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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1916-04-01 · Heft 4-6 (April 1916) · p. Seite 40

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
12 (1916)
Issue
Heft 4-6 (April 1916)
Article
Die Berufe der Juden in München
Date
1916-04-01
Page
Seite 40 (sequence 7)
Language
German
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- 40 - B2, Goldu. Silberschm. 10 Ausl., dar. 3a Pers. 7 c2 Pers. B47 Uhrmacherei 9 „ „ 4a „ 5 c2 „ B95 Tischlerei 18 „ . ,a „ 2 b „ Bj22 Tabakfabrikation 25 a, 2 b, 5 c]? 11 c,, 10 c3Pers.-=53 darunter 49 in Rußland geboren- B1?4 Schneiderei und Kleiderkonfektion. (s. die nach. stehende Tabelle). m w s a Selbständig 6 <S 14 afr. Heimgewerbe 5 2 7 b Angestellte 6 2 8 q Mith. Familienangehörige — 4 4 c3 Gelernte Gehilfen 15 9 24 cH Ungelernte Arbeiter — — 32 25 57 Unter diesen 57 sind 25 aus Oesterreich, (einschl. Galizien), 9 aus Ungarn, 15 aus j Rußland und 6 aus Rumänien.! i i VI. DerAnteil der jüdischenAusj länder an der Handelstätigkeit! Münchens. DieAuscheidnng der ausländischenJuden j nach Berufsabteilungen ergab bereits, daß j sie stark an Handel und Verkehr beteiligt ' sind. In Folgendem soll ein Blick auf die i Berufsgruppen XX Handelsgewerbe näheren I Aufschluß über die Art dieser Beteiligung '■ geben. \ Es waren erwerbstätig in ■ Handel und Davon Verkehr Handelsgew. in Deutschland Geborene 1452 1387 im Ausland Geborene 668 640 Das Handelsgewerbe nimmt also weitaus den größten Teil der im Handel und Verkehr erwerbstätigen Ausländer ein. Eine Betrachtung der einzelnen Berufsarten ergibt folgendes. Es waren erwerbstätig im München. Jud übrh. Im Ausld. geb. Münch.Jd. o.; ,'o Warenu. Produktenhd. 1657 544 33 Geld- und Kredithandel 91 8 9 Buch-, Kunst-, Musikalh. 84 40 48 Hausierhandel 11 9 82 Handelsvermittlung 172 32 18 2015 633 Die übrigen 19 und 6 Personen verteilen sich auf die andern 4 Berufsarten des Handelsgewerbes. Etwas über dem Durchschnitt (29,5%) befindet sich der Anteil der Ausländer am Waren- und Produktenhandel, sehr niedrig dagegen ist der Anteil am Geld- und Kredithandel Dies letzte ist erklärlich, wenn wir in Betracht ziehen, daß der Jude, der auswandert meistens arm ist und so als Kleinbankier sich nicht betätigen kann. In die Großbanken' hat er kaum Zutritt. Der Hausierhandel wird von den Ausländern betrieben, ist aber im allgemeinen als Erwerbstätigkeit auch bei den Juden — gegen die gewöhnliche Annahme — jetzt nicht mehr von Bedeutung. Die im ersten Artikel, Jhrg.ll, Heft 10-12, S. 94/5 abgedruckte Tabelle ermöglicht uns, die Anzahl der Ausländer auch nach Berufsbenennungen kennen zu lernen* Aus dieser Tabelle ergibt sich eine recht starke Verschiedenheit in der Besetzung der einzelnen Geschäftszweige durch Juden überhaupt und durch ausländische Juden. Es gibt Geschäftszweige, in denen die jüdischen Geschäfte ausschließlich oder überwiegend von Ausländern geführt werden, wo also der jüdische Einschlag mit dem ostjüdischen Einschlag gleichbedeutend ist, andere Geschäftszweige, in denen nur oder fast nur westeuropäische Juden tätig sind. Zu den ersteren gehören die Nummern 9Partiewarengeschäft, 40 Tändler und Trödler, 45 Kurz-

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