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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-06-27 · Heft 77 (27.6.1839) · p. Seite 310

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 77 (27.6.1839)
Date
1839-06-27
Page
Seite 310 (sequence 2)
Language
German
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510 Judenthums und Glieder, des Staates, was uns ln der GemeAde, §M;Famllienfeben an,rettgiostr«;D^LlM^ttk^^in der >thOJ:«uyh bie gcefgnftf|in[.'SÄittei/flat' mich» HA-HKeA' Entflammtes geiv iß jeÄÜN^^rzen^/VP Entschluß, die alten Gebrechen und Mängel abzuwerfen, und zur Veredlung der Menschheit beizutragen. — Ein herrlicher vierstimmiger Gesang.-(der Text von Herrn St.) beschloß die Feier. Es wird,uns Niemand verargen, wenn ' wir hiermit diesem wahren Freunde der Jugend -und Religion unfern herzlichsten Dank, für seine Lyielhichm;; SSe* müHungen sagen. Möge er ferner unverdrossen seinen Weg verfolgen, und es allen Gemeinden Israels an solchen Männern niemals fehlen. Nicht bloß für Die“ verwaiste Schute, sondern auch für die Synagoge wirkt er unablässig, wozu ihm die 'Unterstützung unsres Gemeindevorstehers, Herrn Feibes, nicht absteht. Lübbecke, 8. Juni. (Privatmitth.). Je mehr es in allen israelitischen Gemeinden zur religiösen Sttte wird, Konfirmationen mit den in's männliche. Leben tretenden Kindern vorzunehmen — auch hier fand am verwichenen Wochenfeste eine solche mit vier Konfirmanden statt — desto mehr drängt sich auch die Nothwendigkeit auf, irgend eine gewisse Vereinigung darin zu treffen. Nicht, als ob eine gewisse Freiheit in der Form nicht zu gestatten wäre, welche der Handlung einen kleinen Wechsel in der Form je nach Lokal- und Zeitverhältnissen verschaffte — wohl aber wäre es angemessen, eine bestimmte Zeit in allen Synagogen dazu festzustellen, wodurch die Handlung selbst an Festigkeit.und Solidität in den Augen der.Masse gewänne. Und welche Zeit wäre hierzu wol .geeigneter., .als das Wochenfest? Ist nicht der Charakter der Konfirmation der dieses Festes selbst? die Erneuerung jenes einhelligen Gelöbnisses am Sinai: N'M 'n hm hütf Vr>? warum ist' nun nicht überall der Tag unsrer Gesetzgebung auch der Tag der Religionsweihe unserer Kinder? — Ich lege diese Frage unseren Lehrern und Geistlichen an's Herz, und ersuche ganz bescheiden um deren ernste Erwägung. Gut wäre es., wenn man den Reformen des Gottesdienstes immer mehr den Charakter der Willkür , der Veränderlichkeit und Unbestimmtheit nähme, und sie zu einer bestimmten. Gesetzlichkeit umwandelte *). •) Es ist diesem Vorschläge nur die ungemeine Länge des Ritus dieses Tages an sich entgegenzustellen, ein Grund, weshalb der Redakteur dieser Zeitung die Konfirmation am Sabbat nach dem Wochenfeste abhält, diesen so mit dem . vorhergehenden Feste verbindend. Red« kt. Von dem Gedanken eines; Vylks Höttes nnd eiiBy GffeMttrÄrrH. ^(Schluß.) " Wir sehen sonach, was cs mit dem Vorzüge „nach .der Idee" für eine Bewandniß habe, und daß er nichts bedeute, als das Höchste, was der jedesmalige Redner sich zu'denken vermag; und oieß könnte noch immer gering genug sein. Wenigstens müssen wir uns doch gestehen, d..qß uns jedenfalls das Mittel zur Vergleichung gänzlich fehlt. -Wik haben die Urbilder nicht selbst, sondern, Oie wir haben, halten wir für solche, und köunten nicht darüber hinaus. Wir sind also so ziemlich selbst Magst und Messer, wie man sich in antiker Weltanschauung wohl auszubrücken'pflegte.— Dadurch wird es nun zugleich offenbar, wie wenig der Herr Recensent von seiner Religion aussagt, wenn, er sie als „nach der Idee" charakteristrt. Dieß ist die Eine Seite. Die andere ist aber noch tiefer greifend, nämlich die Behauptung, daß sie „Menschenweck" sei,, denn auch dieß liegt in jener vermeintlichen Bevorzugung, oder doch, daß . sie eben das sein könnte.—Der- Herr Recensent bilde sich aber ja nicht ein, daß in diesem Bedenken, ein Schreckschuß, more majorum, abgefeuert worden sei. — Der Schreiber dieses ist es sich bewußt, daß ec mit nicht minderm Muthe, als irgend ein andrer, sich dem Lichte der forschenden Vernunft unbedingt anvertraut habe, und noch itzt anvertraue, und vor keiner Consequenz auf dem Wege des Rechtens, zurückschrecke. Folge mir der Herr Recensent wenn er diese Bedenken liest, oder meine muthmaßlichcn Leser überhaupt, wenn ihn diese. Unrersuchun.; reizt, ein Weniges weiter, und er wird gewahr-werden, was die Bezeichnung „Menschenwerk" hier zu bedeuten habe, und daß sie nichts weniger/ als. im.gemeinen theologischen. Sinne, ein -Verdammungsurtheil involvire. Wenn Lessing den Maler (§onti reden laßt, der Maller müsse sein Bild.also malen, wie die .plastische Natur, wenn rs eine solche giebt, es sich gedacht habe- und ihn danach in die'Klage sich ergießen laßt, daß „so viel auf dem Wege vom Kopfe durch die Hand und dem Pinsel bis auf die Leinwand verloren geht", so haben wir ein Vorbilden und ein Nachbilden faßlich vor uns. Das Original, das der Maler Malen soll , hat Züge an sich, die der Maler auffassen kann und soll, und wieder andre, die er liegen lassen, kann, kurz. aus dem natürlich und cceatürlich vorhandenen sichtbaren Gegenstand -kann sich der Künstler sein Vilv in dem Geiste abstrahiren „wie es die plastische Natur"

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