Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 66 (1.6.1839)
- Date
- 1839-06-01
- Page
- Seite 268 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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268 Gegenstände, die weder einer Erwähnung noch einer Erwiderung würdig sind, zu der Erklärung - veranlaßt , daß die Stelle, worin dem Vorstande die gehässige Zumuthung insinuirt wird, als habe derselbe jemals durch Gehalts-Abzüge „den obersten Gewiffensrath" (worunter wahrscheinlich der Rabbine gemeint sein soll) umzustimmen versuchen wollen, nichts als eine unlautere Erfindung enthalt. Königsberg, d. 10. Mai 1839. Die Aeltesten und Vorsteher hiesiger Israelit. Gemeinde. In Betreff der Königsberger Correspondenz in der Zeitung des Iudenthums No. 47 finde ich mich zu folgender Erklärung veranlaßt. Bei den in hiesiger Synagoge getroffenen Anordnungen ist bisher immer der Nabbkne befragt worden. Daß öffentliche Ankündigungen nicht in ftinem Namen geschehen, wie es an andern Orten in alter Zeit statt fand, daran kann Niemand Anstoß finden, da solches hier nie der Fall, und erst neu eingeführt werden müßte. Uebrigens ist in unserer Cultus - Ordnung bis jetzt nichts vorgekommen, wobei beabsichtigt worden rabbknisch gesetzlichen Bestimmungen zuwider zu handeln. Es ist daher nicht das Mindeste vorhanden, was den Cocrespondenten zu seiner Voraussetzung wegen der Gehalts-Abzüge veranlassen konnte, welche Voraussetzung in jeder Hinsicht grundlos und unrichtig ist. Königsberg, den 12. Mai 1839. I. Mecklenburg, Rabbine. Wenn ich von einer gewaltsamen Umstimmung des obersten GewissensrathS sprach, so meinte ich hiermit keineswegs den hiesigen Vorstand, als ob derselbe die neueste Kultusordnung gewaltsam herbeigezogen hatte, da ja diese mit ausdrücklicher Approbation des Herrn Rabbinen geschah; ich spielte nur auf gewiffe frühere. Privatversuche an, durch die einzelne Individuen das Urtheil jenes Geistlichen umstimmen zu können vermeinten, und die sich durch jene Aeußerung zu ihrer eigenen Beschämung getroffen fühlen mögen. Königsberg, den 13. Mai 1839. M. Freystadt, Dr. 'So eben ist erschienen und in Leipzig bei E. Kummer, in Pesth bei Kilian sen. und Harrlcben zu finden: i*i«. mn von Salomo»» Nosenthat. Die Schrift enthält eine gründliche Widerlegung des Thariag von Ereizenach, auch eine Zurechtweisung über einige von den Herren Luzzato und Reggio mißverstandenen Stellen des unsterblichen Maimuni, nebst einem Anhänge des Buches Gedruckt in der Königl. Universitäts-Buchdruckerei. > Ofen 1839. Bei C. L. Fritzsche in Leipzig ist erschienen, und durch alle Buchhandlungen zu haben: nb'ap*“i' anan' Cominentarius Perpelnns P entatcucli u in sive q'uinque legis divinae libros, quo inv.enta traditionis vetustae gramniatica historicaque textus sacri analysi confirmantur atque mirificus traditionis scripturaeque consensus expgesi subliliori, habita norissiiiioiuiii progressuum ratione, demonslratur, auctore Jacob ’Zebi J!teJclenburg9 Dioecesis Regiomontanae Jlabbiuo - gr. 8. br. Preis 2 Thlr. Ein junger Gelehrter mosaischer Religion, Doctor der Philosophie', der seit Jahren als Lehrer ausgezeichnet wirkte und Zöglinge für die höchsten Gymnasial-Klassen wie auch für's Comptoir gebildet, beabsichtigt an einem geeigneten Orte die Errichtung eines Privatinstiturs für Knaben, worin nicht nur Religion, das Hebräische und die gewöhnlichen Lehrgegenstande, sondern auch die alten, besonders aber die neuern Sprachen und die Handelswissenschaften, denen er ein'besonderes Studium gewidmet, gelehrt werden sollen. Israelitischen Familien welche an ihrem Wohnorte ein solches Institut errichtet zu sehen wünschen und dasselbe durch Zusammentreten und vorläufige Zusicherung ihrer Theilnahme begründen helfen wollen, belieben ihre Addressen unter v. A. D. der Wohllöbl. Redaktion dieser Zeitung einzusenden, worauf nähere Nachricht erfolgen wird. Hauslehrer-Gesuch. Die Redaktion ist beauftragt, einen jungen Mann, der regelmäßige Universi'tatsstudien gemacht, und in französischer Conversation geübt ist, für eine gebildete.Familie in Warschau zu einem jährlichen Gehalte von 500 Thalern nebst freier Station, als Erzieher zu engägiren. Würde derselbe auch der englischen Sprache mächtig sein, so würde ihm eine Zulage von 50 Thalern zugesichert. Gesuche erbitten, wir schleunigst portofrei unter Chiffre B. „Ein Kandidat der jüdischen Theologie , der Gymnasium und Universität absolvkrt,. in wissenschaftlicher Beziehung auf akademische. Zeugnisse und in moralischer und religiöser auf Atteste der namhaftesten Rabbinen sich berufen kann, sucht als Religionslehcer und Prediger bei einer bedeutenden Gemeinde Deutschlands, oder als Hauslehrer in Frankreich oder Belgien zu fungiren. — Anfragen erbittet man postfrei an die Redaktion dieser Zeitung unter den Buchstaben H. S. Redakteur: Dr. L. Philippson. — Verlag von Baumgartners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirfchfeld. (Hierzu das literar. und Homilet. Beiblatt No. 15.)