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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1913-10-01 · Heft 10 (Oktober 1913) · p. Seite 148

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
9 (1913)
Issue
Heft 10 (Oktober 1913)
Article
Die Zahl der Israeliten am Sinai und ihre Fruchtbarkeit in Ägypten
Date
1913-10-01
Page
Seite 148 (sequence 8)
Language
German
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— 148 — in dieser Zeit nichts berichtet wird, keine Veranlassung vorliegt. Man hat bisher eine Schwierigkeit darin gesehen, das enorme Anwachsen der siebzigköpfigen Nachkommenschaft Jakobs in Ägypten zu erklären. Nach vorstehenden Verhältniszahlen ist es viel schwieriger zu erklären, daß die Bevölkerung, die aus Ägypten zog, nicht noch wesentlich größer war. Um der Schwierigkeit der Erklärung des starken Anwachsens der Israeliten in Ägypten zu begegnen, hat man vielfach angenommen, daß außer den 70 „Seelen", welche die Bibel (L B. M. Kap. 46, V. 27) als Nachkommen Jakobs bezeichnet, undderenNamen sie (id. V. 8—27) aufführt, noch eine entsprechende Anzahl weiblicher Nachkommen — die nicht genannt seien — in Ägypten eingezogen sei. Die vorstehenden Verhältniszahlen zeigen uns, daß es einer solchen Erklärung nicht nur nicht bedarf, daß sie vielmehr die Schwierigkeit vermehrt zu erklären, daß die Zahl der Israeliten beim Auszuge nicht größer gewesen ist. Von diesem Standpunkte aus ist es von Interesse zu konstatieren, daß der Bibelbericht selbst zu dieser Auffassung keine Veranlassung bietet Die einzelnen als Jakobs Nachkommen, die nach Ägypten kamen, aufgeführten Personen, ergeben zusammengezählt nur 69, Raschi erklärt zu 1. B. M. Kap. 46, V. 15 u. zu 4. B. M. Kap. 26, V. 59, gestützt auf letzteren Vers, daß die 70. Person Jochebed gewesen sei, die Tochter Levis, die beim Einzug in die Mauern Ägyptens geboren sei. (Vergl. auch Raschi zu I.B. M. Kap. 2, V. 1). Außerdem wird (1. B. M. Kap. 46, V. 17) unter den „Söhnen Assers" ,,deren Schwester Serach" ausdrücklich mit aufgeführt. Es liegt also keine Veranlassung vor anzunehmen, daß die Bibel andere Schwestern verschwiegen hätte. In der Einleitung zur Aufzählung heißt es (l.B. M. Kap. 46, V. 7): „Seine Söhne u. die Söhne seiner Söhne mit ihm, seine Töchter und die Töchter seiner Söhne und alle seine Nachkommen, brachte er mit sich nach Ägypten4', und wenn Raschi zu den Worten „die Töchter seiner Söhne" bemerkt: „Serach, die Tochter Assers u. Jochebed, die Tochter Levis," und nur mit diesen beiden die 66 „Seelen" herauskommen, die (von Joseph und seinen Söhnen, die danach besonders aufgezählt sind, abgesehen) im l.B. M. Kap. 46, V. 26 „alle Seelen, die von Jakob nach Ägypten kamen, die — außer den Frauen der Söhne Jakobs — aus ihm hervorgingen," genannt werden, so sehe ich nicht, wo irgend ein Anhalt dafür ist, anzunehmen, daß außer den genannten beiden weiblichen Nachkommen Jakobs, noch andere, nicht genannte, weibliche Nachkommen mit nach Ägypten kamen — es sei denn in dem Worte (V. 7) „seine (Jakobs) Töchter/' Außer von Dinah wissen wir aber von keiner Tochter Jakobs und Erklärungen zu diesem Plural finde ich nirgend. Derselbe wird wohl die im folgenden V. 26 erwähnten Schwiegertöchter mit einbegreifen. Raschi bemerkt zu diesem Vers (26): „Gegenüber der Meinung, welche behauptet, daß mit jedem Stammsohne eine Zwillingsschwester geboren wurde, müssen wir sagen, dann sind sie vor der Reise nach Ägypten gestorben, da sie hier nicht mitgezählt sind." Raschi kommt also auch nicht darüber hinweg, daß die Zählung und Aufzählung der in Ägypten eingezogenen Nachkommen Jakobs — so auffällig die geringe Zahl der weiblichen Nachkommen auch sein mag — eine über die genannte und aufgeführte Zahl hinausgehende Zahl weiblicher Nachommen ausschließt. Übrigens berichtet die Bibel bei Aufzählung der dem Jakob geborenen Kinder (1. B. M. Kap. 29, V. 32 — Kap. 30, V. 24) ebenso ausdrücklich über die Geburt seiner

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