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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-05-25 · Heft 63 (25.5.1839) · p. Seite 252

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 63 (25.5.1839)
Date
1839-05-25
Page
Seite 252 (sequence 2)
Language
German
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252 führt, alle Hoffnungen erfüllt wurden —> genug, wir haben durch jenen. .Frieden doch Ragni ^rlmWE zu^ ^Ler. Ent-) Wickelung? alles dessen, was i dem JüdEntHkU AoG HuWum es Fcäftig^ und.-würdig'zu erhalten^4 "0 v Der Friede, den wir 1814 erlangt, hat aber noch die besondere Bedeutung für uns,- daß er der erste war, den Israels Söhne Ln den Kriegerreihen der Völker erringen .halfen, für den auch wir unser Blut eingesetzt, eine alte Schmach abwischcnd, welche uns ein römischer Kaiser mit Gewalt aufgezwungen. Nehmen wir hierzu noch den wahrhaft innigen Theil, den wir längst an den Schicksalen unsecs Vaterlandes, als an dem Unsrigen nehmen, welche Liebe für eine Stadt wir hegen, kn der wir so lange Zeit schon in Wohlfarth und Gedeihen eine Heimat besitzen — und Sir werden die Gefühle -verstehen, welche uns als eine heilige Wicht mahnten, am 17. April auch unsrerseits den Tag zu feiern, an welchem G log au von Napoleonischer Herrschaft vor 25 Jahren befreit wurde. Durch die Anordnung des Herrn Vorstehers Levysohn und der Herren Gemeindealtesten wurde ein wahrhaft erhebender Gottesdienst gefeiert. Um 9 Uhr ertönten in der geschmückten Synagoge Psalmstücke mit Musikbegleitung. Hierauf folgte das Gebet für Sr. Majestät den König und das könkgl. Haus. Dann hielt der Oberlehrer Herr Arnheim eine gediegene Predigt, (die bereits zu einem wohlthatigen Zwecke gedruckt ist,) der ehrwürdige R-A. Lisser sprach den Segen und ein Dankgebet. Die Musik ward vom Herrn Lublin compomrt und dirigirt. — Bereits ist der Wunsch ausgesprochen, daß die Herren Vorsteher die Einrichtung treffen, den Herrn Arnheim zu regelmäßigen Predigten, wenigstens alle vier Wochen, zu veranlassen. — Möchte übrigens dieser Gottesdienst zugleich alle Gemeindeglieder überzeugt haben, welchen Vorzug ein geordneter Cultus besitzt. 6. N. Neueste theologische Streitfragen. 111. Erwiderungen von S. R. Hirsch in Oldenburg auf die Bedenken des Rhapsodisten in No. 6 des Beiblattes. ' . . (Fortsetzung). Ad S. 44. Für den Satz, daß die, Hauptverhüllung verheiratheter Frauen durchaus als gesetzliche Bestimmung keine biblische Begründung habe, war nur 1) die Behauptung aufgeführt worden, daß unter-in der Bibelsprache nicht enthlößers verstanden werden könne, 2) der Sifri es auch dort nicht mit Entblößen erkläre. Da nun 1 unerwiesen, und wie der Rhapsodist an anderer Stelle selbst zugiebt, nicht wahr ist, und 2 der Sifck gar nicht existkrt, so hatten doch meine Mittheilungen ein vollkommenes Recht den Aqtz als durchaus ohne. Erweis zu betrachten Wenn übrigens nicht sagt, so sag'ts der. in jeder Beziehung gleichstehende •’H ad 45 u. 46. Sei es . oder für den Mann so ist doch dadurch und daß rteirö nVs nsatv» jedenfalls bewiesen, daß der Talmud die Haarentblößung für die Frau als bestimmt gesetzlich verboten.betrachte, und zwar mit Sinbp als rp'nrr» m, ohne nhVp aber selbst als biblisch gesetzlich verboten , Nwn nn, ganz so wie die andern zu Stjs» nn gehörigen Übertretungen der Frau, die unbezweifelte biblische Verbote betreffen, obgleich auch füy den Mann nicht!^2in, sondern nur NiLn sich von ihr zu scheiden. Auch spricht ja der Talmud die völlige Entblößung nach ->'*1 ‘’sn asn ausdrücklich als biMsch verboten aus. ad 6, 49. Begreife ich endlich wahrlich nicht, worin ich da zu weit gegangen sein sott. 'Eber? daß die Spateren die Verhüllung im Hausgebiete nur als rvjtt lehrten , behaupte ja auch ich gegen Herrn Stern und wies nur nach, daß sie damit keiner unredlichen Umdeutung der G'moro, wie Herr St. ihnen vorwirft, sich schuldig gemacht, sondern sich vielmehr zu dieser Annahme selbst durch, redliche G'moroforfchung veranlaßt sahen. * Die Bedenken des Rhapsodisten sind also wenig bedenklich. Es sind mir noch andere Besprechungen meiner Schrift zu Gesicht gekommen, durch die ich mich zu erklären veranlaßt finde: Alle Gegner meiner Mittheilungen sind bis jetzt namenlos geblieben. Ich habe ihnen gleichwol geantwortet, weit es mir nicht auf die, Person, sondern nur auf die Sache ankam. Man hat sich aber unter dem Deckmantel der Anonymität nicht gescheut die ungegründetsten Dinge zu sagen, weil man nicht zu fürchten brauchte im Angesichte heS Publikums sich compromlttirt zu schen. Ich erkläre daher nichts Anonymes mehr berücksichtigen zu wollen. Vielleicht wird man das Vorzubringende erst zweimal bedenken, wenn man dafür seinen Namen einzusetzen hat. Die Kritiken in meinen Mittheilungen haben nur den einzigen bestimmten Zweck reine gewisse Art der Beschönigung von Ansichten zu zerstören, nicht aber die Ansichten zu bekämpfen. Mag Jemand eine Ansicht für Zeit- Bildung- Emanckpatkon- Bequemlichkeit-gemäß und dgl. hatten oder nicht. Dagegen bin ich nicht aufgetteten. Aber er

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