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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-01-14 · Heft 2 (14.1.1843) · p. Seite 21

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 2 (14.1.1843)
Date
1843-01-14
Page
Seite 21 (sequence 5)
Language
German
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21 rah's Rotte, La sie die na Dattelhain verborgenen M. und A. tobten will. ' Im ersten und zweiten Gesang LeS -ritten Buches bieten die Priester Moses die Oberpriesterwürde an, M. aber weist sie zurück, und ruft Ungebeuer aus dem Nil hervor, das Volk söhnt sich im dritten Gesang mit M. aus, und Corah und Datan bereuen ihre Unthaten. (Vierter und fünfter Gesang:) Der König von Aegypten will die Gelegenheit wahroehmen, dm Priestern ihre Macht zu entziehen. M. ruft giftige Skorpionen hervor, Zerachu vermag dies nicht und stirbt. Alsdann das Gewild über Aegypten. Das vierte Buch führet die Plagen Aegypten's bis zum Tode um Mitternacht; zugleich wird der 'Kampf zwischen Adramelech und Satan entschieden, indem Satan in einem Zweikampf siegt, und Adram. an den Gerisim kettet; ebenso will Pharao sich zum Oberpriester salben lassen, als gerade die dreitägige Finsterniß eintritt. Zm fünften Buche schlingt nun der Dichter die Begebenheiten der Wüste zu einem dichten Kranze zusammen: im ersten Gesänge der Untergang Pharao's im rothen Meere, im zweiten das Süßwaffer, Manna, im dritten das goldne Kalb, im vierten die Verkündigung auf Sinai, im fünften Gesänge endlich eine gedrängte Skizze der Lehre Mosis, Bileam, Amalek.- Wir sehen hieraus, daß Steinheim's Dichtung eine eigenthümliche tiefere Grundlage hat: die an Israel gerichtete Offenbarung ist ihm die Hauptsache, als nothwendig hierzu die Erlösung Israels aus Aegypten. Sobald ihm die Offenbarung, nothwendig, seitdem die Menschheit sich auf den Wegen des Götzendienstes verloren, das eigentliche Motiv alles Geschehenden ist, wußte er die Hindernisse, die zu b-siegen, aus dem Reiche der Finsterniß herleiten, und so eröffneten sich ihm-zwei Kampfplätze, der der beiden Prinzipien und der der menschlichen Wirklichkeit. Niemand wird selbst aus obiger magern Skizze ableugnen, daß Steinheim die Verschlingung beider Regionen mit großem Geschick schürzte, und mit vieler Gewandheir durchführte. Das Gedicht gewann ebenfalls dadurch an Mannichfaltigkeit und höherem Interesse, und der Dichter eine Quelle erhabener Schilderungen, großartigster, furchtbarer Szenen. Und er ist nicht hinter dem Gegenstand zurückgeblieben,' unser Steinheim: die Majestät der Sprache hie und die süße Milde dort, das Schrecken hie und die Liebe da geben in ibrer Vereinigung ein herrliches Kunstwerk. — Das Eine wird man bald einwenden, daß Steinheim durch die ganze Anlage des Gedichtes als ein Nachahmer von Klopstock's Messiade erscheint — wir möchten ihm aber vielmehr die Absicht unterschieben: der christlichen Messiade diesen israelitischen Sinai an die Seite stellen zu wollen. Ohne hiermit eine kleinliche Vergleichung beider Meisterwerke Hervorrufen zu wollen, glauben wir doch mit gutem Rechte sagen zu können, daß Steinheim diese Aufgabe würdig gelöst hat, und daß jedenfalls sein Gedicht neben der unsterblichen Messiade einen hohen Rang einnimmt. Jndeß so sehr wir, selbst aus spezielljüdischem Standpunkt, diese Absicht des Dichters würdigen und derselben uns freuen: können wir doch auch nicht absagen, daß Steinheim auf diese Weise Elemente in das Dichtwerk hereingebracht, welche der Schrift wie dem währen Mosaismus ganz zuwider, also auch völlig fremd sind. Nur in einer von der Zeit bedingten Verirrung des Judenthums fanden dergleichen - Momente der dämonischen Welt, des bösen Prinzips, einen Boden, niemals aber wurden sie/ herrschend und allgemein im Judenthum, und es gab keine Phase desselben, wo sie Kirchenglauben wurden, wie in der christlichen Kirche. Im vollesten Sinne des Wortes stehen sie aber dem reinen MosaismuS entgegen. Wir sind nun zwar keinen .Falls so engherzig, um dem Dichter nicht nachzusehen, was dem Theologen mit Kraft vorzuwerfen. Allein auf so ursprünglichem, rein nationalem und religiösem Boden, wie das Leben Moscheh's,. die Erlösung Israel's und die Offenbarung am Sinai, können wir eine Verpflanzung von ganz fremden, ja widersprechenden Elementen selbst in einer Dichtung nicht gut heißen, und wir sehen es ebenso leicht wie ungern ab, daß dadurch der Dichtung das echt israelitische Gepräge genommen worden. (Schluß folgt.') Zeitungsnachrichten. Amerika. Philadelphia, im September. (Privalmitth.) Auf dem amerikanischen Festlande waren früher in Bezug auf die religiöse Duldung die ärgsten Extreme 'mit einander vereinigt.' Während die vereinigten Staaten das Beispiel der unbeschränktesten Gleichstellung aller Kulte gaben: durften die unter spanischem Szepiter stehenden, ungeheuren Gebiete nur von Römisch-Katholischen betteten werden. Allein

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