Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 7 (1911)
- Issue
- Heft 9 (September 1911)
- Article
- Zur Statistik der jüdischen Schulen in Russland
- Date
- 1911-09-01
- Page
- Seite 127 (sequence 7)
- Language
- German
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— 127 - Im Durchschnitt kamen auf eine Lehrkraft 29,2 Schutkinder, wobei das entsprechende Verhältnis in den Knabenschulen 28,1, in den gemischten Schulen 36,8, in den Mädchenschulen aber 26,8 beträgt. In den verschiedenen Schultypen war der Bestand des Lehrpersonals folgendermaßen. Im Durchschnitt betrug die Zahl der Unterrichtenden: (s. Tabelle Seite 126.) Die Tatsache, daß in den einklassigen und zweiklassigen Schulen die Durchschnittszahl der Lehrkräfte, die auf eine Klasse kommen, größer als in den höheren Schultypen ist, bestätigt unsere frühere Annahme, daß diese Schulen von vornherein auf eine größere Zahl von Klassen eingerichte sind und daher auch von vornherein eine entsprechende Zahl von Lehrkräften anstellen. Die Zahl der Unterrichtsstunden, die eine Lehrkraft im Laufe der Woche zu geben hatte, betrug im Durchschnitt: Für den Lehrer für allgemeine Unterrichtsgegenstände: In den Mädchenschulen 15,3 „ gemischten Schulen 20,6 „ Knabenschulen 26,1 In allen Schulen 19/7 Für den Lehrer für jüdische Unterrichtsgegenstände: 16,1 28,7 28,4 23,7 So hatten die Lehrer der Mädchenschulen durchschnittlich am wenigsten, der Knabenschulen durchschnittlich am meisten Schularbeit zu verrichten. Die Lehrer für jüdische Unterrichtsgegenstände waren im Ganzen mehr beschäftigt als diejenigen, die allgemeine Schulgegenstände zu unterrichten hatten. Indem wir die Summe, die unsere Schulen für den Gehalt des Lehrpersonals ausgeben, mit der allgemeinen Zahl der Lehrstunden in denselben vergleichen, erhalten wrir die Durchschnittsangaben über die Bezahlung des Lehrpersonals. Im Durchschnitt wird eine wöchentliche Stunde mit 17,2 Rbl. jährlich bezahlt, wobei am schlechtesten das Lehrpersonal in den gemischten Schulen (15,0 Ebl. für eine wöchentliche Stunde), besser in den Mädchen- (19,5 Ebl. für eine wöchentliche Stunde) und am besten in den Knabenschulen bezahlt wird (20,3 Rbl. für eine wöchentliche Stunde). Mehr als in der Hälfte der Schulen (in 3 Knaben-, 9 gemischten und 9 Mädchenschulen) erhielt der Schulleiter eine freie Wohnung bei der Schule; das übrige Lehrpersonal war bei der Wohnungsmiete auf seinen Gehalt angewiesen. In den einzelnen Schultypen drückte sich die Bezahlung des Lehrpersonals durchschittlich in folgenden Ziffern aus. Eine wöchentliche Unterrichtsstunde im Laufe des Jahres wurde durchschnittlich bezahlt mit In den Knabenschulen In den Mädchenschulen In den gemischt. Schulen In allen Schulen Durchschnittl. Bezahl, ein. wöchentlich. Jahresstunde Proz.d.Schulen, in welch.eineWohn.f, d.Schull. vorh.war Durchschnittl, Bezahl, ein. wöchentlich. Jahresstunde Proz.d.Schulcn, in welch.eineWohn.f, d.Schull. vorh.war Durchschnittl. Bezahl, ein. wöchentlich. Jahresstunde Proz.d.Schulcn, In welch.eineWohn.f, d.Schull. vorh.war Durchsshnittl. Bezahl, ein. wöchentlich. Jahresstunde Proz.d,Schulen, in welch.eineWohn.f. d.Schull, vorh.war In den 1 klassigen Schulen _ _ _ _ 8,6 _ 8,6 41,5 — 9 n n — — 41,5 100 — — 100 l 3 n " 29,4 50 18,5 100 12,9 100 24,0 75 » 4 n 17,1 33,3 IM 60 16,1 83,3 16,5 59 5 n w 16,3 0 18,3 0 17,4 100 17,4 16,6 6 24/5 0 22,1 0 21,5 100 22,8 33,3 7 y> r> — 0 25 50 — —. 25 50 Nach der einklassigen Schule ist die durchschnittliche Bezahlung des Lehrpersonals in den vierklassigen Schulen niedriger als in den übrigen, sowohl in den höheren als auch in den niedrigeren Schultypen. Dies läßt sich dadurch erklären, daß einerseits die