Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 81 (20.7.1839)
- Date
- 1839-07-20
- Page
- Seite 356 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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356 den bald herannahenden Festen hiermit blos anzeigen daß bei allen Buchhandlungen Exemplare vorräthig, oder wo sie im Augenblick der Nachfrage vergriffen sind aufs Schnellste besorgt werden. Ueber das Erscheinen der übrigen Festgebete, mit deren Bearbeitung ein Verein der gediegensten Gelehrten beschäftigt ist, wird baldigst ausführliche Anzeige erfolgen. G. L. Göthe'sche Buchhandlung in Leipzig. So eben ist erschienen und durch alle guten Buchhandlungen zu erhalten: 2^122 mm (Dalalali al Kaiirin). Zurechtweisung der Verirrte«. in's Deutsche - übersetzt mit Zuziehung zweier arabischen' Manuskripte und mit Anmerkungen begleitet von Br. Simon Sch eher. Frankfurt am Main in Commiffion der Jäger'schen Buch-, Papier- und Landkartenhandlung. Preis 4 fl. 30 Kr. oder 2 Thlr. 12 Gr. Dieses unter dem Namen voetor perplexorum der gelehrten Welt bekannte Werk von Makmonides bedarf wohl hier keiner Empfehlung. — Ueber seinen hohen Werth für Bibelkunde, Religionsgeschichte und Philosophie hat die Stimme von sechs Jahrhunderten entschieden. — Eine deutsche Bearbeitung dieses Werks war daher schon längst ein tief gefühltes Bedürfnis diesem konnte aber, da das arabische Original bisher unzugänglich war, erst jetzt abgeholfen werden. — Die angezeigte Bearbeitung deswegen seiner praktischen Richtung zuerst erschienenen dritten Theils hat in den jüdischen Annalen No. 6. von dem rühmlichst bekannten Hrn. vr. Creizenach seine Würdigung erhalten, und ist von dem Publikum beifällig ausgenommen worden. Diesem dritten Theile werden der erste und zweite Theil, unmittelbar aus dem arabischen Originale übersetzt, in Kürze folgen. Für israelitische Volksschulen ist in der C. H. B e ck'- fchen Buchhandlung in Nördlingen erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Hebräische Wandfibel in neun stufenweise auf einander folgenden Tafeln zum Gebrauche öffentlicher iseaelitischer Volksschulen verfaßt von David Schweizer. 10 Bogen in Folio. Preis 54 Kr. Dem bisherigen, lebhaft gefühlten Mangel eines solchen Bildungsmittels ist durch diese Wandfibel aufs Zweckmäßigste abgeholfen. Besitzer hebräischer Bibliotheken, welche solche zu veräußern wünschen, werden ersucht Kataloge einzusenden. Berlin. A. Ascher und Comp. Gesuch. Ein geprüfter, praktisch geübter Lehrer, der sowol in wissenschaftlicher, als auch in moralischer und religiöser Beziehung bewahrte Atteste beibringen, außer den Elementargegenständen in der hebräischen, englischen und französischen Sprache, so wie in Mathematik, Geschichte und Geographie, Naturgeschichte und Gesang gründlichen Unterricht ertheilen, und, den neuern Erfordernissen gemäß,, den Funktionen eines Vorbetecs bevorftehen kann, wünscht bei einer höheren Bürgerschule oder guten Elementarschule angestellt zu sein. Auch ist derselbe nicht abgeneigt, unter günstigen Bedingungen eine Hauslehrerftelle änzunehmen. — Portofreie Briefe, unter dem Buchstaben 8., bittet man bis spätestens Monat September an die Redaktion dieses Blattes zu senden.' Zu Michaelis d. I. ist die Stelle einer Erzieherin, mosaischen Glaubens, auswärts vakant; dieselbe muß außer den gewöhnlichen Wissenschaften auch die französische Sprache und Fortepiano unterrichten können. Damen die Hierauf reflektiren, werden ersucht, bei ihrer Meldung zugleich anzuzeigen,' ob und wo sie bereits als Erzieherinnen fungict haben, und ihr Alter zu bemerken. Die zu unterrichtenden drei Mädchen sind fünf, neun und eilf Jahre alt. Frankirte Briefe werden unter Chiffer G. D. von der Redaktion besorgt. Ein Baß- und ein Diskant-Sänger (Israeliten) die 'mit dem Synagogal-Gesang — iirurn bsn msm — und dem Hebraisch-Lesen sowol nach dem Urtexte als mit Lateinischen Buchstaben vertraut, deren tüchtige, volle und wohlklingende Stimme zur' Ausfüllung eines Lokals wie dies die hiesige Synagoge ist,, sich eignet, und nach Noten vom Blatte so richtig und fest singen, daß sie in einem vier-- auch mehrstimmigen Gesänge entsprechend Mitwirken können, solche Subjekte — aber auch nur solche — können bei der hiesigen Synagoge engagirt werden, und haben sich deshalb in frankkrten Briefen an den Herrn Obervorsänger Ascher Lion Bischofstraße No. 19 zu wenden. Berlin,, den 20. Juni 1839. Die Synagogenvorsteher.