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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-02-18 · Heft 7 (18.2.1843) · p. Seite 96

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 7 (18.2.1843)
Date
1843-02-18
Page
Seite 96 (sequence 8)
Language
German
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96 200 Thlr. 28 Sgr. 6'Pf. , Köln 152'Thlr.' 23 Sgr., Aachen 140 Thlr. 5 Sgr. 6 Pf., Trier 120 Thlr. 21 Sgr. — Die Ausgaben ergeben für Westfalen (S. 139) ein Minus von 634 Thlr. '27 Sgr. 2 Pf.; dagegen für die Rheinprovinz (S. 200) ein Plus von 741 Thlr. 8 Sgr. 8 Pf. Solche Ergebnisse müssen auch die kühnsten Erwartungen befriedigen und den zahlreichen Wohlthälern gewiß zur freudigsten Genugthuung dienen." ' —. Auch im Amtsblatt der königl^ Regierung zu Münster No. 1. d. I. wurde vom Herrn Ober-Präsidenten Bericht und Empfehlung gegeben. Aus Schlesien, 8. Februar. (Privatmitth.) sDie Emanzipation der Juden und die Königsberger Allgemeine Zeitung, j Wenn müßige Knaben sich ein Vergnügen machen, Seifenglocken zum Fenster hinaus zu blasen und unermüdet immer neue abzusenden, so oft die vorigen in der Lust verpufften: .so ist dies zwar ein unnützes, aber mindestens harmloses Spiel. Es wäre darum ein ziemlich unpassender Vergleich, wollten wir unsere Emanzipations-Artikel-Fabrikanten, die immer dieselben Kontregründe zu Markte bringen, die-ihnen bis zum Ueberdrusse abgewiesen worden, mit jenen Knaben zusammenstellen. Auch schienen die Herren in der That eine lange Zeit des großen und kleinen Guerillakrieges müde, da jener sowol — reprasentirt durch benj großen Statistiker Hoffmann — als dieser — durch den kleinen Zeitungsredakteur Hermes — in allen festigten Schluchten und krummen Gebirgswindungen auf's glänzendste ausgekämpft worden.— Ein neuer Guerillaros der Königsb. Allg. Zeit, dürfte, offenbar zur letztem Parthei gehörig, kaum Beachtung verdient haben, schiene er nicht aus der Schule des ihm sonst gewiß so sehr verhaßten Judas hervorgegangen, die mit dem heuchlerischen Bruderkuß den vergifteten Dolch in die Brust zu stoßen sucht. — Dieser moderne Jschariot fangt nämlich seinen Artikel mit einer christlich liebenden Klage an, daß die Geburt Vorrechte ertheilen, eine Religionsparthei über die andere erhoben, der andern Sklavin sein soll. Eine Aenderung könne nur gewünscht werden, es müßte sich aber im Volke das Bedürfniß danach zeigen, der Vernunft stelle sich die Volksmeinung (die also unvernünftig) entgegen, „welche in dem Namen Jude immer noch etwas schimpfliches findet.^.— Man hätte kaum glauben sollen, daß eine so dürftige, erbärmliche und abgenutzte Strategik noch einmal, gewiß in Ermangelung einer bessern, hervorgesucht werden wird. — Für's erste müßten wir ja bitten, das vielgepriesene Gesetz der Liebe aus dem christlichen Religions-Katechismus streichen zu wollen. So lange dies darin steht, können wir nicht glauben, daß die Geburt einen Menschen, eine ganze Nation beschimpfen und verhaßt machen soll. Sodann aber dürfte es unserm Freund, vor dem uns der Herr bewahren soll, leicht sein zu sehen, daß der Grund dieses Schimpfes und Hasses lediglich in der bürgerlichen Zurücksetzung zu suchen sei, und mit dieser von selbst wegfallen würde.. Doch dies Alles ist oft genug und besser gesagt worden, darüber kein Wort mehr. — Unser Freund Judas fährt fort, indem er mit einem „wirklich" versichert, daß die Juden im preuß. Staate zu einer solchen Emanzipation, noch nicht reif seien. Da diese Bemerkung aber ebenfalls nicht neu ist, so wird einiger Originalität wegen hinzugefügt, daß der Grund hievon nicht in der jüdischen Religion zu suchen sei, welche der Grundstein der christlichen und von dieser im Laufe der Zeiten vielfach durchdrungen sei. — Schade, daß dieses Neue nicht wahr ist! Die jüdische Religion ist nicht der Grundstein der christlichen, sondern die von ihr verhöhnte und mißhandelte Mutter; wäre sie der Grundstein, so würde man nicht so viel an ihr zu rütteln wagen, aus Furcht, daß das ganze christliche,Religionsgebäude zusammenfiele. Gegen eine Durchdringung von derselben müssen wir aber auf's ernsthafteste Protest einlegen. Wir sind stolz darauf, unsere Religion ungefeilscht und ohne Modemäntelchen noch wesentlich so zu haben, wie sie dem größten Gesetzgeber aller Zeiten auf dem Berge Sinai offenbaret worden. — Der Grund sei auch nicht, meint unser Verf. weiter, in den Jude'n als Nation zu suchen, da sie Männer, wie Spinoza, Mendelssohn, Gebrüder Meyerbeer (diese Firma ist uns unbekannt, wir wissen nur von einem verst. Dichter Michael Beer und einem Komponisten Meyerbeer), Borne u. A. aufzuweisen haben. — Was hat wol dies mit der Emanzipation zu schaffen!? Sind denn alle Christen Spinoza's und Mende lssohn's u. s. w.? Oder sind alle diejenigen,

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