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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-05-18 · Heft 60 (18.5.1839) · p. Seite 55

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 60 (18.5.1839)
Date
1839-05-18
Page
Seite 55 (sequence 7)
Language
German
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55 und Formenlehre führen, doch so daß die Syntax sogleich, fast bewußtlos, die an sich trocknen Formen durchdränge, und die Schüler, eine gewisse Gcwandheit erhielten im Verstehen und Wiedecgeben der hebräischen <^atzformen. Zu diesem Ende war es ein nothwendkges Erforderniß, daß stets nur die echthebräische Ausdrucksweise, wie sie die Bibel darbietet, gewählt wurde, und nu.c in wenigen Fallen ist der Vers, hiervon abgewichen. Darin lag denn natürlich eine Hauptschwiecigkeit der Bearbeitung *). Nicht minder schwierig war die Aufgabe, nicht vorzugreifen in grammat. Hinsicht, und hier gesteht Res., zugleich in des Vfs. Namen, manchen Mangel zu, der sich erst theils durch den Ueberblick des Ganzen nach dem Drucke, theils beim Unterrichte herausgestellt hat **). — Ref. hat seit mehrern Jahren sowol junge Kinder als erwachsene Gymnasiasten nach diesem Elementarbuche (schon vor dem Drucke) unterrichtet und kann sich für den Erfolg verbürgen', sobald nur der Lehrer zuerst die Regeln über Vokale und Consonanten, über Dagesch,. Schwa, Meteg, Ton an den vorkommenden Wörtern genau und gründlich erläutert, und dann langsam mit steter Wiederholung weiter schreitet.. Ich pflege bei zwei wöchentlichen Stunden mit christlichen Schülern gern die eine zum Durchnehmen der abgelieferten und cörcigicten Uebungen sowie zum Lesen der nächstfolgenden zu benutzen, die andre aber zur Wiederholung.und zum augenblicklichen Niederschreiben älterer oder in ähnlicher Weise gebildeten Sätze, und ich fahre hiermit so lange fort, bis die Schüler es in diesen Uebungen zu einiger Fertigkeit gebracht haben. Dann erst gehe ich zum Lesen der Bibel über, weil diese die einzige reine Quelle des Hebräischen, über selbst an den leichtesten Stellen für den Anfänger so schwierig ist, daß sie nothwendig verwirrend auf ihn wirken oder dem leidigen mechanischen Arbeiten Vorschub leisten muß. Und wie viel leichter erscheint das Uebersetzen der Bibel dem, der schon einen kleinen Schatz von Vocabeln und Redensarten in feinem Gedächtnisse trägt, und einen durch Praxis geförderten festen Grund in der Grammatik gelegt hat, als dem, welcher ohne Lexikon und Grammatik nicht zwei Wörter zu verstehen im Stande ist! — So weit der Unterschied der Jahre und der wissenschaftlichen Vorbildung es gestattet, schlage ich bei den jü- *) Mehrere von Christen, bearbeitete UebungShücher zeigen keine Spur des echt hebräischen ColoritS und scheinen nach irgend einem deutsch-hebräischen Lexicon bearbeitet zu sein. D. Verf. ••) So dürfte (um nur Einiges anzuführen) die Regel vom 8tat. constr. p, 5. zu früh erwähnt, und erst zwischen den §§> 10 u. 11 einzuschalten sein; wogegen die Veränderung des Schwa bei den Präfixen 2, S, h statt p. 67 schon z>. 10 zu erklären wäre. ' D. Berf. bischen Knaben denselben Weg ein, bin aber natürlich gezwungen, diese Knaben sogleich die Gebete und einzelne Theile von halb-mechanisch übersetzen zu lassen, weil „bet nothwendig zu vollendende Cursus dieses Verfahren gebieterisch erheischt. Dennoch weise ich auch hierbei stets auf das hin, was im Elementarbuche bereits vorgeßommen ist und benutze zum Uebersetzen die leichtern Stücke aus den eigentlich historischen Büchern so wie hauptsächlich dem mit vielem Geschicke bearbeiteten Bibel-Auszug von Johlson, so daß erst die Schulen der zweiten Klaffe zum Lesen der vollständigen Bibel foctrücken. Der hebräische Elementarunterricht, auf solche Art betrieben, wird in Wahrheit eine breite Grundlage für die tüchtige Kenntniß unsrer heiligen Sprache und .läßc den Schüler in ihr etwas mehr erkennen, als einen langweiligen bloß mit Hülfe des Gedächtnisses zu erringenden Gegenstand, tragt aber vor Allem dazu bei, die Lehrweise zu vereinfachen und Zeit zu gewinnen zur körperlichen Erholung der oft mehr als nöthkg geplagten Kinder. So möge denn die hier besprochne Methode in die Schranken treten mit den bisher gebrauchten, und Ref. ersucht ^die Lehrer, wenigstens den ernstlichen Versuch nicht zu scheuen, und hofft .mit Zuversicht, der Erfolg werde seine Worte bewahren. Schließlich mögen noch einige störende Druckfehler hier ihren Platz finden, deren Erwähnung im Verzeichnisse der Errata vergessen worden. S. 8 in der Anmerk. l. hinter (statt vor). - 10 Z. 1 - ...s? ...2 - — -1,0 - -13 -14 - (*^sr - 93 -19 - Hiph. T Außerdem ist durch Schuld des Gießers, der alle neugegossenem Lettern Mit einem Punkte versehen hatte, dieser Punkt beim Drucke sehr häufig wieder zum Vorschein gekommen, namentlich beim N; und so unangenehm dies dem Auge erscheint, so wenig wird der. auf den Uebelstand aufmerksam gemachte Schüler sich dadurch irren lassen. vr. PH. Ehrenberg.

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