Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 95 (26.10.1839)
- Date
- 1839-10-26
- Page
- Seite 556 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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556 Wonne durchstrahle die Brust, Jubel verkünde der Mund; Denn noch preisen die Lippen des Enkels die Andacht der Väter, Dankend glühet das Herz, segnend der Vater im Grab. — Eschwege, den 14. Dec. 1838. Ritz. Anzeiger. Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 Gr. Gebühren sür die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum ausgenommen. Die Verlagshandlung. In allen Buchhandlungen sind durch I. F. Bärecke, in Eisenach, zu haben: Predigten, Consirmations-, Trau- und Schuleinführungs- Reden, von Vr. M. Heß, Land-Rabbiner zu ,Stadt- Lengsfeld. Erste Sammlung, geh. Preis 20gGr. preuß. Ein geprüfter Lehrer, der außer den hebräischen Wissenschaften auch in den übrigen Zweigen Bildungsfähiger Kenntnisse, unter Andern in der lateinischen und französischen Sprache, auch in der Musik zu unterrichten im Stände ist, sucht sogleich oder zu Ostern eine Lehrerstelle. Derselbe würde allenfalls auch geneigt sein, bei passenden Veranlassungen geeignete Vortrage in der Synagoge zu halten. Nähere Auskunft ertheilt gefälligst die verehrte Redaction, unter 8. B. 8. An die resp. Leser'der Erklärung dee Herrn Julius Fürst in No. 93, Seite 528 der Allgem. Zeit, des Judenthums. Im „Allgem. Archiv des Judenthums" Seite 89—96 suchte ich darzurhun, daß die Concordanzen von Buxtorf und von Fürst incorrekt und unvollständig, und zum Nachschlagen nicht geeignet sind. Nachdem Herr Fürst schon früher, bei Ankündigung seiner Concordanz, die Buxtorfsche für unbrauchbar erklärt, glaubte ich meine Beweise zunächst auf die Fürst'sche richten zu müssen, indem ich vorläufig in der 1. Lieferung seiner Concordanz 47 fehlende Bibelstellen, etwa 25 orthographische und einige andere Fehler veröffentlichte; ich sagte dabei wörtlich: „ich vertraue der Wahrheitsliebe des Herrn vr. Fürst, daß er meine Ausstellungen nicht misdeuten werde." — Herr Fürst hat nun aber keine Wahrheitsliebe fühlen wollen, und fällt über meine Dreistigkeit wüthend her, und das auf eine so mjuriöse Weise, wie sie Glasbrenner gewissen Eckenstehern, und N. polnischen Brandtweinschenken aneignet. Seine Zurechtweisung konnte er jedoch nur auf 5 von den nachgewiesenen fehlenden Bibelstellenbeschränken, indem diese allerdings nicht fehlen; also die übrigen räumt' er stillschweigend ein. — Zugegeben! Doch muß ich bei “p.a Seite 23 der Concordanz auf die falsch bezeichnete Stelle', und su-sprfbtf auf zwei unrichtige Angaben in obiger Erklärung aufmerksam machen; in Beziehung auf NYX, Num. 24, 20. 24, hingegen bemerken, daß,, mag auch Hr. Fürst bei Erklärung dieses Wortes an gedachten Stellen dem Ges. Lexkcon u. A. zu folgen seinen Grund gehabt haben, gleichwohl beide Stellen auch in der Hauptrubrik schon darum nicht fehlen durften, weil Raschi — doch auch wohl eine Autorität — und Onkelos diese Bedeutung nicht zulassen wollen, eine praktische Concordanz aber vor Allem unpartheiisch zu achten hat, daß das Nachschlagen, nach allen Ansichten anerkannter Grammatiker leicht geschehen könne. Buxtorf war so bescheiden, seine Ansichten dem Publikum nicht aufzudringen; ich meines Theils pflichte Rascyi's Regel über vollkommen bei, und übersetze daher ny.rr Num. 24, 20. 24. nicht „Untergang", was auch Raschi und Onkelos nicht thäten. — Wie steht's nun ferner mir den übrigen 42 und resp. 25 und den andern Fehlern? In den folgenden Heften des „Archivs" werde ich die Ausstellungen fortsetzen, deren ich bis jetzt mehrere Hunderte gesammelt habe. Hier nur noch die Frage an Kenner: Kann eine Concordanz auf diese Art, und ohne alle Kenntniß oder Beachtung der Massora bearbeitet, vollständig heißen und den Namen einer hebr. biblischen führen?- Auf die Schimpfreden des Hrn. Fürst antworte ich böns btnsin b'D und daß ich weder dieses ehrenwerthe Blatt zum Gemeinplatz machen, noch mich durch Nachahmung besudeln mag. Mendelssohn sagte: „Wer da streitet, kann unrecht haben, wer dabei schimpft, hat gewiß unrecht, aber Salomo der Weise lehrt: bN inbiNS." — Uebrigens tröstet mich der Talmud 'pabMtt ‘psV)2 1^81. Der Herr Redakteur der Allg. Zeit, des Judenth. schreibt mir folgende Worte: „In wahrhaftem Sinne hat mich die Erklärung Fürst's wegen ihrer gemeinen Abfassung empört. Hatte dieselbe mir Vorgelegen, so würde ich sie nicht so haben abdrucken lassen. So aber war sie dem Buchhändler als Annonce übergeben." — Berlin, im Oktober 1839. vr. Jeremias Heinemann. Druckfehler: In No. 88. S. 456. Sp. 1. Z.7. v. o. muß es heißen: „den Herrn Masol-Tob, Boneto genannt, prakt. Arzt rr. In No. 90. S. 478. Sp. 1. Z. 15 v. o. muß es ^heißen: „einen geknechteten, niedergetretenen, umbaueten Menschen zu bezeichnen, umbauet rc." In No. 91. S. 491. Sp. 2. Z. 25* r>. o. muß es „Filehne" heißen. In No. 92. S. 505. Sp. 1. Z. 11 v. o. muß es heißen,: „welche dem Rabbinismus keine durchaus bindende Kraft zugestehen." In der Esterka: S. 509. Sp. 2. Z. 2 v. u. „falben" statt „halben." S. 511. Sp. 1. Z. 22 v. o. „glüh'n" statt „blüh'n."