Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 15 (1919)
- Issue
- Heft 8-12 (August 1919)
- Article
- Die jüdische Bevölkerung in München im Jahre 1910, mit besonderer Berücksichtigung der Gebürtigkeit
- Date
- 1919-08-01
- Page
- Seite 129 (sequence 9)
- Language
- German
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- 129 — druckten Material nur bei der Volkszählung von 1895, und diese Ziffern sind von Segall für seine Darstellung benützt worden. Indem wir die Ziffern für 1910 hinzufügen, können wir nachweisen, wie sich der Personenstand innerhalb der einzelnen Altersklassen in diesen 15 Jahren geändert hat. Die Untersuchung von Segall bezieht sich o cz> ------ nur auf Erwachsene (über 15 Jahre) und wir wollen ihm hierin zur Erzielung von Gleichmäßigkeit folgen. Segall wirft zwei Fragen auf: a) Wie verteilen sich die Personenstandsgruppen auf die Erwachsenen? b) Wie verteilen sich innerhalb dieser Masse die Personenstandsgruppen auf die einzelnen Altersklassen? Auch hierin folgen wir Segall. Wir beschränken aber diesen Vergleich zwischen 1895 und 1910, um den Rahmen dieser Abhandlung nicht zu überschreiten, auf die im Ausland geborenen Juden, weil diese Gebürtigkeitsgruppe das größte statistische Interesse beansprucht. Für die anderen Gebürtigkeitsgruppen können die betreffenden Vergleiche von jedermann selbst hergestellt werden, nämlich mit Hilfe einerseits der Tabellen in der Segallschen Schrift IX 2, 3, 5, 6, 8, 9, andererseits der Tabellen. Tabelle 11. a) Auf 100 im Ausland geborene Juden über 15 Jahre treffen: -! OP.C iO^ü 1910 m w. zus. : i m. j w. | zus. ledig........ Summe i 59 39 2 30 59 11 48 46 6 53 45 2 QK UU ~T<J 56 j 50 .9 j 5 100 100! 1001100 100 100 Tabelle 12. b) Auf 100 im Ausland geborene Juden der bezeichneten Altersklassen treffen: 1895 i m n lyiu 16-30 3 ■ "T 1-50 51-70 über 70 in. | w. j zus. 16-30 31—50 51-70 über 7(1 /u m. w. zus. m. w. zus. m. w. zus m. w. zus. m. w. zus. m. w. zus. m w. zus. ledig .... 91 55 79 29 12 22 15 7 12 _ _ 88! 66 80 21 12 17 12 5 9 15 9 verheiratet 8 44 20 vi 77 74 75 44 62 33 -1 12 12 33 20 77 82 79 81 55 70 55 20 40 übrige ... 1 1 1 — 11 4 10 49 26 67 100; 88 — 1 2 6 4 7 i 40 21 30 80 51 Summe I00|100| 100|l00jl00j 100 SlOOjlOOj lOOjlöOjlOO! IOOjlOOjlÖOj 100|i00jl0ej 100|100jl00j lUöjlüöjlOOl 100 Betrachten wir das Ergebnis zunächst ohne Berücksichtigung der Geschlechter, so finden wir, daß die Relativziffer bei den Ledigen gesunken, bei den Verheirateten gestiegen ist. Dies stimmt im allgemeinen mit den Ergebnissen überj ein, die wir oben für die Ausländer J festgestellt haben. Es gilt aber auch für j die einzelnen Altersgruppen. Nur in der j Altersgruppe 16—30 ist sich der Prozentsatz der Ledigen und Verheirateten gleich bezw. fast gleich geblieben. Die Verschiebung kann davon herrühren, daß zwischen 1895 und 1910 in den höheren Altersklassen die Einwanderung verheirateter Personen überwogen hat oder davon, daß die in den jüngeren Jahren Eingewanderten in späteren Jahren geheiratet haben.