Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 7 (1843)
- Issue
- Heft 1 (7.1.1843)
- Date
- 1843-01-07
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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vii. Jahrgang. Allgemeine No. 1. EtN > -> V,; ,: unparthejisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: . : / Verlag, von . . ' . - i irr. Ludwig PHLlrppson, Baumgärtners Buchhandlung Rabbiner zu Magdeburg. Leipzig. , (Mit König!. Sächsischer allergnödigster Concession.) ' - .! ' Leipzig, den 7. Januar 1843. ' Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen'in Quart incl. deS Titels, Registers ms.'w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselbe.n die allgemeinste Verbreitung zu. geben, ist der Preis äußerst n.iedrigr mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate .— 22 i Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angefetzt worden.' 'Alle Buchhandlungen, Postämter und Aeitungserpeditionen nehmen Bestellungen an; der Harptspedition für-beide Letztere hat sich die König!. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. / ' ln 1) alt. Leitender Artikel. Die Grundsätze der Redaktion. Literatur r Die drei Mosarden. . Zeitungsnachrichten. Afrika: aus den' Barbareskenstaaten. Rußland und Polen: Magdeburg. Odessa. Cherson.' : Deutschland: Offenbach.. Nassau.. Mainz. Preußen: Köln. Berlin. Posen. Literar. Nachrichten: Kleinere Schriften. Predigten- und Erbauungsschriften. Leitender Artikel. , Magdeburg, den I. Januar. Das Publikum eines Zeitblattes ist zu großen Theilen ein wechselndes, im Laufe der Zeit treten immer neue Leser heran, alte treten ab, und nur wenige erhalten sich ein l^roßes Zeitmaaß hindurch.. Wenn man hat berechnen wollen, daß der Mensch nach ungefähr sechs Jahren einen ganz neuen Leib angezogen, indem durch Absorption der . alten und Annahme neuer Theile die Stofflichkeit des Menschenk'örpers in gedachtem Zeiträume eine ganz neue geworden: :so gilt dies vom.Lesepublikum eines Zeitblattes ungefabr auch. Neben dieses Schicksal einer Zeitschrift tritt noch das andere, daß 'sie viel schneller durchblickt, 2iel seltener wiederholten die Hände genommen, und ihr Inhalt im Ganzen viel schneller vergessen wird, als-ein abgeschlossenes, eigenes Schriftwerk. Für 4en Vortheil, immer. neu, immer reproduzirt zu sein, hat eine Zeitung de» Nachtheil, daß ihre vorangegaugenen Gaben schneller alt werden. Es. liegt in der Natur der Sache, daß dieses Schicksal zum Theil verdient, ist, .da ein Zeitblatt. Vieles bringen muß, was nur das Interesseeines Tages in Anspruch nimmt, was. nur.unter obwaltenden Verhältnissen eine Bedeutung, besitzt, Vieles, was sich, anfänglich als bedeutend ankündigt, und aus welchem sich lange das, nicht entwickelt, was beim ersten Blick daraus her-, dorgehen zu wollen schien, stine . Zeitschrift, jedoch, -die chcht bloß Neuigkeiten, nicht bloß die Gegenwart speziell Berührendes vorlegt, sondern auch auf, ihrem- Gebiete MgtWiires, allgemeiner, bleibender Fragen Beantwortungen, wird jenes Schicksal in diesen Theile« nicht verdienen.; ■; ./:•<, . . Wohin diesem Bemerkungen führen sollen? Sie sollen uns bei unsren gegenwärtigen Lesern entschuldigen, wenn wir uns heute'veranlaßt finden, über uns selbst zu ihnen zu: sprechen. Kurz nachdem die-^-Mg..ZM.'-eS.Jude.w.- thumS begründet worden, legten wir, in einem längern Aufsätze „die Grundsätze der Redaktion" dar. Mo. 4L. 47. 53. 65. 73. 92. 95. 4837.) Sechs Jahres die darüber gegangen, haben Liesen bei dem altera Theil unsres Publikums vergessen gemacht, und die jüngeren TheLlnehmer kennen ihn gar - nicht. Nimmt man .nun Hier!hinzu, daß wenn -auch Geist und Richtung dieselben geblieben, . die Erfahrung und dasBedürfniß doch an den Bestrebungen stets modeln und umsetzen, von der andern Seite aber die Redaktion, als der Steuermann des.Schiffleins, immerfort in Klarheit und Bewußtsein vor ihrem Publikum stehen muß, soll dies ihrer Leitung fernerhin vertrauen: so-wird man die Roth-