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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1919-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1919) · p. Seite 79

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
15 (1919)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1919)
Article
Die jüdische Bevölkerung in Hamburg
Date
1919-05-01
Page
Seite 79 (sequence 15)
Language
German
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— 79 - Das einzige Material, das von der Hamburger Statistik hier noch in Betracht kommt und den Umfang der Wanderung erkennen läßt, stammt aus den Jahren 1890 und 1910. Die folgende Tabelle für 1890 unterscheidet die Angehörigen der einzelnen Bekenntnisse nach der Gebürtigkeit: ob im hamburgischen Staate oder außerhalb desselben geboren. Religion Männliche . Personen Weibliche Personen Hamburger Fremde Hamburger Fremde Ev Kath Isr, Ges.-Bev. 137 073 2 131 4 810 146 753 142 420 12 404 4 043 161 782 154 391 2 338 5 357 164 642 137 613 6 571 3 667 149 353 Der Anteil der Fremdgeborenen ist danach bei den verschiedenen Bekenntnissen ein sehr ungleicher. Während von der gesamten Bevölkerung nahezu die Hälfte (beim männlichen Geschlecht 52,4 beim weiblichen 47,6 % außerhalb des hamburgischen Staates geboren war, befanden sich unter je 100 männlichen bezw. weiblichen Angehörigen der drei Konfessionen fremdgeborene Bewohner: Männlich Weiblich Ueberi_____j. HclUJJl Evangelisch *j» Katholisch 50.9 85,3! 47.1 I 73,8 S 49.0 80,9 Iii /4 i er*Vi Li*j.iOVii! 45.7 i 40,6 i! 43,1 Diese Zahlen können als weiterer Beleg für Hamburgs große Einwanderung angesehen werden. Von den Evangelischen (die durchschnittlich eine Parallelbewegung mit der Gesamtbevölkerung aufweisen) sind die Hälfte ihrer Angehörigen außerhalb Hamburgs geboren, darunter 50,9 % Männer und 47,1 % Frauen. Die Fremden sämtlicher Konfessionen zeigen ebenso wie die Gesamtbevölkerung ein Ueberwiegen des männlichen Geschlechts, während die hamburgische Bevölkerung aus schon erklärten Ursachen einen Frauenüberschuß aufweist. Bei den Katholiken steigt der Anteil der Fremdgeborenen auf fast 81 %, infolge des starken Zuzugs von Arbeitern aus katholischen Gegenden. Nur bei den Juden sind die nicht in Hamburg Geborenen mit 43 % in der Minderheit und begründen noch einmal die Tatsache ihres sinkenden Anteils an der Gesamtbevölkerung als Folge geringeren Zuzugs. Wertvoller in beruflicher und politischer Hinsicht sind die Aufschlüsse, die wir im Jahre 1910 erhalten. Sie geben uns eine Zusammenstellung der zugezogenen oder zurückgekehrten Personen nach dem Herkunftslande : Von 100 Zu¬ Herkunftsland Ges.-Bev. Juden gezogenen der Ges.-Bev. der Juden waren aus Preußen Übriges Deutschland Hamb. Staat Außerdeutsch, Europa Außereurop Länder Von See u. Herkunft unbekannt 378 489 119 38« 39 175 19 853 7 478 2 917 5956 1655 151 1819 312 15 66,7 21,0 6,9 8,5 1,3 0,6 60,1 16,6 1,5 i o ,i i.U','! 3,2 0,2 Der größte T< sil der zugezogenen hamburgischen Bevöl 1/nrt 1 n er rk\~i uü^ q| c\ rn TT \ t H p r x ä, %_JL X_ 1 nnach aus Deutschland 6 07 V O/N jf » / /O! Li nd " n t* \r f\ CLI i\ \J m men davon ca. 3U auf Preußen (66,7 %), das auch % aller deutschen Bewohner hat. Für die Hamburger Juden spielen die Binnenwanderungen gleichfalls die größte Rolle (60,1% kommen aus Preußen und 16,6% aus dem übrigen Deutschland), so daß den 87,7 % der aus Deutschland zugezogenen Gesamtbevölkerung 76,7 % aus Deutschland zugezogene Juden gegenüberstehen. Anders ist das Verhältnis bei den außerdeutschen Staaten. Hier steht dem jüdischen Anteil

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