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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-07-20 · Heft 81 (20.7.1839) · p. Seite 351

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 81 (20.7.1839)
Date
1839-07-20
Page
Seite 351 (sequence 7)
Language
German
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351 tcn dieser Anstalt, eine jährliche Pension von 200 Rthlr. NZwdr. zu gewärtigen. §. 41. Sterbe- und Gnaden-Quartale. Hinsichtlich der Sterbe- und Gnaden-Quartale bleibt es zwar im Uebrigen bei den solckerhalb in Beziehung auf herrschaftliche Diener erlassenen Verordnungen, doch wird nur ein Gnaden - Quartal gezahlt.■ §. 42. Pensionkrung des Landesrabbkners. ' Dauernde Geschäftsunfähigkeit des Landesrabbkners gibt der landsherrlichen Commission und dem Rache das Recht, auf Pensi'onirung des Landesrabbiners bei Großherzogl. Landes-Regierung' anzutragen. Die Pension richtet sich nach der Dienstzeit und beträgt: a) bei 30jährigec Dienstzeit und darüber zwei Dritttheile des Gehalts; b) bei 20- bis 29jahriger die Hälfte des Gehalts; c) bei 10- bis lOjahriger ein Drittel des Gehalts; d) bei einer Dienstzeit unter 10 Jahren ein Viertel des Gehalts. §. 43. Auskunft der Pension. Die Pension wird von der-Besoldung desjenigen Rabbinats-Candidaten abgezogen, welcher von dem Rache erwählt und von dem Landesherrn berufen wird, die Stelle des Emeritus zu ersetzen, so daß ein solcher Vicarius nur den nach Abzug der Pension bleibenden Rest der statutenmäßigen Besoldungssumme erhält. §. 44. Kündigung. Der Landesherr behält sich das unbeschränkte Recht vor, den Landesrabbinec' Ostern oder Michaelis zu kündigen, so daß dieser ein Jahr darauf seine Stelle verläßt. Ebenso steht letzterem das Recht der einjährigen Kündigung zu. §. 45. Vacanz des Landesrabbinats. Von einer eingetretenen Vacanz ist zu dem Zwecke, um in Gemäßheit der obigen Bestimmungen das Nöthige verfügen zu können, der hohen Landes-Regierung ungesäumt Anzeige zu machen. Preußen. Trier, 16. Juni. (Pr. St. Z.) Am Schlüße des Jahres 1838 waren in unserm Regierungsbezirke 7 jüdische Elementarschulen-vorhanden, und 038 jüdische Kinder besuchten die Elementarschule. Breslau, 26. Juni. (L. A. Z.) Seit einiger Zeit ist der hiesigen öffentlichen Krankenpflege eine ungewöhnliche Sorgfalt zugewendet worden. Noch sind es kaum zwei Jahre, daß der hiesige Kaufmannsälteste und Commerzienrath Lösch dem Hospitale zu Allerheiligen eine bedeutende Ecweite'rung gab, und schon wieder wird uns der erfreuliche Anblick, ein zu gleichem Zwecke bestimmtes Gebäude aufführen zu sehen. Es beabsichtigt nämlich der hiesige Kaufmann Frankel, ein Krankenhaus für mosaische Glaubensgenossen auf.- seine Kosten erbauen zu lassen, wozu der Wunsch eines verstorbenen Bruders die nächste Veranlassung gegeben haben soll. Ein geräumiger Platz ist zu diesem Behuf auf der Antoniengaffe angekauft worden,' und die getroffenen Anstalten lassen auf einen schnellen Fortschritt des Werkes schließen. Da das zeitherige jüdische Hospital, ein unansehnliches kleines Gebäude, seinem Endzwecke nicht entsprach, so wird die neue Anlage nicht nur zur Verschönerung unserer Stadt beitragen, sondern auch einem wesentlichen Bedürfnisse jener Gemeinde abhelftn. . G log au, 2. Juli. (Privatmktth.) Außer den nunmehr regelmäßig alle vier Wochen stattsindenden religiösen Vorträgen des Herrn Oberlehrer Arnheim hat der Vorsteher Herr Levyson auch die Einrichtung getroffen, daß jede Trauung künftig in der großen Synagoge vor der heil. Lade stattsinden kann, und hat hiermit selbst den Anfang bei Verheirathung seiner Tochter gemacht. Königsberg, 30. Juni. (Privatmitth.) Die diesjährigen Prüfungen in den hiesigen Gemeindeschulen schließen sich im Allgemeinen den vorjährigen an. Nur daß in der Relkgionsschule außer der Prüfung und Entlassung von 14 erwachsenen Mädchen aus der ersten Klasse kein weiteres Examen diesmal statt fand; in der Armenschule aber sich die Prüfungen am 9. d. auch auf die seit einem Semester neu errichteten Knabenklasse aus. Das Gedeihen dieser Anstalt unter dem Schutze Gottes und würdiger Vertreter stellt sich immer mehr heraus. Die Zahl ihrer Zöglinge beläuft sich auf 32 Mädchen und 20 Knaben. Möge sich in der Unterstützung dieser Anstalt recht bald einer der wohlthatigen Reichen unsrer Gemeinde ein würdiges Denkmal setzen! Literarische Nachrichten. Magdeburg', 8, Juni. Angekommen: rpn von Heidegger. Dinkelsbühl. — Die Schicksale der Familie Hoch, von Krämer. Dinkelsbühl. — Theologie. Von dem Gedanken eines Volks Gottes, von Dr. Stei nheim in Altona. (Fortsetzung.) Auch historisch sollte dieser Titel legitkmirt werden. Er ward auf zweierlei Basen und Rechtstitel gegründet, erstlich auf den Bund mit dem Stammvater, und zweitens auf die Erwerbung durch ein Lösegeld, durch das, was das Judenthum ysp, Kauf, Besitznahme, nennt. Beide Rechtstitel sind wichtig genug, um noch ein Kurzes unfere Aufmerksamkeit zu beschäftigen. Sie, lieber Herr Recensent, stehen wohl mit auf der Höhe der Zeit, und wissen es, wie man die Idee Rousseaus vom gesellschaftlichen Vertrage immer stürmischer, immer dringender fodert? .Doch, was frage ich schon wieder, wo die Antwort auf der Hand liegt? — Nun überlegen Sie, wie der Mensch in seinem „schlechthinigen Abhängigkeitsgefühle" einer gewissen^ Schule, sich je und je seinVerhältniß zur höchsten Instanz gedacht hat. Der Eine hat in unmittelbarer Descendenz seinen Stammbaum an den Thron Jovis gehängt, ihn in Jovis. Lenden selbst Wurzel

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