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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-08-17 · Heft 85 (17.8.1839) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 85 (17.8.1839)
Date
1839-08-17
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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Literatur. Archäologie. Homiletik. Literaturgeschichte. Biographische Notizen von jüdischen Gelehrten und Künstlern, von Dr. Carmoly zu Brüssel* *). 1. Jehouda Ben Jfhak, ein sehr tüchtiger Virtuos, lebte zu ***, gegen den Anfang des sechszehnten Jahrhunderts. Unter der Zahl seiner Werke befindet sich die Abhandlung über Musik des berühmten Omar Aben'lzalat, die er aus dem Arabischen in's Hebräische übertrug, und unter den hebräischen Manuskripten der königlichen Bibliothek zu Parks, ancien fonds No. 207 sich befindet. 2. Rosfi (Salomon de), geboren zu Mantua, gegen das Ende des vierzehnten Jahrhunderts, stand in großer Gunst am Hofe des Herzogs von Mantua, wo er sich frühzeitig durch die Ausführung mehrerer musikalischen Kompositionen bemerkbar machte. Im Jahre 1623 veröffentlichte er zu Venedig ein Werk unter dem Titel: Gesänge von Salomon, Hymnen und Psalme für 3, 4, 5, 6, 7 und 8 Stimmen. 3. Soesman (Eleasac), Professor der hebräischen Grammatik zu Amsterdam, daselbst geboren 1700. Nach vorzüglichen Studien, widmete er sich dem Jugendunterricht, eröffnete ein Pensionnat für junge Leute, und gab in flamländischer Sprache Unterricht im Hebräischen. Man hat von ihm folgende flamlandische Schriften: 1) Vaw "iNN, hebräische Grammatik, um in kurzer Zeit ohne Unterricht die Kenntniß. dieser ältesten und vorzüglichsten Sprache zu erwerben, von Eleasar Soesman, mit einem Zeugniß des Prof. Corneille -Hugues Vonk, bei Arnold van Huyssteen 1741. gr. 4. S. 188. Er widmete dies und die folgenden Werke Sr. Majestät dem Könige von Preußen, welchen er seinen Wächter-Engel nennt; dieser Widmung vom 15. März 1741 folgt eine andre an verschiedene Professoren oder Liebhaber der hebräischen Sprache, vdm 15. Jan. desselben Jahres. 2) Flamländisch - hebräisches Wörterbuch, enthaltend alle Wörter, die sich im Urtext des A. T. fin¬ *) Indem wir für diese Einsendung herzlich danken, freut eö uns, hierdurch mit Herrn vr.C. in Verbindung getreten zu sein, und bitten um Fortsetzung. Die Redakt., den, mit flamländischer Uebertragung, nach den verschiedenen Bedeutungen der Wörter; zugleich eine Angabe aller hebräischen Ausdrücke für jedes flamlandische Wort. Als Folge des vorhergehenden, S. 90. 3) Hebräisch-flamländisches Wörterbuch, enthaltend alle Wörter ff., mit dem vorhergehenden gedruckt, S. 145. Der Vers, begnügt sich, bei jedem Ausdruck den Sinn, den man .ihm gewöhnlich giebt, zu bemerken, ohne sich in eine Untersuchung über die.Bedeutung oder Anwendung des Wortes einzulassen. Die Phrasen berührt er nicht. 4) Chaldaisch-flamlandisches Wörterbuch, enthaltend alle chaldaische Ausdrücke, in der h. Schrift. Als Folge des vorhergehenden, S. 146—160. Der Dr. Vonk bemerkt in der kurzen Vorrede, die er die-- sen Werken vorangestellt, daß er in keinem Andern seiner Glaubensgenossen einen gebildetem Charakter, einen angenehmem Umgang, eine feinere Imagination, noch ein tieferes Wissen als in der Person des Verf. gefunden; er zieht dessen Werk denen von Amama, Leusden, Everard von der Hoogt, die auch flamländisch-hebräische Grammatiken geschrieben, vor. 4. Didace Pirro, sonst Jacques Flavio genannt, geboren zu Evora, 1517, von israelitischen Eltern. Noch zarten Atters war er gezwungen arrszuwandem, um den religiösen Verfolgungen zu entgehen, denen er in Portugal ausgesetzr war. Er verlebte den größten Theit seines Lebens zu Ragufa, und starb 1607, in Eastel nuova. Er war einer der besten lateinischen Dichter seines Jahrhunderts, das deren sehr ausgezeichnete befaß. Ehe er sich zu Ragusa niederließ, schloß er Freundschaft mit einigen italienischen Gelehrten, wie Gregokre Giratdk, Paul und Aldus Manutius, und kannte besonders den noch sehr jungen Tasso, dem er eine Elegie über Frauen und Liebe widmete. Dennoch erwähnt seiner kein Geschichtsschreiber der italienischen Literatur, er wird unsres Wissens selbst von keinem der Schriftsteller - citirt; die sich mit den portugiesischen und israelitischen Autoren beschäftigten. Der einzige vielleicht, dev von ihm gesprochen, ist Appendmi , in feiner politischen und literarischen Geschichte der Ragusankr; und so war es dem Thomas C Herfa aufbewahrt, uns das Leben eines Schriftstellers zu geben, der einen so ausgezeichneten Rang in der lateinischen Poesie einnimmt. S. Dell* Tita et degli scritti di Didaco Pirro coimnentario etc; Florenz 1826*. 8. Man hat vorgegeben, daß Flaviospäter feiner Religion entsagt habe, Herr Ehersa widerlegt diese Meinung,

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