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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-07-20 · Heft 81 (20.7.1839) · p. Seite 360

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 81 (20.7.1839)
Date
1839-07-20
Page
Seite 360 (sequence 16)
Language
German
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360 dischen Publikum nahe zu bringen, war demnächst ein sehr würdiges Unternehmen. - Schade, ewig Schade, daß solche Unternehmungen, theils durch die wenigen Verbindungsmittel der Israeliten, theils daß es gerade dem Künstler an schnellen Verbreitungswegen gebricht, so schwer gelingen, und noch immer so wenige Gönner finden, daß ihr Gedeihen — selten ist. Die-Sammlung, welche Herr Dick beabsichtigte, sollte in vier Zähren erscheinen, in denen alle drei Monate eine Lieferung von zwei Piöceu fertig werden sollte, ohne daß jedoch die Subscribenten sich auf vier Jahre zu verpflichten brauchten, die Lieferung auf weißem Papiere zu Ist 30 Kr., auf chinesischem Papiere zu Ist 42 Kr.; 32 Bilder sollten demnächst die ganze Sammlung ausmachen. Wir halten es so für besondere Pflicht, unsere Leser auf dieses Unternehmen aufmerksam zu machen, um ihm durch zahlreiche Bestellungen zur Hülfe zu kommen. Es liegen drei Bilder vor uns, und nach unserm Urtheile würde sich kein Zimmer derselben zu schämen haben. Die lithographische Ausführung ist rein und zart gehalten. Selbst für Schulen wäre, wenn die Sammlung vollständig wird, diese ein geeignetes Mittel, manche biblische Scene durch Anschauung den Kindern recht tief einzuprägen und den Unterricht zu beleben^ Die Verse, deren .Gegenstand das Bild behandelt, sind in deutscher und Hebräischer Sprache darunter verzeichnet. Auf dem dritten Bilde ist das Gesicht der Rahel zu männlich gehalten, aber welche herrliche Doppelaussicht eröffnet sich im Hintergründe! 45) Hebräische Wandfibel in neun stufenweise auf einander folgenden Tafeln, zum Gebrauche öffentlicher israelitischer Volksschulen verfaßt von David Schweizer. Nördlingen. 1839. Fol. Mit dieser Wandfibel hat der Hr. Verf. den israelitischen Schulen ein tüchtiges Geschenk gemacht, indem es eine wesentliche Lücke ausfüllt. Dieselbe ist nach der Lautirmethode geordnet, und diese ist bereits in den meisten israelitischen Schulen so gang und gäbe, daß wir sie hier nicht weiter zu besprechen brauchen. Schade ist es/ daß in der vorliegenden Wandfibel, die Formen einiger sich ähnelnden Buchstaben nicht sorgfältiger unterschieden sind, als 2 und 2, 1 und t, da z. B. der Perpendikularstrich des 1 nirgends mehr geschlängelt vorkommt, was denn späterhin das Lesen in kleinerm Druck dem Schüler schwerer machtt Es hätte dies um so leichter vermieden werden können, da die Tafeln lithographirt sind. Sonst ist der Druck schön schwarz, die Typen gefällig/und das Papier stark. ' 46) Precis elementaire d’instruction religieuse et murale, adopte par le Consistoire central des Israelites de France, trois. edit. Paris. 1839. 16. P. XII et. 72. Die dritte AuflGe dieser Jugendschrift bezeugt bereits die Brauchbarkeit. Wir muffen übrigens gestehen, daß, bei den vielen deutschen Arbeiten auf diesem Gebiete uns doch keine vorgekommen, welche die ersten Bedürfnisse der zarten Kindheit so richtig befriedigt, und eine deutsche Bearbeitung wäre nicht überflüssig. Der Ton ist durchaus einfachverständlich für Kinder gehalten und fließend, so daß es auch deutschen Eltern als französische Lektüre für ihre Kinder anzuempfehlen. Auch ist diese Arbeit durchaus nicht so allgemein gehalten, als man es, aus Frankreich kommend, vermuthen könnte. Wir haben den Artikel sur la loi orale p. 21 ganz gläubig, es ist darin von Tefilim, Tsitsit und Mesousa die Rede, eine Auseinandersetzung der Feste, Halbfeste und sämmtlichen Fasttage ff., so daß es also auch die israelitische Praxis giebt. Zu rügen hätten wir, daß, indem das Werkchdn in Devws enm-s Dieu, envers son prochain, enverslui-meine zerfällt, die Lehre vom Loi de Dieu., de l’Ecriture sainte, von den Glaubensartikeln ff. in die Pflichtenlehre gebracht'ist. Der Verf., Herr S. Ccchen, hat dieser dritten, unter den Ausplcien des Konsistoriums wieder verbesserten Auflage zwei kleine, paffende Abend- und Morgengebete für Kinder hinzugefügt. 2—r. , (Fortsetzung folgt.) Literarische Correspondenz. München, 15. Mai. Bibliographische Notizen über die hebräischen Manuskripte der königlichen Bibliothek zu München, . von Lilie nthal. (Fortsetzung.) . 318) Die Hagada der beiden Pesachabende; wie die altern früher Angeführten schließt, auch diese nach fjao ip ■ö und von den weitern gewöhnlichen Liedern findet sich nichtS; oagcgen steht alö Anhang das Fragment eines Gedichts, das zum Inhalt: die Betrachtung der Schöpfung hat.' — 319) SämmtlicheWerke des gefeierten Kabbalisten R. 3fa ac Loria: x) tn-ij-j yy a) üvtt nvtfcia 6) e) d) rrpip e) üiVjää 6) trinpy 'o. — 320) nifiosn :'ö, Anatomie aus dem arabischen ins hebräische übersetzt von R. Joseph ben Dakar.— (Fortsetzung folgt.) Druck von 3* B. Hirschfeld.

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