lehren aus Analogien mit den Vertragen früherer folgern will, der aber ebenso unerwiesen als für die vorliegende Frage völlig unerheblich erscheint und dessen so häufige Wiederholung nur dazu dient, die bösartigen Tendenzen der Herren L. und Kons, zu beurkunden), so sei A. S., erbost über den ihm zugesügten Schaden, nach London gereist, wo er das Komite chrleumdet habe. Man hatte wohl sehr triftige Gründe, über diese angebliche Werleumdungsgeschichte kurz hinwegzugehen, um so mehr, als solche die nicht unwichtige Folge hatte, daß die Beitrage aus England seither dem Amsterd. Kommite nicht mehr anvertraut werden — ein Resultat, welches schwerlich durch bloße Aussagen eines.unbekannten Mannes herbeigeführt werden konnte, über welches ich mir jedoch Vorbehalte, seiner Zeit den in meinen Händen befindlichen Ausschluß zu ertheilen. — Hierauf, erzählt das Komite weiter, sei Herr A. S. auch nach Altona gekommen und habe auch dort seine Verleumdungen fortgesetzt. Noch arger aber habe er es in Frankfurt a. M. gemacht, wo er bei seiner ersten Anwesenheit mit dem Redakteur der „Israelitischen. Annalen," der es vorher schon auf das Komite abgesehen gehabt, gemeinschaftliche Sache gemacht- und denselben veranlaßt habe, einen Artikel gegen (?) das Amsterd. Komite zu schreiben — bei seinem zweiten Aufenthalte daselbst aber den Greuel auf's äußerste getrieben, indem er unschuldige und einfaltselige Menschen durch seine Beredsamkeit (Herr A. S. spricht ein 'kaum verständliches Deutsch und sonst keine europäische Sprache) eingenommen und in's Garn gelockt habe. Ob nun meine Wenigkeit zur Kategorie der Unschuldigen oder zu der der Einfältigen gerechnet zu werden die Ehre hat, oder gar eine eigne Klasse für sich allein ausmacht, laßt das Komite unentschieden, berichtet jedoch, wie ich Herrn Juda Kulp meine Absicht zu erkennen gegeben, öffentlich gegen das Komite aufzutreten — was übrigens nur insofern der Wahrheit gemäß ist, als ich diese meine Absicht in Beziehung auf das Treiben des Hrn. Lehren allerdings äußerte, in Beziehung' auf die übrigen, neben Hrn. L. nur als Figuranten und Statisten zu betrachtenden Mitglieder des Komites jedoch nicht für nöthig Hielt, auch nur ein einziges Wort zu verlieren. Es wird nun erzählt, wie Herr K. mich von der erwähnten Veröffentlichung durch, die Vorstellung abzuhalten gesucht, daß es besser sei, die Sache vorher genau zu untersuchen, und wie ich erst auf wiederholte dringende Vorstellungen einen vorläufigen Aufschub bewilligt hätte. Darauf habe ich ein Schreiben an Hrn. K. gerichtet, welches die fatalen sieben Fragen enthalten, worauf dann Herr K. seinem Aufträge gemäß gehandelt habe.... Da hier eine Lücke bemerklich ist, so ist des Verständnisses wegen zu erläutern, daß Herr K. von Hrn. L. beauftragt war, über die gegen diesen im Umlauf befindlichen Klagepunkte eine schriftliche Erklärung zu erwirken und nach Amsterdam einzusenden, und ich es, wie Sie aus der beiliegenden Abschrift ersehen, Hrn. K. freistellte, Hrn. L. die sieben Fragen vorzulegen. Herr L. erzählt hier aus einem sehr richtigen Gefühle kein Wort davon, daß er Hrn. K., der ihm mein Schreiben im Originale einsandte, für diese Gefälligkeit mit einigen sehr ungezogenen Zankbriefen beehrte, damit ihm das künftig zur Warnung diene und er sich das: „N'Qri rrbw TW “nii" erinnere. Auch Hrn. Sal. Rubens (Mitglied des Komite's) ließ, man einen ähnlichen ungehobelten Brief an, oder eigentlich gegen Hrn. K. schreiben und so diesen edelmüthigen Ehrenmann für seine mehr als gutherzige Dienstwilligkeit gebührend züchtigen — was jedoch glücklicherweise keinen bleibenden Nachtheil für ihn zurückließ. — Durch besagte sieben impertinente Fra-' gen habe sich nun Herr L. (denn er ist eigentlich das Komite) sehr gekränkt und' erzmmt gefühlt, weshalb er auch mir, dem unziemlichen Fragesteller, nicht geantwortet, sondern seine Erwiederung an Hrn. K. gerichtet habe — wodurch ich nun meinerseits mich nicht im mindesten gekränkt oder erzürnt fühle und dieses Verfahren sogar völlig in der Ordnung finde, da ich, wie Sie ebenfalls aus beiliegender Abschrift ersehen, meinen Brief an Hrn. K. gerichtet und sogar in demselben die mir angetragene Ehre einer Korrespondenz mit Hrn. L. aus guten-Gründen entschieden abgelehnt hatte. Wiewohl nun die Antwort des Komite's (d. h. natürlich: des Hrn. Lehren; denn diese ganze Antwort spricht von ihm in der ersten Person Singularis und es kommt darin die Stelle vor: „Sie können sich wegen der Rechtlichkeit meines Hauses a costi bei allen unsern Geschäftsfreunden unter dem dortigen Handelsstand erkundi-