Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 81 (20.7.1839)
- Date
- 1839-07-20
- Page
- Seite 359 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3224737-3225013-3225095--02028-3234585- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
359 bescheidner, und in seinem Wandel als Rabbine demüthiger zu sein; das wäre mir der liebste Dank. Und ein solches Wesen geziemt insonderheit dem Weisen Israels- und seinem IüngernM Hamburg im Juui 1839. - Dr. Gotthold Salomon. Literatur. Bücherschau. (Fortsetzung). Er hat späterhin Gesetze gegeben über die Einsetzung von Königen, da er diese doch früher gänzlich verbot sindeß war dies nur eine Concession, die er dem Vplkswillen und den geschichtlichen Verhältnissen machte). Es wurden auch im Laufe der Geschichte Veränderungen getroffen. Moses bestraft den Dieb mit Vier- und Fünffachem (2 B. Mos. 22, 1); Salomon, als die Nation reicher geworden, mit Siebenfachem und. darüber (Spr. Sal. 6, 31). (Diese Stelle giebt die Strafe eher als in unbestimmter Menge an). Moses verbot den Priestern den Wein, wenn sie in's Stiftszelt gehen, (3. B. Mos. 10, 9). Ezechiel, wenn sie in den innern Vorhof gehen (44, 21). (Auch hier bedenkt der Verf. nicht, daß der, innere Vorhof des Tempels sich ganz wie das ganze Stiftszelt verhielt, da der äußere Vorhof des Tempels für das Volk war). Nach Moses (3. B. Mos. 21, 14) soll nur der Hohepriester keine Wittwe nehmen, nach Ezechiel (44, 22) kein Priester. (Ezechiel geht nicht genug in's Spezielle.) Dann spricht er von den öfter erwähnten „königlichen Rechten," welche nichts anders sein könnten, als Gesetze, von den Königen gegeben. sAuch da früge es sich noch, ob Veränderungen, oder nur Erweiterungen gegeben wurden.) — Reden. — Earel Asser. Geb. 15. Febr. 1780 zu Amsterdam. Sein Vater war Ritter des Löwenordens, und hatte an der Gesetzgebung des holländischen Handels vielen Antheil. C. Asser studirte die Rechte, und ward zu Leiden Dr. jur. utr. nach der Vectheidigung seiner Dissertation 1799; er wirkte zuerst als Advokat. 1809 ward er Chef des Bureau des Rechnungshofes; 1811 Friedensrichter des ersten Kantons von Amsterdam, 1817 Referendar der ersten Klasse des Staatsrathes, 1831 Sekretair des Justizministeriums. Schon früher war er Mitglied der Kommission für die Nationalgesetzgebung, und als solcher bearbeitete er mehrere legislative Fragen. Eben so strebte er stets eifrig für das Wohl seiner Glaubensgenossen, war Mitglied der jüdischen Gesellschaft feiix Liberale, und richtete 1807 ein Memoire über die Juden an den König Ludwig. Er starb den 3. August 1836. — Im Jahrgange 1838. — Reden — Beitrag zur Kenntniß der Lepra. — Die Juden in der Berberei; in China. —• Hebet einige Mißbräuche in dem Gottesdienste, und die Verbesserung derselben. 1) Anfang und Ende des Gottesdienstes genau zu bestimmen und zu halten, > und nicht nach Gutdünken Hereinzukommen und Fortzugehen. 2) Chöre; Vermeidung alles unpassenden Gesangs. 3) Abschaffung des Mizwotverkaufs. 4) Verminderung der Mi scheb. — Etwas über die Musik der Hebräer. — .Ueber die Essäer. — Ueber die Nothwendigkeit des israelitischen Religionsunterrichtes. — Ueber israelitische Predigten in den Niederlanden. — Außer diesen finden sich noch Parabeln, Gedichte ff.— Die Uebersetzungen sind: Predigten von Salomon und I. Wolff; über den Namen Juden aus der Allgemeinen Zeitung des Judenthums, über. Sanchuniaton, ebend.; Berichte der Griechen und Römer über die Juden, aus dem Israelitischen Predigt- und Schul-Magazin; das Leben des Judenthums aus Gekger's Zeitschr. f. W. Th., über die israelitischen Gebete, ebend.; über die Kabbala von Munk; einige Stücke von Lamartine; ff. Aus dieser Darstellung wird man eben erkennen, daß eine allmählige Steigerung der Theilncchme an den Tagesfragen in den Jaarboeken statt findet, daßsie mit Ruhe und Sicherheit abgehandelt, und durchaus nicht zu Gegenständen des Streites gemacht werden. So bieten sich die Jaarboeken als das geeignetste Organ dar, die Resultate der Zeit, so weit es nicht durch deutsche Schriften geschieht, in Holland gang und gäbe zu machen. Hierin mag " der verdienstvolle Herausgeber nicht erkalten. 44) Hauptmomente des Alten Testaments, in lithographlrten Bildern nach Raphael Heft I: II, dem hochwürdigsten Herrn Dr. Gotthold Salomon, Prediger am israelitischen Tempel zu Hamburg, ehrfurchtsvoll gewidmet von Leopold Dick in München, gr. Querfölio. Der Gedanke, den vielen Bildern aus dem Neuen Testamente, welche den christlichen Glaubensgenossen eine biblische Zimmerverzkerung verschaffen, eine ähnliche Sammlung, die für Israeliten angemessen ist, an . die Seite zu setzen, ist gewiß ein glücklicher. Noch glücklicher der, zum Ausführungsftoffe die Originale Raphaels zu machen, dieses unsterblichen Künstlers, der dem einfach-biblischen Geiste am unübertroffensten 'sich anzuschmiegen verstand. Diese Originale in lithographischen Nachbildungen dem jü