Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 80 (13.7.1839)
- Date
- 1839-07-13
- Page
- Seite 343 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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343 . den, den Namen Jehova durch Gott, (und zwar durch gesperrte Buchstaben auSzeichnend) zu übersetzen, da das Wort Gott im Deutschen „in enge-rer und vorzüglicher Bedeutung dasjenige höchste Wesen bezeichnet, welches den Grund aller Dinge in sich enthalt." So hatte denn Adelung das Rathsel von der Mystik lösen können. Daß ich trMbN in Verbindung mit NiN'' durch Herr; bN. durch Macht übersetzt habe, hatte der Reeensent auch bei nur geringer Kenntnkß von der hebräischen Sprache nicht erklärlich finden sollen. Die Bibelstellen, die für die Richtigkeit dieser Uebersetzung Belege liefern, sind unzählige. Ohne Grund hat die Uebersetzung weder bei der Uebersetzung den Namen Gottes noch andere Namen variirt. Daß ich vom Weibe gebraucht Gen. 3; 16. durch Leiden; vom Manne aber (das. 17) durch Mühselig k e k t, daß ich Tns von einem Jager gebraucht Gen. 10; 9. durch gewaltig, und nicht wie in Gen. 6; 4. durch stark, warum ich ein und dasselbe Wort bald durch trennen und bald durch scheiden, ein anderes bald durch neigen, bald durch bücken verdolmetscht habe, rügt der Herr Kritikus, und vergißt, daß die Sprache auch ihren Tact hat, und daß derUebersetzer auch das Sprachgefühl, zu Rache ziehen muß. Das scheint der Herr Rabbine zu Randegg nicht zu wissen, und ich möchte-die Belehrung wahrlich nicht übernehmen. Nachdem er diese .seine erste Rubrik geschlossen, fragt er. Wo ist also (also!) die versprochene Gleichförmigkeit? Wo aber habe ich je eine Gleichförmig keit, und noch dazu eine solche Gleichförmigkeit versprochen? Ein Versprechen der Art würde gewiß jeden wahren Kenner gegen die Uebersetzung von vorn herein mißtrauisch gemacht haben. Man wird weder der Lut her ische.n, noch der de Wetteschen Bibelübersetzung, den gleiühgehaltenen Torr (von so etwas hat Hr: Sch. vermuthlich einmal gehört) absprechen können, dessen ungeachtet wird für ein und dasselbe hebr. Wort nicht immer ein gleiches Deutsche genommen. Das (von meinem Rec. angeführtte!) Wort übersetzt Luther Gen. 3; 16 durch Schmerzen; v. 17 durch Kummer; das (von meinem Rec. angeführte!) Wort Mia: übersetzt de- Wette Gen. 6; 4 durch Helden und das. 10; 9 durch gewaltig und mehr dergl. In die zweite Rubrik wirft Hr. Sch. die Sinn-"' entstellende Uebersetzungen: Dahin gehören nach seiner Meinung; Gen. 14; 10. Harzgrube.n han rvma (Luther und Mendelssohn: Thongruben). Weiß Hr. Sch. nicht was Harz ist? Daß ich (das.) “bs*n durch „sie fielen" übersetzt habe (de Wette übersetzt eben so) ist 'dem Kritiker sinnentstellend! Sinnentstellend soll es sein, baß ich dle hebr. Synonyme und MTM" (muß Mt: heißen Hr. Rabbine! denn htm heißt — faseln, irrereden (Jes. 56; 10) und Gesenius kann Ihnen Auskunft geben) öaa und ym u. a. m. gleichmäßig verdolmetschet habe. Sinnentstellend"!! Eine harte Rede! Die dritte Rubrik ist die Rubrik der „Ungenauigkeiten" dahin gehört daß ich Gen. 2; 23 narb nicht (nach Aden Esra) „deswegen", sondern wie alle namhafte Uebersetzer (Luther, Mendelssohn, de Wette'u. a. m.) diese verdeutscht habe. Ungenau soll es sein, daß ich Gen. 1. 30 p ij-pi und es blieb so übersetzt habe. Ein tieferes Eingehen kn das Kapitel von der Schöpfung würde den Hr. Rabbknen belehrt haben, daß das gewöhnliche „und es geschah" hier keinen Sinn gibt. Mendelssohn fühlte dieses, und übersetzte die Worte p ^irrn an dieser einen Stelle, und so geschah es auch. — Gerade die Uobersetzung dieser Stelle hatte den Recensenten überzeugen sollen, daß ich es, wo es hingehört, mit dem Ausdruck sehr genau nehme. Lev. 21; 7 verstehet Hr. Sch. das -euphonischeEpitheton „geschwächt" sfür nbbns nicht, und nennt es „ungenau^" Ich muß schon wieder auf Adelung verweisen. — Lev. 21; 18 ist dem Herrn Rabbinen zu Randegg stumpfnasig für!pn nicht genau genug. Ich denke, daß eine stumpfe Nase sehr marquirt ist, und ich weiß nicht, wie man'es dem Manne recht machen soll. Ursprünglich mag das Wort bnn arabisch sein, denn das Verbum bedeutet ab schneiden, vermindern (ähnlich auch dem griechischen Harimos) daher Aben-Esra tpn für das Gegenrheil von (ausdehnen, strecken) erklärt, „die stumpfe Nase" stimmt sogar mit der Tradition überein, und ich begreife den Herrn Rabbinen nicht. Noch unbegreiflicher ist, was Hr. Sch. in der vierten Rubrik gegen die Massora" nennt. Etwa daß Gen. 2; 5 das zweite aaa unübersetzt geblieben? Pater peccavi! Irren ist menschlich, oder daß ich Gen. 13; 13 die Sodom'iter „sündigen" ließ, statt sie, wie es im Text heißt v^Nan Sünder zu nennen, oder daß ich Gen. 20; 6 die Phrase TvbiS?::b "pnn: Nb gab ich es nicht zu, ic. übersetzt? Das heißt doch die Sucht zu. tadeln, eigentlich zu verunglimpfen und zu verleumden zu weit und zu plump getrieben! Ich fordere alle Kenner zur Untersuchung auf, ob ich in allen diesen Stellen der Massora zu nah getreten bin. Die fünfte Rubrik soll die „Nichtbeachtung deS Sprachlichen der Urschrift," (welche Sprache!) enthalten. Dahin rechnet Hr. Sch. daß ich Gen. 3; 19 von dem statt von welchem; (!!) daß ich das. 22 anb (man merke wohl, daß das Wort ohne n artieuU ist) nicht