Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 89 (14.9.1839)
- Date
- 1839-09-14
- Page
- Seite 469 (sequence 9)
- Language
- German
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469 Neumond ist, singt man 10) ^bNLü a^inbi* von Gab Ravel und 11) bnas büb. ib^s (das auch in den Salonichischen und den griechischen Ritus ausgenommen worden) von Jacob; beider Piurim gehören auch zum Synagogal-Gottesdienst, s. oben Sabbat und Neumond. Am Sabbat Chanuka wird 12_). mba Nüb bi?rr von Jacob Lunel rezitict. Am Ausgang des Sabbat folgt auf 13)!-;m372 DV' b*xi7ja und 14) vbb'' püw rpaiö» — wovon ersteres dem germanischen, letzteres dem römischen Siodur gekört — das bekannte, um vier Strophen verlängerte, 15) b:*ba72tt und das alfabetische 16) ü"a:n TN^bü, das früher in der Spnagoge rezitict wurde (Abudraham). Alsdann die Strophe ''H'adri, Nübvb “»n ■»biDfi*, n:n rnnDD Tib^n, das Gebet bnn.ütü und die von verschiedenen BibelsteUen eingeschloffene Habdala. 4) Festtägliches. Kiddusch stimmt völlig mit dem allgemeinen Ritual; m der Habdala heißt es ÄTbpNi ^Ym!i vor Zu den Tischliedern gehören: l?)^^« ^b3b Tbiü/a (das sich auch in römischen Siddurim findet), 18) bnü, das bekannte 19) NtI'' üTN b^bü; insbesondere für. Pesach sind: 20) trbüa -si722 und 21) a^Nbb ba T^apnib von Jacob Lunel. Am Abend des Neujahrfestes ißt man die im Abudraham angegebenen acht Sachen und spricht darüber die dort befindlichen acht kurzen Jehi razon. In. der Pesach-Hagada, deren Recension fast ganz sich der sefardischen anschließt, bemerkt man in der Abtheilung vor der Mahlzeit nur unbedeutende Abweichungen vom germanischen Ritus, als: ba bübiirb fiwnao pbTfi; in dem Mal) nischtannah steht das pb327b voran, wie bei Maimunk; ebendaselbst gegen Ende: pbbTü i:a prrTTdT. Im Abadim hajinu 1:« pW statt T2ü In dem Abschnitt 32NrTb.bTü (Jerus. Talmud und Mai. muni) statt aariü. In dem nir^'73 tb7:a (das bei Maimuni fehlt) ist auch noch “p vor VN^nbü (nichts davon bei Abudraham), und am Ende heißt es nicht rpa Nb"N3N, sondern (mit Abudraham und den Sefardim) Vbpan n^a, umgekehrt aber am Schluß des N732 nnrr b*. In dem Abschnitt TT N273 ist dem vbübT — wie Maimuni und der sefardische Ritus haben — noch bb3 hknzugefügt. In dem ‘■j3'12b scheinen die sieben Lobpreisungen, die die Mischna (Pesachim 10) nach der palästinensischen Rezension hat — und denen Maimuni nur bbnbi hinzufügt —, der ursprüngliche Text zu sein. Auch Abudraham, der sefardische und der provenzalische Ritus, so wie Mordechai — der öbpb für das achte und für Zuthat erklärt — haben sieben, nur daß die beiden letzten, statt Via NL2 heißen: obp Wt. Nur die babylonische und'die germanische Rezension hat neun, nämlich noch ftb* *p3 zu den sieben der Sefardim. Die Erinnerung an Hillel wird gesprochen wie bei den Sefardim. — Nach dem Tischsegen,' in dem p2Ä, werden die Verse Ps. 35, 6. 69, 23 hknzugethan, aber Klagel. 3, 66 fallt aus. Jehalelucha kommt zuletzt, wie im sefardischen Ritual, und gleich darauf rrdba , Nun folgen zwei alfabetische Gedichte — welche das 3b Ta und das y?ni* des italischen und des germanischen Brauchs vertreten —; das erste hebt an: a^bLn nvs a>bD2S aw« pb^a mbTb N32 aböan li*^ i^Oi*, das zweite: •’TbTa naiö pü 'rpa«, worin der je zweite Vers eine mit pbü beginnende Bibelstelle ist. Dahinter wird ü^bb -rn rezitkrt, das der neuere germanische, nicht aber der italische Ritus kennt. Weder bvn noch!bM ib ■’b sind im Gebrauche. — 5) Trauungs-Ritus. Der Vorbeler rezitkrt Ps. 121 ganz oder nur Vers 1 bis 4, und Ps. 21, 4 und die Verse: NT2bp73 ib ^ni nm ■’innb rrnsi mabbi rr« .bi*b*b'lT lbl373 nba Der Bräutigam verrichtet den Trauungs-Act, indem er der Braut den Ring an den Finger steckt, mit der Formel Hare at u. s. w., und spricht hierauf folgendes Gedicht: irabp ■'rissa 3. abiüi pnpTan 2. ^nübpb üb 1. ibaabT t)br*3 anb?o pnbö ■’nbm ■»mn» Ü2 NT ^bTb bipT 3NT •’bTD T723 ‘’DbTn ^72TÜ1 .ü->bbr bb> bbbn .a^bUrröT a^TbL »a^bb^ “»nphi welchem sich die Verse Hohelied 2, 8. , Ps. 16,11. Sprüche 4, 9 anfchließen. Nach einigen Ritualien auch noch Pf. 24, 4; beide Verse haben Bezug auf die alte Sitte, Braut und Bräutigam zu bekränzen. Nun folgen zwei Berachot (■p* und Irwin bs>), ein Piut ^2^ ^b P2bn dü, ein ächtes Liebesgedicht, dann die Verlesung der Ketuba, die Verse Ps. 24, 1. 133, 3. und die sieben Berachot.. Vom Sabbat nach der Hochzeit siehe oben die Sabbate, No. 14.— 6) Verschiedene Feierlichkeiten. Für eine Beschneidungsfeier enthält das Ritual 6 Pkutim: 1) T3W« *b>bi •’nü von R. Josephte Milhau; 2) inaiü n.bdü, mit provenzalische» Versen gemischt, z. B.:!bb372Tp tbttiirü •‘’i* Öbdü (a este commaade) Tnbby bto mbdb ibTTdb ÜS d^bü (a Dieu n’osoit*) pas refuser); TnDbn btoa Vnab 3) W nb5> ü3 Tb^Tü (Salomo); 4) bi bab »'»aiaa halb französisch, von Mordechai, z. B. bs> T3T3b .pm pbs ''b'^i p» *(Un verre plein de vin) *) Vielleicht richtiger: n'avoit. 89*