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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-05-18 · Heft 60 (18.5.1839) · p. Seite 241

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 60 (18.5.1839)
Date
1839-05-18
Page
Seite 241 (sequence 3)
Language
German
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241 ad S. 36. So lange die von gezeigte Möglichkeit der Ausgleichung zwischen Sn und sh nicht als unmöglich erwiesen ist, kann man doch nicht geradezu sagen die G'moro schwanke selbst in diesem Punkte. ib. Nicht erst die spatere G'moro, sondern die früheren sprechen schon 2128 bei mb28 'ifi. Nicht daher nur als Gebrauche im Volksleben, wie Herr Cohn will, sondern in ^der Überlieferung als rabbinisch untersagt fand die G'moro diese ni2^N. Daß hier 2128 in, einem andern Sinne zu nehmen sei als überall sonst, ist noch erst zu erweisen. ib. Ob das Schuhausziehen der Leidtragenden in Europa anständig oder unanständig, beizubehalten oder nicht beizubehalten sei, darum handelt es sich in meinen Mittheilungen nicht, sondern einzig und allein um die Behauptung daß sich keine Spur davon weiter in der Bibel fände und es auch nicht Trauerzeichen sein könne. Und hier stellt sich ja der Rhapsodist selbst auf Seiten der Mittheilungen. ib. Auch hier handelt es sich nur um die kühne Behauptung es fände sich noch viel weniger eine Spur in der Bibel von dem auf dem Bodensitzen als Zeichen der Trauer, wahrend es sich doch in einer solchen Anzahl von Stellen findet. ad S. 38. Daß Maimuni im dritten Theil seines More der Manier zugtthan. ist göttliche Gebote nur als Negationen polytheistischer Gebräuche zu erklären, beweist noch nicht'das Ersprießliche derselben. Und daß man das Verbot deshalb nicht lieber als Negirung des in dem Gebrauch liegenden verderblichen Gedankens fassen könne, weil es oft nur auf die Bezweckung einer gewissen äußeren Jsolirung ankemmt, eine pelilio priucipii; denn daß durch ein Verbot nur allein die äußere Jfolirung bezweckt werde, kann nur erst dann angenommen werden, wenn erwiesen ist, daß nicht dadurch auch dem Eingang des in hem Gebrauch liegenden verderblichen Gedankens vorgebeugt werden sollte. (Fortsetzung folgt.) Briefe des Herrn vr. Loewe aus dem Oriente. Vierter Brief. p'bV risrpn 28 2^ 2"2m p'b$>2. Jerusalem, den 3. August 1838. (Fortsetzung.) Ich wandte mich nun nach, dem Grabe Chulda's, welches sich auf dem Oelberge unter einem großen Gebäude befindet. Ich ging an der äußeren Seile der Stadtmauer hin, wo ich zwei vermauerte Thore passirte, die man *»*1318 nennt, und.kam an die ehemalige Quelle des Gichon. Das Bett dieses Baches ist noch nicht ganz verschüttet, und cö hat den Anschein, alö wenn er erst vor Kurzem auSgerrockner sei. Ich rill den Oelberg hinauf, bis ich Chulda's Grab erreichte, und hier halte ich den herrlichen Anblick von dem ganzen Platze des. Bet hamikdaschl Der ganze Platz, worauf die Moschee Omar'S und daS Midrasch Schelomo steht, gewährt noch heute einen imposanten Anblick. Der Orr, wo das Minaret stebr, soll der des ehemaligen Allerheiligften sein, und .im Innern wird noch der Rest eines großen Grundsteines gezeigt; er ist umzaunt und wird in einem Grade von Heiligkeit gehalten, eö soll der sogenannte ^28 sein. Das Medrasch Schelvmo ist ein sehr schöne« Gebäude, es enthält eine große Bibliothek arabischer Manuscripte, und mehrere Lehrer lesen und erklären daselbst den Koran. Ibrahim Pascha hat den Israeliten sowol alö allen Fremden die Erlaubnitz ertheilt, an diesen Ort zu kommen. Die Elfteren aber halten es für Unrecht, die Stelle zu betreten, die der Hohe-Prieper nur einmal im Jahre betrat, und dem Europäer gelingt es nur mir vieler Mühe. Von der Bergipitze aus, auf der ich mich befand, genoß ich eine herrliche Aussicht bis zum tovlen Meere. Zur Rechten erblickte ich Rama, wo Schemuel begraben ist, (sein Grab ist von einer schönen Moschee bedeckt, und wird von Israeliten,oft besucht), zur Linken die ganze Stadt und vor mir daS berühmte 2ldt2''28 T ■ÜBttWrr pl33>, und das ©rafc.'voT, Ich ging in daS Grab Cyuldas. Eine Treppe führte mich in ein sehr tief gelegenes Zimmerchen, in welchem ich das Grab in dieser Form I vor mir hatte; mit Tüchern und Oellampen bedeckt, die aber jetzt nicht angezündet waren.. . Auf die Erbe sind Strohmatten gelegt und die Moslemin beten, so oft sie hierher foimuen. Eine Jnschnfr fand ich hier nicht, aber wie ich schon bei einer Gelegenheit bemerkte gilt das, was von Israeliten angegeben wird, bei allen Einheimischen für die beste Autorität. Dieses Grab war einst in der'Stadt selbst, wie aus dem Talmud zu erweisen ist, wo es heißt: Jeruschalaim habe zehn Vorzüge vor allen anderen Städten, und einer derselben sei, daß man die Leiwen nicht in der Sradt selbst begraben habe -üpl m2 /-,tai2p/3 fffi N8">2IN imVin, ein Anderer glaubte, daß die Gebeine, welche in diesen Gräbern enthalten waren, nach dem Flusse Kidron gebracht wurden — genug wir sehen, daß das Grab Chulda's in der. Sladr gewesen ist, j.tzt aber ist cö eine ziemliche Strecke außerhalb der Sradt; die Mauer schließt daher nur einen kleinen Theil der früheren Stadt ein. Daneben sind die Gräber ChcrggcjS und MalachiS, die auch zu den vorzüglichsten gezählt werden können. — Ich ging nun abwärts zum Denkmal AbsalomS. Dieses ist ein schönes, geschmackvolles, aber nicht sehr großartig gebautes Häuschen ohne Eingang; auf der Spitze 'war noch vor mehreren Jahren eine ausgestreckte Hand von Stein zu sehen, °) die vom Winde abgebrochen ist. Neben diesem ist wieder eine große, mit schönen Sculprurm und Säulen versehene Höhle, und in derselben das Grabmal dev Propheten Zacharias. Es rst eben-, falls von allen Seiten zugeniauen, die L-auarl aber ist von der des Grabmals Absaloms gänzlich verschieden. Man behauptet, daß die inneren Wände noch mir vielen Blutstropfen bedeckt sein, die ich aber nicht wahrnehmen konnte, obgleich ich sie durch einen Spalt, der in der Wand war, recht gut halte bemerken können. Der ganze Berg und das ganze Thal ist eine Welt von Höhlen und Gräbern. Jedes Grab ist mit einem groß.« Sreine beheckr, auf dem noch viele Inschriften deutlich zu lesen sind. Von dort führte man mich zu einer Quelle, die lief in einen Felsen gehauen ist. Eine Menge Stufen führten rmch hinab; daö Bassin ist so geräumig, daß mehre Menschen zugleich untertauchen können. Man nennt sie die des Hohenpriesters. Dies ist sehr wahrscheinlich, da man sonst nicht einen so großen ') ,,Die Hand, die sich gegen dm Vater erhebt, soll rum Grabe hercmswachsm^ dieser weitoervr.itere Glaube ist entweder Ursache oder Folge dieser Hand cm Absalonis Grabe.

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