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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1916-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1916) · p. Seite 97

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
12 (1916)
Issue
Heft 7-9 (Juli 1916)
Article
Die Wohnverhältnisse der minderbemittelten jüdischen Bevölkerung in Frankfurt a. M. vor dem Kriege
Date
1916-07-01
Page
Seite 97 (sequence 7)
Language
German
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_ 97 - meist, weil diese aus unverheirateten Erwachsenen bestanden. Es hatten nach dieser Zusammenstellung alle 119 Familien weniger als 4 Kinder, also fast 60% und nur 1ܰ0 hatten 4 und 5 Kinder; mehr waren es nur in einigen Fällen. I Ein recht buntes Bild bietet die Zusam- I menstellung unseres Menschenmaterials hinj sichtlich der Berufe der Haushaituugsvorj stände. Von Handwerkern fanden wir nach I Art und Zahl: j Schuhmacher Ii, Schneider 13, Spengler 2,! Schlosser 1, Chem. Wäscherei 1, Bäckergej hilfe 1, Buchbinder 2, Tapezierer 4, Mützenmacher 1, Uhrmacher 2, Portefeuiller 8, Zigarettenarbeiter 8, Buchdrucker 1, Schreij ner 2, Haararbeiterin 1, Schildermaler 1, Küj fer 1, Strickerinnen 2, Schneiderinnen 3, un- gelernte Arbeiter, wozu wir auch Packer, j Ausläufer und Hausburschen rechnen, 18. j Gesondert führen wir noch an: 2 Eierdurchleuchter, da für diese doch eine gewisse Spezialkenntnis nötig ist. Die Gesamtzahl der Arbeiter beträgt somit 66, die 1 der ungelernten Arbeiter 20. Eine freilich; geringe Anzahl von Handwerkern fand äugen- ' scheinlich in ihrem eigentlichen Berufe keine genügende Beschäftigung und Erwerb und ': suchten deshalb Nebenverdienst. So finden! wir bei den Schuhmachern, daß je einer \ zugleich Trödler, Synagogendiener oder I Minjanmann sei; bei den Schneidern einer zugleich Hausierer, bei den Portefeuillern : einer zugleich Kohlenhändler. Dem Handels- und Gewerbestand ange- \ hörig waren:! 18 männliche Hausierer, I 8 weibliche „ 1 Sackhändler, 1 Kaffeewirt, 15 kaufmännische Angestellte incl. Reisende, 1 Geflügelhändler, 1 Fischhändler, i 17 männliche Althändler, j 1 weiblicher Althändler, 17 Agenten, 3 Eierhändler, 2 Milchhändler zusammen also 84. Von wirtschaftlichen Angestellten finden wir: 2 Pflegerinnen, 1 Putzfrau, 1 Kellner, zusammen also 4. Freie Berufe und Beamte: 1 Lehrer, 1 Thoraschreiber, 1 Musiker, 3 Kultusbeamte (niedere), zusammen 6. Dreimal finden wir die Angabe „ohne Beruf", In einer besonderen Tabelle haben wir noch zusammengestellt, wieviel Ehefrauen neben ihren Männern, bezw. ohne Haushaltungsvorstand im Erwerbsleben stehen und welchem Beruf sie obliegen. Ihre Gesamtzahl beträgt 44. 5 Näherinnen, 3 im Geschäft des 3 Zigarrenarbeiterinnen, Mannes Angestellte, 1 Heimarbeiterin, 2 Eierhändlerinnen, 2Blumenverkäuferinnen2BänkeIsängerinnen, 2 Kostgeberinnen, 1 Strickerin, 2 Haararbeiterinnen, 1 Putzfrau, 4 Hauspflegerinnen, 2 Reisende, 4 Kochfrauen, 10 Hausiererinnen. Es gehörten also von diesen 44 Frauen 12 dem Handwerk, 11 den hauswirtschaftlichen Berufen und 19 dem Gewerbe an. Rechnen wir, um einen Ueberblick über die Berufsschichten der untersuchten Familien zu erhalten, die beiden obigen Gruppen der im Erwerbsleben Stehenden zusammen, so erhalten wir 78 Handwerker, 20 ungelernte Arbeiter, 15 Angehörige der hauswirtschaftlichen Berufe, 103 dem Handel und Gewerbe Obliegende, 6 Beamte. Stellen wir allen von ihrer Hände Arbeit Lebenden diejenigen gegenüber, die sich von Handel und Gewerbe zu ernähren su-

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