Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 1 (7.1.1843)
- Date
- 1843-01-07
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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1 bessern Welt erschienen Sie an unserem Horizont, , und von Ihrem wohlthatigen Lichtstrahle getroffen, regten sich alle Kräfte Jsrael's, und mit einem Feuereifer streben sie alle vereint dem erhabenen Ziele -er Bildung entgegen. Durch Ihre einnehmende Beredsamkeit, noch mehr aber durch Ihren frommen und gottseligen Lebenswandel gelang es Ihnen den jüdischen Gemeinden Zutrauen zu den Maßregeln unserer väterlichen Regierung einzuflößen und mit nicht geringerm Geschicke vermochten Sie die Regierung zu solchen Maßregeln, die allein fähig sind, eine religiöse und nationale Bildung, unter uns vorzubereiten. Unter dem väterlichen Schutze einer sanften und wohlwollenden Regierung ist der jüdischen Gemeinde Odefsa's das Glück, zu Theil worden, auf dem Wege zur wahren, auf Sittlichkeit und ächter Religiosität gegründeten Aufklärung allen anderen jüdischen Gemeinden unseres Vaterlands voranzugehen. Schon sechzehn Jahre erfreuen wir uns einer Anstalt, wo unsere Jugend eine bessere Erziehung genießt, und - sich zu nützlichen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft heranbildet. Wir können daher Ihr edles Streben allen andern jüdischen Gemeinden Rußlands ein solches Glück zu verschaffen im vollen Maße würdigen. Gönnen Sie uns also, erhabener Menschenfreund, für Ihre rastlose Mühe, für Ihr wohlthatiges Wirken zum Heile Jsrael's im Namen unserer Gemeinde, Uyd im Namen aller beffern Glaubensbrüder unfern innigsten Dank durch diese schwache Worte auszudrücken. Genehmigen Sie diesen geringen Beweis unserer Ehrerbietung, diesen schwachen Ausdruck un- . ferer herzlichsten Bruderliebe. Möge der Himmel Sie noch lange zum Glücke unserer Glaubensgenossen gesund und munter erhalten. Möge er Ihnen auch ferner die wohlverdiente Gunst bei den Großen und Mächtigen des Reiches verleihen, und Ihnen ihre Herzen zuwenven, daß Sie bleiben mögen der Schutzengel Jsrael's. Segen begleite Sie edler Mann! Hochzuehrender Herr Doktor! Als einen besondern /Beweis Ihrer Gewogenheit haben Sie ein uns ewig unvergeßliches und theueres Andenken an Ihre Person uns zurückzulassen die Güte gehabt, indem Sie . uns erlaubten durch einen Maler Ihr Bild, wie Sie vor uns im geistlichen Ornate standen, abnehmen zu lassen. Wir glaubten Ihnen für diese Güte nicht besser danken zu können aks-'d-dürch/< "daß/chir dieses uns so theuere Geschenk durch den Steinstich zu vervielfältigen , und den Erlös der zu verkaufenden Exemplare zu wohlthatigen Zwecken zu bestimmen, beschlossen haben. Hochwürdiger Herr Doktor! Erlauben Sie uns noch einen Beweis Ihrer Gewogenheit von Ihnen erbitten zu dürfen. Sie haben zwar Ihre heilige Mission an unserer Gemeinde schon vollzogen. Mit wahrer Erbauung hörten wir Ihren erquickenden Vortrag, der uns die wohlthatigen Absichten der Regierung gegen uns verkündete, von unaussprechlichem Danke durchdrungen hörten, chir Ihre heilbringenden Worte, die uns die wahrhaft väterlichen Gesinnungen unseres glorreichen Monarchen gegen seine Kinder Mosaischen Glaubens mittheilten. Uck aber fernere Berathungen in dieser höchst wichtigen Angelegenheit mit Ihnen.pflegen zu könnenwünschten wir, daß Sie Ihre Rückreise von der Krimm, wohin Sie jetzt zu gehen gedenken, durch Odessa nehmen, damit wir uns noch einmal Ihrer Anwesenheit in unserer Mitte erfreuen mögen. Ihre für uns so schmeichelhaften Äußerungen über unsere Gemeinde und deren Einrichtungen berechtigen uns zu der Hoffnung , daß Sie, uns durch die Gewährung dieser Bitte das Vergnügen Ihres Umgangs und Sich die Ruhe verschaffen werden, die so nöthig ist, um Sie zu fernere Arbeiten zu stärken und gesund zu erhalten/ sMangel an Raum verhindert uns, die hebräische Adresse an Sir Moses und die französische an Herrn Crvmieux mitzutheilem Beide sind würdig und in schönem Style abgefaßt. Die Redakt.j Cherson, 20. November. (Privatm'itth.) Die löbliche Gemeinde zu Cherson am Dnepr hat uns einen ausführlichen Bericht vom Aufenthalte des Dr. Lilienthal daselbst zur Mittheilung in der Mg. Zeit, des Judenthums übersandt. Da wir aber ausführliche Berichte über diesen Gegenstand aus Berdikschew, Mohilew, Odessa bereits gegeben haben, so können wir hier nur einige Notizen geben- Am 27. Oktober kam vr. L. in Cherson an , nachdem ihn eine Deputation des Vorstandes und der-Rabbiner eingeholt hatten. Er hielt denselben Dag eine große Gemeindeversammlung, in der er die Äemüther zur Erfüllung seiner Sendung anregte. Er