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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1839-04-13 · Heft 45 (13.4.1839) · p. Seite 180

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
3 (1839)
Issue
Heft 45 (13.4.1839)
Date
1839-04-13
Page
Seite 180 (sequence 2)
Language
German
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180 der Leidenden vpn Saffek - Liberias benachtheiligen, als uns aber auf Privatwege mitgetheilt ward,' diese 100 fl. seiest de^r -fraglichen Capitale nür entlehnt Üttd,st»üödeN aus . der Gemeindecasse restituirt werden, nahmen wir auch keinen Anstand, dieselben als von Berlin eingegangene Extraspende für die Unglücklichen von Saffet und Liberias in unsere Rechnungen aufzunehmen und;u publiciren. Aus unserer Correspondenz mit dem Gemeinde-Vorstand ergab sich jedoch später, daß man gar nicht die Absicht gehabt hatte, diese 100 fl. dem- Capital zu restituiren; daher sehen wir uns genöthigt, diesen Posten zu Gunsten der sämmtlichen Armen im heiligen Lande zu rabbatiren, und dieses, der Rechnungsablage halber, in unserm Sendschreiben kund zu geben. — Der Präsident der Pekidim und Amarkalim fämmrlicher Israelitischen Gemeinden im heiligen Lande, zu Amsterdam. H. Lehren. Strasburg, 17, Febr. (Privatmitth., Verspätet.) Ich übersende Ihnen anbei den letzten Bericht der Administrations-Commission 'der Gesellschaft zur Beförderung der Gewerbe unter den dürftigen Israeliten des Niederrheins. (8oeiete d’ encouragement au travail en faveur ,des israelites indigens du Bas-Rhin.) Dieser Bericht detaillirt alle Be« tnühungen dieser Gesellschaft seit ihrer Gründung, welcher auf sichere Weise darlegt, daß man auch hier, wenn auch langsam, vorwartsschreitet, um eine moralische und materielle Veredlung zu begründen. So ist es dem Consistorium vor Kurzem gelungen, die. Mizwotversteigerung, welche unsre gottesdienstliche Feier in unserm schönen, majestätischen neuen Tempel, unterstützt durch einen dem Münchener nachgebildeten Chorgesang, störte, nbzuschaffen. So haben wir auch in der Bestattung der Tobten eine wahrhaft würdige Ordnung eingeführt. Wenn Sie erlauben, werde ich Ihre Leser in Kurzem mit einem weiteren Berichte über Straßburg und dessen Konsistdrialbezirk unterhalten.. Sie werden ersehen, daß nicht alle französischen Konsistorien die harten Vorwürfe verdienen, die in der Allg. Zeit. des Jud. laut geworden.*) C....l. Leipzig, 28.Marz. In Bezug auf die öfter besprochene Erbauung einer Synagoge in Leipzig geben wir hier einen Auszug aus der Mittheilung der Plenarverhandlungen der Stadtverordneten daselbst vom 27. März, wonach diese Angelegenheit von Seiten der Cvmmun als geordnet anzusehen ist: „Hierauf folgte der Vortrag eines CommunicatS des Stadtrathö, worin selbiger in Bezug'auf die wegen Abtretung des nöthigen CommunarealS zum Neubau einer Synagoge durch Stimmenmehrheit gefaßten Beschlüsse der Stadtverordneten erklärte, wie der Magistrat, um völlige Einstimmigkeit hinsichtlich jener -Abtretung zu erlangen, und dadurch der sonst erforderlichen Berich tserftattung an die hohe Regierungsbehörde überhoben zu werden, seinen frühem Beschluß nunmehr dahin abgeändert habe: daß den Juden das zu einer Synagoge nöthige Areal von dem Pichhofe als svperüews mit einem jährlichen Kanon von 10 Thlrn. und mit Vorbehalt des unentgeldlichen Rückfalls von dem Zeitpunkte an, wo das Gebäude nicht mehr zur Sy- *) Wir werden in nächster Zeit einen Auszug dieses Berichtes geben. Rcdakt. nagoge dienen werde, so wie gegen Uebernahme der etwa aufzulegLnden Oblasten übetlaffeN^werden^soll.- -• - / In Folge eines hierüber voü d'en betreffenden Deputirten ^cr Stadtverordneten abgegebenen Gutachtens, wonach selbige zwar mit den Ansichten des ScadtrathS sich .völlig einverstandenerklärten, jedoch noch die Beifügung einer Bedingung in Absicht-auf die erforderliche Beschleunigung-deö^gedachten Synagogenbaues für nörhig fanden, wurde nach mehrseitiger Berathung die Frage zur Abstimmung gebracht: ob zur Abtretung deS zum Synagogenbaue nvthigen Areals unter den, in dem vorgedachten RathScommunicare angegebenen Bedingungen und mit dem Zusatze, daß die Commun an ihr Versprechen nicht mehr gebunden sein solle, wenn bis Ende des Jahres 1842 der Bau der Synagoge nicht vollendet sei, die Zustimmung der Stadtverordneten ertheilt werde! Diese Frage wurde mit 50 gegen 2 Stimmen bejahet. Die zwei verneinenden Mitglieder aber motivirten ihr votum damit, daß sie zwar zur Abtretung deS fraglichen Areals an die israelitische Gemeinde in der vom Magistrate vorgeschlagenen Maße ihre Zustimmung geben, jedoch mif dem Zusatze wegen der an die Vollendung deS Synagogenbaues geknüpften Bedingung sich deßhalb nicht einverstanden erklären könnten, weil mancherlei unvorhergesehene, unverschuldete Ereignisse die Vollendung des Baues bis zur gestellten Frist hindern könnten und in diesem Falle also die vorerwähnte Bedingung zu hakt etscheine. Tages-Controle. Frankfurt a. M. den 15. Marz 1839. Zustände der.israelitischen Gemeinde in Frankfurt a. M. rm ersten Quartal 1839.") Es. giebt eine Zeit zum Schweigen, übet auch eine Zeit zum Sprechen. (Prediger UI. 8.) Herr Redakteur! r. Wenn in einem der.früheren Berichte von hier**) die Hoffnung ausgesprochen wurde, daß: „in Betreff unsrer religiös-kirchlichen Angelegenheit, welche „der gnädigen Vorsorge Eines Hohen Senates zur Ent- „scheidung vorliege, von der Weisheit, Unparteilichkeit „und Gerechtigkeitsliebe Desselben beschlossen werden wird, „was Rechtens ist." — so hat sich der Referent nicht getauscht. Daß wir indeß bis jetzt über diesen Gegenstand gänzlich geschwiegen, zeigt *) Vorbem. des Red. .Wir.geben die folgende Correspondenz, die so eben eingetroffen, als Fortsetzung des in No. 82 v. I. gegebenen Artikels, und müssen alle Teilnehmenden ersuchen, unsrige damalige Bemerkung nachzulesen, die wir hiermit noch einmal bestätigen. ") S. Allg. Zeit. d. Judenth. No. 82 v. I.

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