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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1919-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1919) · p. Seite 80

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
15 (1919)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1919)
Article
Die jüdische Bevölkerung in Hamburg
Date
1919-05-01
Page
Seite 80 (sequence 16)
Language
German
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- 80 — von 18,4 % ein solcher von nur 3,5 % der Gesamtbevölkerung gegenüber. Die Erklärung ist nicht schwer zu finden, wenn man bedenkt, in welch bedrängten Verhältnissen die Juden dieser Länder meistens leben, denen sie nur durch Auswanderung entgehen können. Außerdem wird natürlich auch die reiche Handelsstadt Hamburg einen besonderen Anreiz zur Einwanderung für die handelstreibende jüdische Bevölkerung aus wirtschaftlich ungünstigeren Ländern bilden. Ein höherer Anteil der Juden (3,2 1,3%) ergibt sich auch für die außereuropäischen Länder, obwohl man gerade für Hamburg im allgemeinen eine größere überseereiche Einwanderung erwartet hätte. Ehe die einzelnen Länder noch weiter besprochen werden, soll eine tiefere Gliederung nach Herkunftsorten der Zugezogenen vorgenommen werden. Preußen: Herkunftsort Ges.-Bev. Juden Schleswig-Holstein Reg-Bez. Hannover, Stade/ Lüneburg Reg.-Bez. Hildesheim, Osna- V\Wir»lr Ätin'nli wiuwvj 11U11V.I1 197 468 61443 T A OO / 10<i 1862 745 241 Berlin Prov. Brandenburg Pommern Ost- und Westpreußen MÄCöti 16 203 14 200 12 754 16 600 A. V/i i 884 134 127 226 1's' ii i ivo^u Schlesien Prov. Sachsen Hessen-Nassau WestfaL. Rhein!., Hohenzollern *± LL\J 8fi94 15 881 6 580 16 964! Z/U 320 192 492 513 Da Preußen Hamburg umschließt, ist die Einwanderung nach Hamburg sehr erleichtert. Dies zeigt sich auch darin, daß die ihm am nächsten liegenden Bezirke und Städte — vor allem Schleswig - Holstein — das stärkere Kontingent der Einwanderer aufweisen. Für die starke Einwanderung aus Schleswig - Holstein spricht außerdem das Vertrautsein der Bevölkerung mit Schiffahrtsverhältnissen, die von der großen Hafenstadt Hamburg angezogen werden. Im ganzen veranschaulicht obige Uebersicht für die Gesamtbevölkerung wie auch für die Juden die Abwanderung vom Lande und den kleineren Städten in die Großstadt, den Zug vom Osten nach dem Westen. Von dem übrigen Deutschland kommen in Betracht: UT~-L___-Ci„^_4. i lcurvuimsui l juaen Lübeck (Staat) Bremen (Staat) Fürstentum Lübeck Herzogtum Oldenburg und Fürstentum Birkenfeld Beide Mecklenburg Braunschweig-Anhalt Beide Lippe. Waldeck Thüringische Staaten Königreich Sachsen Großherzogtum Hessen Elsaß-Lothringen Baden Württemberg T2„„r^*.« uaj cm Auch hier bestimmt der Grad der Entfernung hauptsächlich die Stärke der Einwanderung. Für die außerdeutsche Einwanderung Hamburgs kommen folgende Länder in W ^~ V—7 Rptrarht: 11265 267 7 476 130 4019 12 2 674 54 54 391 317 5 890 80 879 48 4 739 36 12 834 isfi 1 730 in 2211 30 2 898 139 2 172 59 6 208 210 Herkunft Ges.-Bev. Juden Oesterreich-Ungarn Schweiz Italien Frankreich, Spanien, Portugal Dänemark, Schweden, Norwegen Großbritannien und Irland Niederlande, Belgien, Luxemburg Rußland Balkan-Staaten 5584 933 1233 40 452 7 1278 54 4576 141 3061 209 1751 163 1659 230 259 42

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