Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 8 (25.2.1843)
- Date
- 1843-02-25
- Page
- Seite 109 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3224737-3225281-3225290--05015-3235643- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ü09 Anspielung bei Rüben auf: die Verletzung des; väterlichen 'Ehebettes, bei Schimeon und ^Levi ^äuf Schechem^ und -Josephs Verkauf, - theils^aUsder/Zukunft,', /wie bei auf- Simri-;&ei/ auf Korach,! bei auf -David, bei V-,2 auf Schelomohp bei auf/Mordechai und -Esther^ ff.- - Einige unterlassen denn auch' nicht,: selbst die m e ssi a n i fche n- Hoffnungen im Verlaufe - der .Redeangeknttpft -zu finden.'- Im- Gegensätze --aber weist' /Ra s chbam die Hindeutung auf Einzelheiten gänzlich zurück, und betrachtet unser Stück 'nur als allgemeine Prophezeiung -über das, ' was den Stämmen-Israels werden würde. ' Als eigenthümliche Meinung ,aus diesen müssen wir jedoch Abarbanels Ansicht hervorheben,, welcher Jakob die sämmtlichen Söhne durchgehen läßt, nur um denjenigen - zu finden' und zu bestimmen, welcher die Herrschaft über die anderen erlangen würde. Wir werden sehen, wie er diesselbst zur Erklärung der einzelnen Stellen anwendet. Gegen diese Ansicht über unser Schriftstück traten nun z w e it'e»ö seit dem Ende vorigen Jahrhunderts viele Neueren auf,:. und nahmen an, daßdieses ' Stück durchaus nicht-, von Jakob selbst herrühre,; -sondern erstlange nach der Besitznahme des Landes selbst/ insonders zu. David-s Zeiten, -so daß Friedrich - und Bohlen sogar als den Verfasser den Propheten Nathan aufstellten,.verfaßt, und vom, »ach ihrer Ansicht, später« Abfasser: des. 1 B.. M. in den Text ausgenommen und verwebt worden fei. Ihre Gründe sind: erstens, sie finden Vieles in der Rede Jakobs, was -Nach der Besitznahme Canaans' erst geschehen, so daß sie das Vorauswissen desselben dem Jakob nicht zuertheilen können. Zweitens - scheint - ihnen auch diese: Erhabenheit der. Sprache nicht einem sterbestdeu, lebensmatten. ^Greise möglich. Drittens - begriffen sie nicht , wie dieses. Gedicht wortgetreu auf die Nachwelt gekommen,, und wer es sofort nach der Aussprache. Jakobs augenblicklich aufgefaßt. Viertens scheint ihnen: .dasselbe .in keinem Verhältnisse zu dem „Segen: Moscheh's- (5 Most. 33, 2—29) zu stehen, indem jenerdie'. Blüthezeit Israels,. dieser die Zeit der Bedrängniß schildere. Werden/wir nun im . Laufe der Erklärung über Einzelheiten- Vieles, was. dieser Ansicht zur Stütze dient, hinwegräümen^ so stellen; wir-. doch noch als allgemeine Gegengründe -folgende auf. .Findet sich Einiges, was nach der Besitznahme Canaan's wirklich sich so gestaltete, wie es chier Jakob ausspricht, so begegnen wir doch hinwiederum gar Manches, was nie geschehen, sie in diesem Verhältnisse sich vorfand. Soll aber diese 8ede als ein Gedicht xost factum verfertigt worden sein. um. den 'Zustand. Israels zu /.jener Zeit zu. zeichnen , , mußte -sich Alses als wirklich vorhqnhen gnd ,geschichtliche Thatsache bewähren. .MjS besoyderes. Argument,dien^ hier die Aussprache über Levi,., in welcher, mit.'.feinem Worte des Priesterthums, dieses. Stammes - erwähnt, unh seine dereinstige Zerstreuung, in Jsrael...vielmehr.als Sträse für,, von-,ihm. ryit ^Schimeon,. vollbrachte. Gewaltthaten/betrachtet wird., Diejenigen -werden allerdings. hierdurch chokirt, .-welche -unsere Retze als eine wahrhafte.Prophezeiung ansehen,! indem hiermit. einer Gründansicht' der biblischen Verfassung Israels , daß. Levi unter alle Stämme als besonderer Träger des Glaubens, Gesetzes und Gottesdienstes vertheilt worden ist, ein ganz falsches Motiv untergelegt worden, wohingegen . in Ms. Rede das richtige sehr scharf hervortritt (5 M. 3 3, 8—11.) Nichts desto weniger werden dadurch auch die widerlegt, ' welche Jakobs Rede als ein Produkt aus David's Zeit anfehen. Zwar wollen, sie deshalb die ganze Institution des Levitenstammes als eine erst zu Davids und Schelomoh's Zeit entstandene und auSgebildete ausgeben. Aber, wenn wir, ihnen gegenüber, auch nicht auf das Gesetz, der PB. M. Hinweisen dürfen, weil sie diese für spätern Ursprunges halten, so müßten dieselben, ebey.^ so das Buch Jaschuah als ein später geschmiedetes ansehen, wo die „Priester und. Leviten" 3, 3... als Träger der Bundeslade aüstreten, ebenso „Priester und. Leviten" 8, 33, wo dem Levi. kein'Besitzthum gegeben.wird / weil „die Opfer Gottes" ähre Besitzung sein sollen 13, 14. 33., sonderü sie .48 Städte in ganz Israel, erhalten 21,'1—42. Oie müßten auch das Buch der R.ich t er aufgeben, wo .Mi.chah. sich ganz besonders einen Le.v.it.en zum‘Priester seines Bildes nimmt, und sich der. Gnade Gottes ganz besonders, empfohlen glaubt, weil .er.,einen Leviten züm .Priester habe 17, 9. 10. 13., wo sich dann die Drniter diesen Leviten als Priester rauben, 18, 19. 27’. Sie müssen auch die Bücher Schemuel als späteres Machwerk annehmen^ weil dasselbe 1 Schem. 2,13. ein „Recht der- Priester" voraussetzt,, wo 3, 2,7. 28. die Erwählung der Ahroniten zu Priestern beim Auszuge aus Aeg. ganz besonders hervorgehvbeu wird, wo.6, Io. die Leviten die -Bundeslade, aufnehmen,. wo eS 13, 13. Schaul als Verbrechen augerechuet wird, daß er. selbst geopfert, wo 21, 1. David eine große Priesterfamile zu. Nob besuchet, und was, daraus folget, wo 22,^17. die Soldaten Schanis sich.weigernHand -'ay. -diese Priester. des Gwigen zu le- .gen, -rrnd -erst. Doeg dex.^Edomite.^.es-.WM..'^ü. s.' s....Her köflnte.-iWU. alle-,diese.PewK für ein - vom Anfang', % .