Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 3 (1839)
- Issue
- Heft 51 (27.4.1839)
- Date
- 1839-04-27
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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M. Jahrgang. No. IS Literarisches rrud h o m i l e tische s Bei b l a t t. Leipzig, den 27. April 1839. L i i et a t u r. Bü ch erschau. (Fortsetzung.) " ’; ■N; 37) Historisches Wörterbuch der jüdischen Schriftsteller- und ihrer Werke. .Von G. B. de Rosst. Aus dem Ztatienischen übersetzt von vr. C. H. H Am berge r. Leipzig , 1839. gr. 8. : S. XVI. und 336. (Recens. von P..o, mit einer Nachbemerkung-des Redakteurs.) Die lexicalischen Werke der jüdischen Literaturgeschichte, finden wir in katalogischer Form, entweder bibliographisch, nach den Büchertiteln alphabetisch geordnet, wie bei tPiiKh'-ViBü/ den Earalogen berühmter Bibliotheken (von Assemank, Uri, de Rosst, Opp. rü a.), wo bei jedem Artikel auch -der kurze Inhalt des Werks,' Name des Vers, u. s. w. angegeben ist; oder biographisch geordnet als Gelehrten-Lexicon, wo die Namen der Autoren die Schlagwörker bilden, und ihr Leben, Wirken, und ihre Werke beschrieben sind, wie bei, imp , porrn,- N^2pN rmntt -nb , krh N72L, mwin Bartolocci, Wolf u. a. Für den Kritiker sind beide Formacten gleich wichtig, gleich brauchbar und nützlich; nicht so aber für den- Dilet- ' tanten, gewöhnlichen Gelehrten, Rabbinen und Letztere, die es meistenrheils nur mit dem Inhalt der Werke zu thun haben und um Kritik sich nicht kümmern, können nur mit Vortheil von der ersten Art -allein Gebrauch machen. Sie finden beim Studiren und Lesen eines jüdischen Werks'immer die Ausdrücke: , (und nicht ur’p^ö VtfT1' 'n) n"nn -ans ‘pi oder 'pöti*p V'n hrtitln , , -oder (und-nichtvnaadr -,sv oder-ribärbD trw rrm ‘Uta , Muvn , rrbapiv und dgl.-und nur bei ausgezeichneten Gelehrten findet man ihre Namen statt ihrer Werke aufgeführt als drban ^üatt^n' a'bi , Aaban V'n, u. s. w. Wollen sich die Leser über die Namen des Autors, seine ^eit u. s. w. belehren' lassen, so finden sie sogleich den betreffenden Büchertitel und das vermerkt, was sie wünschen. Gleichnamige Werke -können sie beim Nachschlagen nicht .irre leiten,'- da sie sich sowol. durch das angegebene Zeitalter des Autors, als besonders durch den Inhalt des Werks bald orientiren werden. Äein Gelehrter des Ritual - und Eeremonialwefens wird ' das öimnK 'pitt des Farisol (eine Religionsstreitschrift) für das vii^ia« des Abli (Commentär zum N^irr) holten; keiner das; H.al a chi sch eamaiJi-: .*bViö- (Cdm. zum •’ÖöVk) mit dem des körte leave, oder das-np NV'L-Äs kowis mit dem des.kLns verwechseln.' Uebrigens hat diese katalogische Form auch den Vorzug, daß sie Werke von anonymen Verfassern aufnehmen kann. — Hingegen ist die Ordnung bei Gelehrten-Wörterbüchern unsicher, schwankend > den individuellen Ansichten unterworfen und für den gewöhnlichen Gelehrten' selten brauchbar. Wo soll dieser die Büchernamen von "p^n , a'bv , tyiab auffuchen? — Und ist ihm auch schön der Namen des- Autors bekannt, so machen ' die verschiedenartigen Aufstellungen der Schlagwörter ihn wirre. So schreibt dieser z. B. Joseph ben Meir halevi Megas, jener Megas. b. M. h; Einer Jedidia ben Abraham Penini Badkrasi, ein andrer: Penini I. b. A. B, wieder ein andrer: Badecasi I. b. A. P, wie sich nun leicht herausfinden? — Für den'Kritiker und Freund der süd. Literatur hat dagegen diese Form einen Vorzug, indem er dadurch eine Uebersicht über die Gesammtleistungen des Autors und seiner Werke vereint an einem Orte ausgestellt vorsindet, und dem Verf. eines solchen Werks selbst ist ein freier Spielraum vergönnt über das Leben, die Leistung und Wirkung eines jeden Autors nach seinen Geistesfähigkeiten und Kenntnissen weitläuftig sich auszusprechen. ' - Unter den Bibliographen dieser letzten Art hat sich in neuerer Zeit B. de Roffi in Parma, durch sein in ital. Sprache verfaßtes und 1802 erschienenes Werk: .„Historisches Wörterbuch der jüd. Schriftsteller und ihrer Werke," sehr verdient gemacht. Mit vielem Scharfsinn und ungemeiner Belesenheit berichtigte und verbesserte er sehr viele Ansichten seiner Vorgänger, und. führte das Gelehrten- Register bis auf unsre Zeit. Dieses schätzbare Werk, das schon selten ist, hat uns nun Herr vr. Hämberger auf heimatlichen Boden verpflanzt, durch eine Uebersetzung desselben m deutscher Sprache und mit nützlichen Anmerkungen versehen. Jeder Freund der jüd; Literatur. wikd ihm gewiß dafür Dank wissen, besonders diejenigen, welche -der ital/Sprache nicht kundig sind. *J In dieser Voraussetzung und in Hoffnung, daß diese nützliche und schöne Arbeit bald' vergriffen und eine neue Auf- *) Wir deutschen Juden, (wozu gewissermaßen auch die polnischen, zu rechnen'sind, die meistenrheils die deutsche Sptache verstehen) verdienen doch wol der bedeutenden Zahl wegen die, Beachtung der Gelehrten in derArt, daß uns alles Klassische aus fremden Sprachen inS Deutsche wiedergegeben werde. Nur eilt Thcil derselben ist der fremden Sprache mächtig, und ein noch kleinerer Theil nur har die klassische /Bildung , um. etwas Gediegeneres leisten zu können,' daher MaUn.er von Fach hier aushelfen müssen'. Bekänntkich scheute Dnv7Friedkander sich nicht in Gegenwart-Anderer -dieseS zu bekennen., Aufsolche undviele-andre wissenschaftlich gebildeten Juden ' smnssen ähnliche Uebersetzungen einen großen Einflußchaben--' der ihrem Geist diegebörige Rich^ tung geben wird. " Möchte -daher' auch -mit -der Uebersetzung dev seltenen Bibliotheca rabbidcaöon Wolf, ein Gelehrter uns? bald erfreuen! - An m. d. Recensi