Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 9 (1913)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1913)
- Article
- Die Zahl der Israeliten am Sinai und ihre Fruchtbarkeit in Ägypten
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 149 (sequence 9)
- Language
- German
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— 149 — Tochter Dinah (1. B. M. Kap. 30, V. 21), wie über diejenige irgend eines seiner Söhne, so daß jeder Grund zu der Annahme fehlt, es seien ihm noch andere, nicht aufgezählte Töchter geboren worden. Auch Dinah ist eine der 70 „Seelen" die nach Ägypten kamen und 1. B. M. Kap. 46, V. 15 heißt es ausdrücklich: „alle Personen seiner Söhne und Töchter." Daraus geht deutlich hervor — namentlich im Zusammenhang mit V. 26 — daß Jakob, als er nach Ägypten kam, nicht mehr weibliche Nachkommen hatte, als namentlich aufgeführt sind. Daß seine Söhne so wenig Töchter hatten, ist aber eigentlich nur bei einigen derselben auffallend, denn die meisten Söhne hatten, als sie nach Ägypten kamen, erst so wenig Kinder, daß es nicht besonders auffällt, wenn sich nur wenige Töchter unter denselben befinden. Levi und Asser scheiden bei dieser Betrachtung aus, weil sie Töchter hatten; Levi 3 Söhne und 1 Tochter, Asser 4 Söhne und 1 Tochter. Dan hatte einen, Joseph zwei, Sebulun drei Söhne; Rüben, Jesacher und Naphtali hatten je 4 Söhne, Judah 5 Söhne, (von denen 2 vor der Reise nach Ägypten gestorben waren), Simeon 6 Söhne, (wie wir aus 1. B. M. Kap.46, V. 10 wissen von mindestens zwei Frauen), Gad 7 Söhne und Benjamin 10 Söhne. Auffallend wäre die Zahl der Söhne also eigentlich nur bei Gad und Benjamin, wenn wir wüßten, daß sie von einer Mutter waren. Letzteres ist aber umso unwahrscheinlicher, als gerade der jüngste Sohn Benjamin beim Einzug in Ägypten schon die meisten Kinder hatte. Auch Gad war erst der siebente Sohn Jakobs. Aber selbst wenn seine und Benjamins Söhne alle von je einer Mutter waren, ist kein Grund vorhanden anzunehmen, daß noch unerwähnte Töchter vorhanden waren, denn ausnahmsweise, wie das bei den Söhnen Jakobs der Fall war, ist die Geburt so vieler Söhne einer Mutter hintereinander zu allen Zeiten vorgekommen. Bei den Enkeln — den Urenkeln Jakobs — ist das Fehlen von Töchtern aber noch garnicht auffällig, denn, judah und Asser, die j einzigen der Söhne, die Enkel mit nach Ägypten brachten, hatten damals nur je zwei Enkel. Von den 70 Nachkommen Jakobs, die nach Ägypten kamen, Jakobs Tochter Dinah und seine beiden Enkelinnen abgezogen, von denen wir annehmen können, daß sie wieder andereNachkommenJakobs heirateten (Dinah soll Simeons Frau geworden sein; siehe Raschi zu 1. B. A/L Kap. 46, V. 10), haben wir also 67 männliche Nachkommen Jakobs vor uns, die nach Ägypten kamen* Mit wieviel Frauen sie kamen wissen wir nicht. Nach etwa 30 Jahren dürfte auch der jüngste mit nach Ägypten gekommene Nachkomme Jakobs wieder verheiratet gewesen sein. (Joseph, der frühestens mit 30 Jahren heiratete, — siehe 1. B. M. Kap. 41, V. 45 und 46 — und mit 120 Jahren starb — siehe 1. B. M, Kap. 50, V. 22 — sah in den dazwischen liegenden 90 Jahren das vierte Geschlecht im Mannesstamme — siehe 1. B. M. Kap. 50, V. 23). Spätestens 30 Jahre nach dem Einzug haben wir also — von den in diesen 30 Jahren geborenen noch ganz abgesehen — nur 67 Familienhäupter vor uns, die für ihre Vermehrung bis zum Auszug noch 180 Jahre vor sich hatten. Mögen die Männer durchschnittlich etwas unter 30 Jahre alt geheiratet haben, — viel darüber kann es nach Josephs Nachkommenschaft zu urteilen, nicht gewesen sein — so werden die Frauen wesentlich früher geheiratet haben. Wenn wir also das Geschlecht mit 25 Jahren annehmen — was als Durchschnitt zwischen männlichem und weiblichem Heiratsalter schon recht hoch gerechnet sein dürfte — so haben I wir, in den bis zum Auszuge noch vor-