Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 15 (1919)
- Issue
- Heft 8-12 (August 1919)
- Article
- Die jüdische Bevölkerung in München im Jahre 1910, mit besonderer Berücksichtigung der Gebürtigkeit
- Date
- 1919-08-01
- Page
- Seite 123 (sequence 3)
- Language
- German
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<a e ^r-i — 116 — Für die Volkszählungen 1880—1905 verweisen wir zum Zeugnis dessen auf Segall S. 6 ff., 43 ff. üie Ziffern für 1910 folgen (Relativziffern genügen in diesem Fall). Tabelle 3. 1910 In München Geborene Sonst in Bayern Geborene Sonst in Deutschi. Geborene Im Inland Geborene Im Ausland Geborene Summe männl. . . . weibl. . , . 48 52 53 47 59 41 53 47 57 43 54 46 Zusammen 100 100 100 100 100 100 Besonders bei den „sonst in Deutschland Geborenen" und im Ausland geborenen Juden ist der Überschuß der männlichen Bevölkerung über die weibliche bedeutend; denn nicht allein bei den inländischen, sondern auch bei den ausländischen Juden ist im geringeren Maße als bei den Nichtjuden. das weibliche Geschlecht erwerbstätig. Da nun die Einwanderung bei den ausländischen Juden fast ausschließlich, bei den deutschen Juden zum großen Teil zu Erwerbszwecken oder zur beruflichen Ausbildung erfolet, häufig zunächst nur eine iDftängige Stellung als Handlungsgehilfe usw. angestrebt wird, die als solche nicht zur Familiengründung führt, so bewirkt die „Sedimentbildung" in den Großstädten (Mayr) bei der jüdischen Bevölkerung im Gegensatz zur nichtjüdischen ein Uberwiegen des männlichen Geschlechtes. n./ » V . Der Altersaufbau der jüdischen Benri A o/>J-i An r\ rv( 1 w oLiiuii ut^au uÄH/örunnr KA i i t-i r*V\ at~i o i ol V VJ-lIVV^i iTiuilLUV.no lOlj H C±V\rf\1'rY£±Y\ Ar\Dn Vi o f Oßlir o< rv /nt-i-f-M t-t-ilir*ln HCl V\Ji gCllV/ USAly Ll^Lll IU U111WU. Tabelle 4. In München Geborene e~\ ± sonst in Bayern Geborene Sonst in Deutschland Geborene Im Inland Geborene Im Ausland Geborene Summe m. w. ZUS. m. w. zus. m. W. zus. m. w. ZUS. m. W. ZUS. m. w. zus. i_imf 15.fahre ö 1 K v_» JE. Q1 I Kj i i 1629 r>rf {-» / AI _ 71 £', 1 OQ 1 oo 953 928 1 OQ -i 1 OO I 917 OAO ZUZ A 1 C\ t i iJ 1 1 H C\ ii i\) i i o r\ 1 i o\j £> OÜU 15- "7'3Ö"T" 30— , 50 , 50- „ 70 „ 70 u, mehr Jahre 354 275 76 11 430 297 73 1 P. 1U ^784 572 149 07 &l 320 501 397 79 251; 571 465! 966 373! 770 £Q! UU ITtl 554 486 220 Ol U l 262 387 208 38 816 873 428 69 1228 1262 693 121 943 1149 654 1 OO i ^Z, 2171 2411 1347 O/l O LIO 761 566 176 on 476 . 457 140 1 K 1«J 1237 1023 316 op: UU 1989 1828 869 1 A 1 ni 1419 1606 794 1 0.7 X U 1 3 408 3 434 1 663 07« ^- .' W Summe 153l|l630j316l|l364|l204|2568|1362| 96212324|42571379618053| 174011290|3030(5997J50861 11 083 Wir bringen dieselbe Tabelle mit Kelativziffern (Tabelle 5, siehe S. 124). Die Altersgliederung in den einzelnen Gebürtigkeitsgruppen zeigt deutlich Art und rsache der Einwanderung. Vom Ausland U wandern hauptsächlich Bevölkerungselemente in der erwerbstätigen Alterskiasse 15—30, aus dem „übrigen Bayern" hauptsächlich Bevölkerungselemente der erwerbsgesättigten Altersklasse 50 bis unter 70 ein, um in München den Lebensabend zu verbringen, „im übrigen Deutschland Geborenen'4 n.v.