Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1908)
- Issue
- Heft 9 (September 1908)
- Article
- Die Bewegung der nichtorthodoxen Bevölkerung in Serbien während der Jahre 1896 - 1905
- Date
- 1908-09-01
- Page
- Seite 131 (sequence 3)
- Language
- German
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— 131 — zuweisen, bei den Katholiken und Israeliten ist sie viel kleiner und beinahe gleich. Bei den Brautpaaren waren die Männer im allgemeinen älter als die Frauen, und zwar am o 7 ältesten bei den Israeliten. Heiraten mit älteren Bräuten ereigneten sich am häufigsten bei den Katholiken, am seltensten bei den Israeliten. Diese Verhältnisse unterscheiden sich sehr von denen, die bei den Orthodoxen herrschen. Denn bei diesen gibt es viel mehr Fälle, in denen die Frauen älter waren als die Männer. Über die Beschäftigung der eheschließenden Männer und Frauen gewähren folgende Durchschnittsdaten der Periode 1896—1905 Aufschluß. (Tabelle IV.) Tabelle IV. Durchschnittsdaten bei den Prozentzahl. d. Eheschließend, bei den Katholiken Protestant Israeliten Mohamed. zusammen Katholiken Protestant. Israeliten Mohamed. Männer Beamte ...... 3 1 2 — 6 6,82 12,50 4,65 - 2 1 27 2 32 4,55 12,50 62,79 1,89 28 5 9 64 106 63,64 62,50 20,91 60,38 Bauern ...... 2 - - 21 23 4,54 — — 19,81 Tagelöhner . . . 1 - - 2 3 2,17 — — 1,89 Andere Berufe . 8 1 5 17 31 18,18 12,50 11,65 16,03 Summa 44 8 43 106 201 100,00 100,00 100,00 100,00 Frauen Beamtinnen......... 2 1 - -. 3 4,54 12,50 — — Lehrerinnen......... — - 1 - 1 — - 2,32 — 2 1 18 1 22 4,54 12,50 41,86 0,94 21 3 12 57 93 47,73 37,50 27,91 53,78 Bäuerinnen ......... 2 - - 22 24 4,54 - - 20,75 1 - - - 1 2,28 - - — — - - 2 2 — - — 1,89 Andere Berufe....... 16 3 12 24 55 36,37 37,50 27,91 22,64 Summa 44 8 43 106 201 100,00 100,00 100,00 100,00 Was die Männer betrifft, so waren unter ihnen die Handwerker am stärksten vertreten, und zwar bei den Katholiken, Protestanten und Mohamedanern; unter den heiratenden Israeliten befanden sich vorwiegend Kaufleute. Unter den protestantischen und israelitischen Bräutigamen gab es weder Bauern noch Tagelöhner. Auch bei den Frauen waren die Handwerkerinnen am stärksten vertreten, und zwar wiederum bei den Katholiken, Protestanten und Mohamedanern; bei den Jüdinnen überwog dagegen der kaufmännische Stand. Es ist interessant, wie es mit der Elementarschulbildung der Heiratenden steht. Die Zahl der des Lesens und Schreibens Kundigen ist sehr klein, bei den Frauen noch kleiner als bei den Männern. Tabelle V bietet eine Übersicht über die Elementarbildung der Eheschließenden. Am ungebildetsten erscheinen demnach die Mohamedaner, von deren Brautleuten nur 5,66 % Männer und 0,94 % Frauen lesen und schreiben können. Unter den Junggesellen überragen die Israeliten an Elementarbildung die anderen Konfessionen, unter den Witwen die Katholiken. Auch für die Jungfrauen gilt dasselbe, was von den Junggesellen und Witwen anzuführen war. Wenn eine jede Kategorie von Eheschliessenden gesondert betrachtet wird, ergeben sich folgende Resultate.