Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 51 (27.4.1839)
- Date
- 1839-04-27
- Page
- Seite 46 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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46 läge erleben wird, haben wir einige kritische Blicke darauf geworfen^ damit solches bei einer andery^djtion desto, vollkomnjeneH'ersWnerMmöMj tz .tz &:S? Beim^ Aufschlagen E Merks^an5en^Ä>ir gleich^von^^ vorn herein Ln Aufstellung der Schlagwörter eine babylonische Verwirrung und ganz eigene Willkür. Bald: sind eS Vornamen, bald Beinamen, Familien - Orts¬ oder gar Gattungsnamen, mit denen diese gegeben sind. Wer-wird z.;B^ den berühmten Gelehrten Saadja—der nur unter diesem Namen bekannt und citirt wird, außer von A. Ezra, der ihn auch unter verstanden haben .will.-— bei seinem-nur Wenigen bekannten Wohnort: F.Hjümi suchen? Mer unter String seinem kleinen.Städtchen im.Größherzogthum Posen) den berühmten Bibliographen ^/Sabatai versetzt glauben? — Wem einfallen unter Lunel unter Peregrino ^2 , unter Regensburg Petachia nachzuschlagen? — Sollten vollends: Rofe ^) Sfardi, Cohn, Krai u. dgl. als . Schlagwörter ausgestellt werden, so möchten über drei viertel dieses Werks diese Artikel allein einnehmen können./ und das Benutzen gewiß sehr erschweren. Es erscheint demnach wol nothwendig, daß der Uehersetzer bei einer neuen Auflage,für eine völlige Umgestaltung her Ordnung in gedachter Beziehung Sorge tragenmuß, und eS wäre nach unserm Dafürhalten das Sicherste, wenn derselbe Ein für Allemal sich an die Vornamen halten, dagegen auch die Stamm- oder bekannten Ortsnamen unter die' betreffenden Buchstaben, mit Hinweisung auf die Vornamen, aufnehmen würde, z. B. Moses den Maimon und unter Maimuni s. Moses b. M. u. dgl. Zur fehlechaften Ordnung gehören auch die als Schlagwörter aufgestellten Bücherartikel, als 147. «-nfttE ISS:' Massora 210. 2U. Midraschim 215. ■»‘na‘1 tins 262. Rabbot 273. Sifra, Sifri 296., Talmud 303. Largum 307. mböri 310. lYnVin 316. möbin , ansDin 318, welche unter die Categorie der Bücherverzeichnisse gehören. Was den Inhalt selbst betrifft, so laborirt dies Werk, wie alle menschliche Arbeit, an Fehlern und Mangeln, die der Uebersetzer zu vervollständigen, gewiß gern sich unterziehen wird, wenn seine Aufmerksamkeit nur dahin geleitet wird, und mögen hier Einige Platz finden. *) nsYi Arzt. — Wenn man in unsren Zeiten, wo dem Juden anderweitige wiffenschaftliche Fächer nicht offen stehen, sich nicht wundern darf, die jüd. Jugend Meistentheils. dem Arzneisache sich widmen zu sehen, so mußte ,S uns wahrlich auffallend fein, wenn solches auch bei den .spanischen Juden so häufig der Fall gewesen sein soll, da denselben bekanntlich jedes Amt offen stand. Dies gewährt uns daher die Vermuthung, daß unter dem Tirelnamen ixs'H nicht durchaus: Arzt, sondern wie bei unö vr. verstanden werden muß, welcher Titel bekanntlich auch für Geschichte, Philosophie, Rechte u.s. w. ertheilt wird. Noch mehr bestärkt unS in dieser .Ansicht daS häufige Zusammentreffen der Titel ksy-i und 2-, Arzt und Rabbiner bei den Bibliographen, denn, wenn auch beide Fächer neben einander betrieben werden können, so sind doch die Funktionen und der mit jedem besonders verbundene Lebenswandel so divergirend, daß deren Vereinigung nur zu den. seltensten aber nicht den häufigsten Fällen zu rechnen sind. .-.Daher wäre.-auch-in diesem Werke zu stellen: vr. und Rabbiner. Anm. d. Receys. Der Artikel; Jaffe 2. S. 136. müßte durchweg berichtigt ^fverde^ n^it a) sein Cory. zum Rabba auch auf die nannt ist, und ä) das Werk i-!dr^i72 na*) ** nicht über Pentateuch, sondern über Hagada jecuschalmi abhandelt. — S. 243. finden wir das Curiofum, daß Salomon Maimon den Commentar des M. Narboni m's Lateinische übersetzt, der von Eichel edirt worden. 'Derselbe ist aber bekanntlich (wie der Text und-der N-iivii n-22 von Sal. M:) in Hebräischer Sprache abgedruckt in Berlin 1791 erschienen — was auch Art. Maimon S., 191. zu berich« tigen ist. — Bei Heller.S. -122; wo wir die von demselben bei Sabatai aufgestellten andren sechs Werke vermissen — sollte wol unter „seine talmudischen Commentare" dessen berühmter -Commentar zur Mifchrra üt verstanden werden? was richtiger hätte ausgedrückt werden sollen. — Sefardi (2) Israel ben Sümuel, S. 292, finden wir bei Sabatai unter ■bKW' @. 30 genau beschrieben, woraus zu ersehen ist, daß derselbe das Werk selbst vor Äugelt gehabt hat, und er nennet ihn Israel Samuel den Salomon Rose. — - Wir finden bei Zsaakl ■ (iVi) S. 126. 127. die mährchenhaste Angabe aufgetischt, daß-derselbe, sich mit. g elehrten Sprachen, der.Philosophie, Medicin und Astr0nomie beschäftigt hat, und eine siebenjährige. Reise nach Italien, Griechenland, Palästina, Egypten und Persien unternommen — die Zunzische Biographie Raschi's (in der Zeitschrift für die Wissenschaft des Iudeythums, Ber- Im .1622-, hie der Uebersetzer selbst in seiner Vorrede VH. gebührend würdiget.) hätten den Uebersetzer hier zu einer Berichtigung veranlassen sollen. — Bei Wessely hätten wol' seine rühmlichst bekannten Werke bi2>2. 12 Berlin 1765, liiäV .iT’;unb nnbw w22N.1777 eine ehrenwerthe Erwähnung verdient. —. S 230. Anmerkung 1. macht, der Uebersetzer die Bemerkung, daß in der Wiener Ausgabe sämmtlicher Werke Mendelssohns (1838) vierzehn bisher u.nedirte Schriften sich befinden, worin er jedoch zum Theil irrt, da No. 4) an die Freunde Lefsing's Berlin 1786; No. 5) Pope der Metaphysiker B. 88; No. >6) Uebersetzung des Hohen-Liedes 1788 (mit hebr. Lettern); 14) Proben Rab. Weisheit in Engels Philosoph für. die Welt u. a. Ö. abgedruckt sind. Da: uns übrigens diese Wiener Ausgabe nicht vorliegt, so müssen wir: auf Treue und Glauben annehmen, daß die in dieser Anmerkung ferner aufgeführten Werke: Ueber die Wahrscheinlichkeit; die Schönheit u. A.^ nicht in seinen Philosophischen Schriften Berlin 1777 enthalten sind. — S. 252. Anm. 1. muß es heißen 2N18 ^2 nicht Onkelos. — Bei dem.Art. ^21^-1 tnpy>, 255. erscheint uns die Hinweisung überauf Zunz' Vorträge Cap. 18, sehr sonderbar, gleichsam als befände sich in Letzterm, auch nur eine Sylbe über dieses kabbalistische Lexicon, vielmehr wird in dem bezogenen Cap. nur vom ^22>uV abgehandelt. Diese Anm. muß also an die ihr gehörige. Stelle S. 90. gefetzt werden. — Eben so sollte die Anm^ S. 2H1. über un-i nach D. unter iimi verwiesen werden. Anmerkungen scheinen uns zu fehlen bei Haji S. 120.