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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1919-08-01 · Heft 8-12 (August 1919) · p. Seite 126

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
15 (1919)
Issue
Heft 8-12 (August 1919)
Article
Die jüdische Bevölkerung in München im Jahre 1910, mit besonderer Berücksichtigung der Gebürtigkeit
Date
1919-08-01
Page
Seite 126 (sequence 6)
Language
German
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— 126 - sehen Juden herstammen. Daß die ausländischen Juden ein großes Kontingent zu den in München geborenen jüdischen Kindern stellen, dürfte auch deshalb anzunehmen sein, wp'ü bei ihnen die Geburtenhäufigkeit größer ist als bei den Westjuden. Es betrug die Geburtenhäufigkeit bei den Juden in München (vgl. S. 90): 1875: 32; 1880: 24; 1885: 18; 1890: 17; 1895: 16; 1900: 13; 1905: 16; 1910: .. Wenn nun auch die ausländischen Juden, wie man beobachten zu können glaubte, infolge Assimilation ihre Fruchtbarkeit rasch herabsinken sehen, so wirken doch in der Einwanderungsgeneration solche aus dem Herkunftslande übernommenen demologischen Eigenschaften noch einige Zeit nach und üben ihre Wirkung. V. Die Zusammensetzung der einzelnen Gebürtigkeitsgruppen nach dem Personenstand wird im allgemeinen durch dieselben Faktoren beherrscht, wie ihre Altersgliederung. Nur äußern sie sich in beiden Fällen anders: dort eben in einer verschiedenen Altersbesetzung, hier in einer verschiedenen Häufigkeit der gewöhnlichen Personenstandskategorien: ledig, verheiratet, verwitwet. Dieses hängt zusammen mit den Beziehungen zwischen Alter und Personenstand: die Ledigen sind mehr in den niedrigen Altersklassen, die Verheirateten in den mittleren, die Verwitweten in den höheren Altersklassen zu treffen. Bevor wir dies aber näher ausführen, wollen wir die Ziffern selbst bringen. Tabelle 8. Personenstand und Gebürtigkeit mit Unterscheidung des Geschlechts. In München Geborene Sonst in Bayern Geborene Sonst in Deutschland Geborene Im Inland Geborene Im Ausland Geborene Summe m. w. ZUS. m. w.! zus. i m. w. zus. m. w. zus. m. w. zus m. w. zus. ledig.... i 1303 85,1% 1234 75,7 2537 80,3 597 43,8 289 24,0 886 34,5 780 57,3 321 33,4 1101 47,7 2680 62,9 1844 48,6 4524 56,2! 10321 578 59,3I44!8 1610 53,1 3712 61,9 2422 47.6 6 134 55,4 verheiratet . 215 14,0% 305 18,7 620 16,4 686 50,3 626 52,0 1312 51,1 541 39,7 492 51,1 1033 44,4 1442 33,9 1423 37,5 2865 35,6 681| 615 39,1, 47,7 1296 42,8 2123 35,4 2038 40,1 4161 37,5 ' übrige . , . 13 0,9% 91 5,6 104 3,3 81 5,9 289 24,0 - 370 14,4 41 3,0 149 15,5 190 8,2 135 3,2 529 13,9 664 8,2 27 1,6 97 7,5 124 4,1 162 2,7 626 788 12 3> ' 7 1 '>- , >• Summe 1531 mn 0/ /o 1630 l'A/i ±uu 3161 Inn JLL/ W 1364 100 1204 if.i\ J.\J\J 2568 100 1362 -s ri / \ ±vu 962 100 2824 100 4257 100 3796 100 8053 100 I740 100 1290 100 3030 100 5997 100 5086 100 11 083 Yoo Das Gesagte wird durch die Tabelle bestätigt. Wie bei den im Ausland Geborenen verhältnismäßig die Erwerbsfähigen, bei den im sonstigen Bayern Geborenen die Erwerbsgesättigten einen besonders großen Prozentsatz ausmachen, und die in Deutschland Geborenen in der Mitte stehen, so überwiegen unter den im Ausland geborenen Juden die Ledigen, bei den in Bayern Geborenen die Verheirateten, aber auch die „Übrigen" (Verwitweten, Geschiedenen) machen einen auffallend großen Bestandteil der in Bayern geborenen Juden aus; die in Deutschland geborenen Juden stehen wieder in beiden Beziehungen in der Mitte, jedoch neigen sie sich mehr auf die Seite der im Ausland Geborenen, als auf die Seite der im sonstigen Bayern Geborenen. Merkwürdig

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