Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 87 (31.8.1839)
- Date
- 1839-08-31
- Page
- Seite 440 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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440 Durch alle Behandlungen ist zu beziehen: Was hat Mohammed aus dem Judenthume ausgenommen? Eine von der k. Preuß. Rheinuniversität gekrönte Preisschrift. Von Abraham Geiger. 1833. 215 S. gr. 8. Preis 2 fl. ~ Diese von den bewährtesten Kennern (Ewald in den gött. gel. Anzeigen 1834 No. 44; v. Hammer in den Wiener Jahrbüchern Bd. LXVI1I; Hartmann in dem theol. Lit. Blatte zur Allgem. Kirchenzeitung 1835. No. 9 und 10, 6e Sacy im Journal des Savans, Mars 1835 u. A.) mit gebührendem Lobe angezeigte Schrift verdient gewiß, besonders bei dem jüdischen Publikum , wegen des intere;ianten- Gegenstandes und alö erste Schrift des seitdem zur Genüge bekannten ^Verfassers auszeichnende Beachtung. Frankfurt a. M., Juli 1839. Jäger'sche Buch-, Papier- und Landkarten Handlung. Der Unterzeichnete besttzt eine bedeutende Sammlung hebräischer und rabbinischer Werke zum Verkauf. Freunde dieser Literatur sind ersucht sich wegen ihres Bedarfs an ihn zu wenden. Auch kauft und tauscht derselbe alte und neue Schriften gern ein. Dr. I. Heinemann in Berlin, Neue Friedrichsstraße No. 102. nawn ^3» mrp*5D Israelitisches Gebetbuch für Buß- und Fasttage auf das ganze Jahr. Geordnet und mit Übersetzungen vermehrt von <£♦ C. Blogg. Hannover, 5600. gr. 8. broch. 1 Thlr. Gedruckt und verlegt in der Königl. Hofbuchdruckerei bei E. A. Te.lgene.r. Erziehlmgs- und Pensions-Anstalt für Israeliten. Mit dem Herbste dieses Jahres wird Unterzeichneter dahier eine-Erzichungs- und Pensions-Anstalt errichten; und glaubt derselbe, bei dem ausgezeichneten Rufe, dessen sich die hiesigen höheren Bildungsanstalten, wie namentlich das Lyeeum und die polytechnische Anstalt, auch im Auslände zu erfreuen haben, den Wünschen auswärtiger israelitischer Eltern und Vormünder entgegenzukommen, wenn er denselben hierdurch.Mittel und Gelegenheit bietet, ihre Kinder und Pfleglinge neben dem Besuche jener Anstalten, zugleich unter eine beständige Aufsicht und Erziehung gestellt zu sehen. Die Zöglinge werden nämlich den ganzen Tag hindurch außer ihren Schulstunden unter der gewissenhaften Aufsichtdes Unterzeichneten zubringen, mit dessen Nachhilfe ihre Schulau^aben bearbeiten, unter dessen Leitung, ihre übrige Zeit mit "angemessenen Beschäftigungen, unschädlichen Spielen, Spaziergängen ff. ausfüllen. Außerdem wird derselbe seinen Zöglingen einen, je nach dem verschiedenen Alter und künftigen Berufe derselben gemeinschaftlichen Religionsunterricht ertheilen, sowie auf besonderes Verlangen, Privatunterricht in sammtlichen, in den Kreis der höheren Bildungsanstalten gehörigen Realwiffenschaften und Sprachen. Unterzeichneter wird es sich dabei zur besonder» Pflicht und Sorge sein lassen, bei einer liebevollen Behandlung, die Geistesanlagen der ihm anvertrauten Zöglinge durch angemessene Verstandesübungen, zu entwickeln, in ihrem Herzen die Liebe zur Tugend und Religion zu wecken, und lebendig zu erhalten, um sie so für ihren künftigen Lebensberuf gehörig vorzubereiten, um sie zu guten Bürgern und achten Israeliten hecanzubilden. Eltern und Vormünder, welche den Unterzeichneten mit ihrem gefälligen Zutrauen beehren wollen, werden gebeten, sich gefälligst wegen der nähern Bedingungen unter der unten bezeichnten Addresse portofrei, und zwar in möglichster Balde an denselben zu wenden, weil man vorerst nur eine beschränkte Zahl von Zöglingen aufzunehmen gesonnen ist, und somit nur die frühem Anmeldungen berücksichtigen kann. Karlsruhe, den 9. August 1839. Benjamin Millstätter. Kronenstraße No. II. Eröffnung einer Peusiousanstatt. Zum Herbste d. I'., bin ich gesonnen eine Pensionsanstalt zu eröffnen. Die mir anvertrauten Zöglinge werden neben sorgfältiger körperlicher Pflege-, liebreiche Aufnahme in einem freundlichen Familienkreise finden, und mein Streben wird stets dahin gehen, die sittliche religiöse Bildung, derselben mit der wissenschaftlichen gleichmäßig zu befördern. Die Verhältnisse am hiesigen Orte sind vorzüglich geeignet, dieses Ziel mit Glück zu verfolgen, denn, erlaubt mir meine Stellung an der unten erwähnten Anstalt auch nicht, dieselbe lobend zu gedenken, so darf ich doch mit der größten Unpartheilichkeit die Behauptung wagen, daß sie die jüdischreligiöse Bildung, auf eine höchst zweckmäßige Weise mit der schulwkssenfchaftlichen vereinigt, wovon, wie ich mir schmeicheln darf, die erste am 3. April d. I. abgehaltene öffentliche Prüfung, vortheilhaftes Zeugniß abgelegt hat. Knaben aber, welche dieser Schule bereits entwachsen sind, finden kn der hiesigen höhern Bürgerschule und im Gymnasium und Erwachsene in der Handels-Akademie, Mittel für ihre fernere Ausbildung, wobei ich neben der Beaufsichtigung der häuslichen Arbeiten, den besonder» Unterricht im Hebräischen selbst leiten werden. Diejenigen verehrten Eltern und Vormünder, welche mir ihre Kinder und Mündel anzuvertcauen gesonnen sind, belieben wegen der Bedingungen sich schriftlich an mich zu wenden. Danzig, im August 1839. vr. B r a m, Direktor der israelitischen Gemeinden- und Freischule und iftaelirsschcr-Prediger der hiesigen Gemeinden.