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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1912-11-01 · Heft 11 (November 1912) · p. Seite 155

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
8 (1912)
Issue
Heft 11 (November 1912)
Article
Die russischen Juden in Kopenhagen
Date
1912-11-01
Page
Seite 155 (sequence 3)
Language
German
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— 155 — darf, So finden sich unter den jüdischen Meistern in der Tabelle e 7 Schneider, 4 Schuhmacher, 3 Tischler, 2 Hutmacher. 2 Schlächter und 2 Hutfabrikanten. Die Gruppe „Kaufleute" umfasst 18 Männer, darunter 3 Grossisten, 7 Detailhändler, 3 Trödler (Stellungen, die ein gewisses Handelstalent erfordern) und 5 sogenannte Handelsleute, Unter den Handlungsgehilfen, deren Zahl 18 beträgt, finden sich verhältnismässig viele Agenten und Handelsreisende. An berufsmässig beschäftigten Frauen finden sich im Kreise der russischen Juden im ganzen 102, von denen 19 verheiratet und 83 unverheiratet sind. Da die Zahl der verheirateten Frauen 326 beträgt, haben also verhältnismässig wenige Ehefrauen einen besonderen Beruf. Man ersieht aus der Tabelle e, dass ein sehr grosser Teil der weiblichen Berufstätigen in der Bekleidungsindustrie als Näherinnen, Textilarbeiterinnen u. s. w. beschäftigt ist; einige von ihnen haben auch Stellung als Dienstboten gefunden. Nachfolgende Tabelle f soll zur Beleuchtung der Frage dienen, ob man einen Fortschritt in der sozialen Stellung der russischen Juden nachweisen kann. In der früher besprochenen Untersuchung über die Juden in Kopenhagen nach den Volkszählungslisten von 1906 finden sich zwei Tabellen aufgeführt, die die Berufsverteilung im Jahre 1836 und 1906 zeigen (aus der letzteren sind die russischen Juden ausgesondert). Nach der ersteren dieser Aufsteilungen gehören die Juden zu einem wesentlichen Teile noch der niedrigeren Bevölkerungsschicht an. Allerdings gab es schon damals einen Teil Juden, die ihrer Stellung nach zu den höheren Gesellschaftsklassen gerechnet Tabelle f. Versorger Geistiger Beruf . Selbständige Personen in Handwerk u.Indtistr. Arbeiter..... Kauileute . . . . Handlungsgehilf. Dienstboten . . , Nicht zngegtb ener Beruf . . , übo^S =t ~; p .2 3 r\ -"0 Ö O :ri r4 N o!2 479 84;100 3„ 0,., 8i,; 3,s 3'S 0,4 1,.. 16,- 69,o 7,i 100,, 51,o ^>o 6,o 100,d! 100l(> werden müssen, nämlich eine nicht geringe Anzahl Grossisten« Bankiers, einige Fabrikanten, Aerzte, Rechtsanwälte und Künstler. Ausserdem trifft man zahlreiche jüdische Handwerksmeister und Detailhändler an, und unter den letzteren zweifellos viele angesehene und wohlhabende Leute, aber auch viele Kleinhändler, Strumpfwarenhändler und Trödler, nicht zu sprechen von den Handelsleuten, die auf den Strassen alte Kleider und dergleichen Sachen feilboten. Und ausserdem findet man einen recht grossen Arbeiter¬ und Dienstbotenstand. Die jüdische Gemeinde befindet sich im Jahre 1836 im ganzen genommen auf einer sozialen Uehergangsstufe. Aber im Xaufe der darauf folgenden 2 Menschenalter hat sich ihre Hebung im wesentlichen vollzogen. Fast alle der unteren Klasse angehörigen Stellungen sind verschwunden, der selbständige Handwerkerstand ist stark in den Hintergrund

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