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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1919-08-01 · Heft 8-12 (August 1919) · p. Seite 124

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
15 (1919)
Issue
Heft 8-12 (August 1919)
Article
Die jüdische Bevölkerung in München im Jahre 1910, mit besonderer Berücksichtigung der Gebürtigkeit
Date
1919-08-01
Page
Seite 124 (sequence 4)
Language
German
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- 124 — Tabelle 5. In München Geborene Sonst in Bayern Geborene Sonst in Deutschland Geborene Im Inland Geborene Im Ausland Geborene Summe m. w. | zus. m. w. zus. m. w. zus. *-»-» Hl. w. zus. m. w. zus i m. j w. zus. 1 — unt. 15 Jahre 15— „ 30 „ 30- , 50 „ 50- , 70 , 70 u. mehr Jahre *3 0 23,1 18,0 5,0 0,7 Ad Q TT . 26,4 18,2 d R i',o m t; j x i <_> 24,8 18,1 4,7 0,9 A Q 23,5 36,7 OQ 1 ^V, i 5",8 q o <JFjC/ 20,9 38,6 qi n 1 *v 5,6 /i K. oo o öfß 30.0 5,7 c; o u,^ 40,7 35;6 16,2 2,3 7 n / ,u 27,2 40,2 21,6 4,0 C A u,» 35,1 3756 i a a i /■% ü ^, * 3,0 OO A LLJ± 28,8 29,7 i H X X\/jU 2,8 c\ a r? Z4:,0 24,8 30,3 17,2 3,2 OO A ,^ö,4: 27.0 29,9 16.7 3,0 1 C\ f iz,o 43.7 32,5 10,1 1,2 15,7 36,9 35,4 10,8 4,2 i et r\ lö,ö 40,8 33,8 10,4 1,2 19,5 33,2 30.5 14,5 2,3 22,2 27,9 31,6 15,6 2,7 20,8 30,7 31.0 15,0 2,5 Summe 100 | 100 | 100 1100 100 100 | 100 1100 100 | 100 100! ioo | ioo 100 100 100 100 100 stehen in beiden Beziehungen genau in der Mitte. Wir können es uns nicht versagen, zur Verdeutlichung dessen die charakteristischen Relativziffern aus der Tabelle 5 zusammenzustellen. Bei Sonst in Bayern Geborene Sonst' in Deutschland Geborene Im Ausland Geborene 15 -30 Jahre 22 35 41 50-70 30 19 10 Hierbei besteht at )er ein bez eichnender Unterschied. Die Relativziffern erfahren nämlich in der Altersklasse 15—30 in allen drei betrachteten Gebürtigkeitsgruppen beim männlichen Geschlecht eine größere Ausbauchung als beim weiblichen, in der Alterskiasse 50—70 dagegen ist das umgekehrte der Fall: das weibliche Geschlecht zeigt eine größere Ausbauchung als das männliche. Daraus geht hervor, daß in der erwerbsfähigen Altersklasse der „Wandertrieb" hauptsächlich das männliche Geschieht ergreift, in der erwerbsgesättigten Altersklasse das weibliche Geschlecht (Witwen). (Dies letztere ist, wie gesagt, auch bei den im Ausland Geborenen der Fall, obwohl hier, absolut genommen, die Zahl der Männer 50—70 Jahre mit 176, die Zahl der Weiber mit 140 übertrifft.) den in München geborenen Juden überwiegt natürlich die unterste Altersgruppe 1-15 bedeutend. Hier sind eben auch die in München geborenen Kinder der übrigen Gebürtigkeitsgruppen inbegriffen. Man könnte die Behauptung aufstellen, daß diese demologisch zu den fremdbürtigen Bevölkerungselementen gehören. Allein irgendwo muß doch eine Grenze sein zwischen Ortsbürtigkeit und Fremdbürtigkeit, und man sich gewöhnt, die Geburt des Indivi- V, o + uat d u ums und nicht die Geburt seiner Eitern enf- (oder gar seiner Großeltern) als das scheidende Merkmal zu behandeln. Trotz der hohen Anzahl der Jugendlichen 5_7 oder vielmehr eben deswegen ähnelt die Altersschichtung der in München geborenen Münchener Juden noch am ehesten der typischen Altersschichtung einer stationären Bevölkerung. (Pyramide mit breiter Basis und anfangs schwacher, später kräftiger Konvergierung.) Wenn wir nun die Frage aufwerfen, ob sich die Altersgliederung der Münchner Juden nach Gebürtigkeitsgruppen seit der vorletzten von Segall noch mitbehandelten Volkszählung 1905 verändert hat und wenn ja, in welcher Richtung und wie sich überhaupt die Altersgliederung seit 1880 zum Teil verschoben hat, so müssen wir, was die Ziffern selbst betrifft, den Leser bitten, die

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