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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1919-08-01 · Heft 8-12 (August 1919) · p. Seite 125

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
15 (1919)
Issue
Heft 8-12 (August 1919)
Article
Die jüdische Bevölkerung in München im Jahre 1910, mit besonderer Berücksichtigung der Gebürtigkeit
Date
1919-08-01
Page
Seite 125 (sequence 5)
Language
German
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— 125 — obigen Ziffern mit denen von Segall (S. 51 bis 75) mit eigenen Augen zu vergleichen, da eine Zusammenstellung hier zuviel Raum beanspruchen würde und die Tabelle wegen ihrer Kompiexialität (Volkszähiungsjahre, Altersstufen, Gebürtigkeit, Geschlecht) zu umfangreich und unübersichtlich werden würde, Wir müssen uns damit begnügen, die Ergebnisse eines solchen Vergleiches zu bringen. Es zeigt sich dann, daß die vorhin für das Jahr 1910 aufgewiesenen Unterschiede sich von Jahrfünft zu Jahrfünft verstärkt haben: Die Anzahl der in der erwerbstätigen Altersklasse 15-—30 Jahre befindlichen sonst in Bayern gebürtigen Juden hat absolut und relativ (im Verhältnis zu den übrigen Altersklassen) abgenommen, die Anzahl der erwerbsgesättigten Altersklasse 50--70 hat zugenommen; insbesondere ist dies seit 1905 der Fall. Was die ausländisehen Juden anbetrifft, so ergeben sich die Änderungen aus nachstehender Tabelle. Tabelle 6. Die ausländischen Juden in München zerfallen in folgende Altersgruppen: 1895 1900 1905 1910 rel. -«>! rs!! ro! , , 1- -15 P- . . . . . 16 1« 14 14 15- -30....... 40 37 41 42 30- HO 34 1.K \JKJ 1A V-? - O 1 50- -70 . '. ~8 9 10 "9 1*1 lr% Ä «• UUti 70....... O z, 1 l 1 Summe 100 100 | 100 | 100 Wenn auch die Ziffern absolut genommen in allen Altersgruppen (mit zwei unerheblichen Ausnahmen) stiegen, so hat eine wesentliche Veränderung in der prozentualen Zusammensetzung im ganzen doch nicht stattgefunden. Nicht uninteressant ist es auch, die Entwicklung der unerwachsenen jüdischen Bevölkerung, soweit sie in München geboren ist, von Jahrfünft zu Jahrfünft zu ver-! folgen. Er wurden gezählt: I Tabelle 7. In München geborene Kinder unter 15 Jahren: rrjän absol. : nl. rel. wroiKI VT V- X \J 1. c,,~ UUl. 1 ni c absol. rel. absol. rel. 1895 627 55 626 53 1253 54 1900 631 1 50 672 51 1303 50 1905 748 I 53 749 51 1497 52 1910 815! 53 814 50 1629 5! j Die Anzahl der in München geborenen | jüdischen Kinder hat demnach absolut zugenommen (relativ ist sie sich ziemlich gleich geblieben). Mit dem Wachstum der jüdischen Be-! völkerung in München ist also auch ihre I \£\tiHPr"^!Ii] opq11 perp 11 I PiHpt li^Pit Qir*H mangels genügender Differenzierung der Ziffern nicht bestimmen, wie sich diese in i | München geborenen Kinder prozentual auf die verschiedenen Herkunft s^runoen ' - XI (Herkunft der Eltern) verteilen. An sich könnte man annehmen, daß die in München geborene Bevölkerung auch die größte Kindfrzah} aufweist, weil die Kinder der ~- - fremdbürtigen Bevölkerung zum Teil außer- Ii n 1l\A. 1111Vi a 111 rv 1 \V>/-n-/\. 1 c^ji-j '.vprH \7/ it I uuiu xuuin»iivuo gtuuiLli VVCluLiI. . V Uli der fremdbürtisren Bevölkerung werden diejenigen Herkunftsgruppen verhältnismäßig mehr in München geborene Kinder aufweisen, bei denen der Zuzug nach München bereits in den zeugungsfähigsten bezw. fruchtbarsten Jahren erfolgt, also, da diese Jahre mit denen der größten Erwerbsfähigkeit und Erwerbslust zusammenfallen, die ausländischen Juden. Die in München geborenen unerwachsenen Juden werden also zum größeren Teile von der einheimischen jüdischen Bevölkerung und von den ausländi-

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