Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 80 (13.7.1839)
- Date
- 1839-07-13
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
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Literatur. Archäologie. Homiletik. Erinnerungen gegen die in No. 12, 14, 18, 19 der I. A. von M. Heß in Trier, und L. Schott, Nabbine zu Rand egg, gemachten Bemerkungen zu meiner Volks- und Schulbibel, von Dr. Gottholö Salomon in Hamburg.") . Es haben diese beiden Männer in den oben erwähnten Blättern meiner Bibelübersetzung ihre Aufmerksamkeit geschenkt, und einstweilen den Pentateuch kritisch beleuchtet, ein Geschäft, wofür ich jedem, der es unternimmt, und mit der Wissenschaft ernst meint, freundlich die Hand reiche, denn Werke dieser Art erfordern ungemein viel Zeit zur Durchsicht, will man sie einer gründlichen unparteiischen Prüfung unterwerfen, soll das Publicum auf die Vorzüge, wie auf die Irrthümer aufmerksam gemacht werden, der Autor aber, indem er von seinen Leistungen eine richtige Anschauung erhält, in den erstern seinen Lohn, in den Lehrern die Mahnung findet, das Werk nicht als vollendet anzufehen, sondern fortwährend zu feilen und zu bessern, bis cs bei spätem Auflagen in einer befriedigendem Gestalt erscheinen könne. Diesen und keinen andern Character dürfen und sollen die Kritiken an sich tragen. — Den Bemerkungen des Herrn Heß sieht man es an, daß er keine andere Absicht hatte, als die zuletzt angedeutete, er lobt und tadelt nach seinem besten Wissen und Gewissen, gestehet, daß sich in der Verdolmetschung manches findet, „worüber sich nicht so schnell urtheilen läßt," und gibt gerade dadurch zu erkennen, daß ihm die Schwierigkeiten nicht verborgen geblieben sind, die mit der Uebersetzung des hebr. Originals verbunden sind. Ich finde daher die Art, wie Herr Heß meine Arbeit beurtheilt, äußerst zweckmäßig, und bitte denselben, nicht bloß den Pentateuch, sondern alle übrige Bücher auf dieselbe Weise zu behandeln, und mir zu gestatten — wie es denn jetzt geschieht — ihm und dem biblischen Publicum meine Gegen- Erinnerungen mitzutheilen. Gen. 29, 2, großen Stein rc. Bei dieser Uebersetzung bin ich dem Chaldäer gefolgt aoaa» •) Obgleich Antikritiken gegen Recensionen, die in andern Blättern Platz gefunden,, nicht in unser Bereich gehören, so erachten wir es dennoch für unsre' Pflicht, den verehrten Abfasser sofort Gelegenheit zur Aussprache, zu geben. Redakt. > Das. 41, 40, gehört das Verdienst der „sehr guten" Uebersetzung dem Aben Esca und die Redaction hätte, glaube ich, ihr skeptisches? sparen können, denn sollte pur die Andeutung von verpflegen haben: in welchem progressiven Verhältniß stände wol das Amt eines Verpflegers zu dem — Thron, den allein Pharao für feine eigne Person in Anspruch nimmt? Wie unzählige Stufen liegen doch zwischen dem Verwalter der Kornmagazine und der Krone, und doch wollte Pharao nur (p^i) den Thron als Prärogativ besitzen! Das. 41, 45, sind beide Worte — die schlechterdings kein hebräisch sind, trotz allen philologischen Faseleien, die man in breiten Notenlieft — ägyptischen Ursprungs, daher meine von allen übrigen Uebersetzern abweichende Uebersetzung. (cf. Xben Esra's Commentar zu d. St.) Exod. 21, 16, soll meine Uebersetzung von der Tradition abweichen. Ich respectire die Tradition; aber erstens hat nicht Alles traditionelle Autorität, was sich für Tradition ausgkebt; zweitens darf' die Tradition dem Texte nicht offenbare Gewalt anthun, und drittens unterscheide ich, ob der Gegenstand der Tradition einer dahin geschiedenen Zeit, oder dem jetzigen israelitischen Leben angehört. Uebrigens wird die Lehre der Tradition, von der es sich hier handelt, nicht von Exod. 21,. 16, sondern von Deut. 24, 7 abgeleitet (wie zu ersehen ist Maimuni Hilchot Geneba Abschn. 9. §. 2) die Uebersetzung dieses letzten Verses aber stimmt allerdings mit der Tradition überein. Das. 21, 22. , Wohl bedarf es der „Schkedesrichter" denn wie leicht könnte der Ehemann seine Forderung 'übertreiben! Ueber die Procedur selbst Maimuni Hilchot Chobcl umasik Abschn. 4. §. 3. Das. 22, 8. (28) Zur Begründung der Uebersetzung dient die Parallelstelle Deut. 18, 4. Wo das Original so „allgemein und unbestimmt" ist, kann die Uebersetzung die „sonst übliche Genauigkeit" nicht beobachten, wenn sie nicht paraphrasiren will. Lev. 4, 14. Mendelssohn hat hier nur ta^pm berücksichtigt, aber limJn unübersetzt gelassen, vsb ist übrigens gleichbedeutend mit 'OD-fiK (B. 5). und kann nichts anders als den „Eingang" bezeichnen. Das. 10, 6. Ohne gegen die Sprache und unzählige Schriftstellen zu fündigen, kann »na nicht anders als durchs