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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1843-01-07 · Heft 1 (7.1.1843) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
7 (1843)
Issue
Heft 1 (7.1.1843)
Date
1843-01-07
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 Wendigkeit erkennen, die Ansichten und Absichten, von<Htz neu ausgehend die Redaktion Kr JoMtchk leiM^vow.Zeik MM legM Sr^^hi»Me^^eMjL ich Akteresse einer Redaktion, die sich in ibrer Wirksamkekk ein höheres Ziel gesetzt, die nicht um leidigen Erwerbes oder wüster Ruhmsucht willen ihr- Werk betreibt, sondern, entzündeten Geistes, Leben und-Feuer in die Geister werfen, und wo diese vorhanden, sie erhalten, nähren will; der es um die Hebung und Veredlung alles dessen, was auf ihrem Gebiete liegt, wahrhafter Ernst ist. Und wo läge solches näher, als in einer Zeitschrift, die dem Juden thume gewidmet ist? Wie der Jude überhaupt, so muß namentlich der, welcher mit der Andauung des Judenthums, sei es nun welcher Art es'wolle, sich befaßt, — resignirt sein. Wie er auf keinen äußern Lohn, keine äußere Anerkennung hoffen darf, so kann er auch nicht auf glänzende Realisirüng und Sichtbarwerden der Erfolge, auf hiutretende Verwirklichung seiner Pläne und Bemühungen rechnen. Er muß still und unermüdet die Saat auswerfen-, und dem Herrn überlassen, wie viel er davon zu Früchten reifen lassen wolle: Denn so- 'wot nach außen kann er nur sehr langsam Resultate in den Emanzipationsbestrebuugen und Emanzipatiouskämpfen erwarten, und feine eigene Thätigkeit wird am Ende selbst bei glücklichen Errungnissen ganz verschwinden: als auch nach innen die Thatsachen nur in - sehr allmäligen Maßen seinen Mühen entsprechen werden, weil hier die Zerfallenheit, did Zerstreuung des jüdischen Körpers entgegendritr, die Leidenschaften, die sich allerorten , vereinzelt, aber nichts destoweniger heftig, kund thun, und die unendlich divergirenden Meinungen hinzugrrechnet. Wie Viele Täuschungen sind da aufbewahrt, wie viele nutzlose Anstrengungen reiben die Willenskraftoch! Was ist es da allein, was aufrecht, unermüdet, stets wachsam und -lebendig, stets mit gleichem Feuer und unverminderter Kraft erhalten kann? Die Gewißheit, einem hohen, erhabenen SieU anzustreben, einer heiligen Sache zu dienen! Die Ueberzeugung, doch ein Werkzeug der ewigen Weisheit zu sein, die Alles zur rechten Zeit zu Ende fuhrt! Diese sind es, die immer wieder glühende Begeisterung durch die Adern des Geistes gießen, immer wieder die Pulse des Herzens erheben und voll und kräftig schlagen lassen. Vor diesen fallen Verkennung und Verleumdung .in Nichts, Mißachtung wird mißgeachtet, Alles gestaltet sich zum Besten, und die Schwächen der Gegenwart verschwinden vor-der Größe der Zukunft! Als die Journalistik zuerst innerhalb des Judenthums auftrat (tp»»^ 1783—1811), hatte sie das Amt,-vermittz^jdchjPiMr der atzen WeishE Mrch^uM der nerWÄHkechAftlichkeit, die sich eine PfovLe iHOe Me Burg geöffnet, zu wirken. Dies erkennt ein Jederder nur jenen ehrwürdigen „Sammler" in die Hand nimmt. Darum wurde in hebräischer Sprache nicht bloß gedichtet ’ und gesungen auf die Weise der europäischen Sprachen, sondern auch griechische Geschichte,. Aesthetik, Naturlehre, Pädagogik ff. vnrgeiragen. Nachdem aber das Studium der Wissenschaften bei den Israeliten so gewachsen, daß es das Medium der hebräischen Sprache, im westlichen Europa wenigstens, nicht mehr bedurfte, ja, nicht mehr ertrug, zog sich die Journalistik im hebräischen Gewände von dem Felde der profanen Wissenschaft zurück, und beschränkte sich immer mehr auf das jüdisch-literärische, bibliographische, biographische, exegetische rc. Gebiet, höchstens hie und da Correspoudenzen über gegenwärtige Erscheinungen, Institute ff. hinzufügend (üwn nia>2 1820—1832, tna 1833 ff., nbshn na pv£). Neben diesen begann min die jüdische Journalistik, dem obwaltenden Bedürfnisse gemäß, auch Ln das deutsche Gewand sich zu kleiden. Die „Sulamith" und die „Jedidja" eröffneten den Reigen. Zwar trat Ln diesen das Element der Gegenwart schon bedeutsam hervor, und es wurden Ln ihnen Nachrichten über die neuesten Ereignisse zusammengetragen, so wie mit Aufsätzen auf vorliegende politische, pädagogische und antiquarische Fragen fortgefahren wurde. Allein wie jene Nachrichten noch höchst ungenügend und mangelhaft blieben, und den Kern der Erscheinungen noch nicht erfaßten, sondern auf friedlicher Oberfläche schwebten — womitdie wesentlichen Verdienste jener Zeitschriften übrigens durchaus nicht angetastet werden sollen, wir sprechen hier mehr vom jetzigen Standpunkte — so konnte das unregelmäßige, seltene und seltenere Erscheinen der Hefte, ihrer Tendenz als Zeitblätter nicht genügen. Gleicherweise erstanden auch jüdische Zeitschriften »streng wissenschaftlicher Tendenz, von denen die eine, weniger in's Leben greifend, (Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums) bald einging, da der Jünger eines deutsch-wissenschaftlichen Judenthums noch wenige waren, die andre (wissenschaftliche Zeitschrift für Theologie) in sehr zwanglosen Heften langsam noch jetzt erscheint. An diese schloß sich ein Journal lediglich politischen Inhalts (der Jude), so wie ein andres nur homiletischen und pädagogischen Inhalts (das israel. Predigt- und Schul-Magazin), endlich von unbestimmtenr Gehalte, die nur kurze Zeit bestanden, Zion (Berlin), Füllhorn (Bam-

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