Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 7 (1911)
- Issue
- Heft 9 (September 1911)
- Article
- Zur Statistik der jüdischen Schulen in Russland
- Date
- 1911-09-01
- Page
- Seite 126 (sequence 6)
- Language
- German
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— 126 — der Lehrkräfte betrug in allen Schulen 224; 63 davon unterrichteten jüdische Unterrichtsgegenstände (Bibel, Hebräisch, Jargon, jüd. Geschichte u. dergl.), 150 unterrichteten allgemeine Unterrichtsgegenstände und 17 vereinigten den Unterricht der jüdischen und der allgemeinen Unterrichtsgegenstände. Auf eine Schule entfielen im Durchschnitt 5,6 Lehrkräfte: 3,8 in den gemischten, 4,9 in den Knaben- und 7,0 in den Mädchen-Schulen. Während die äußeren Bedingungen in unseren Schulen viel schlimmer als in den allgemeinen städtischen Volksschulen sind, sind sie in Bezug auf das Lehrpersonal, d. h. in Bezug auf einen Faktor, der von bedeutendem Einfluß auf die gesamten inneren Verhältnisse des Schullebens ist, viel günstiger daran als die anderen Volksschulen Rußlands, in welchen nach den Angaben des Ministeriums der Volksaufklärung im Durchschnitt 2,2, oder zusammen mit den Religionslehrexn 3,1 Lehrkräfte auf jede Schule entfallen. Übrigens läßt sich die hohe Zahl der Lehrkräfte in den jüdischen Schulen durch die Mannigfaltigkeit der Unterrichtsgegenstände — hier kommen auch jüd. Unterrichtsgegenstände in Betracht — erklären. Auf eine Klasse entfallen durchschnittlich 1,1 Lehrkräfte: 0,9 in den gemischten, 1,1 in den Knaben- und 1,3 in den Mädchenschulen. So befinden sich die Mädchenschulen hinsichtlich der Zahl des Lehrpersonals in günstigeren Bedingungen als die übrigen Schulen, am ungünstigsten ist es um die gemischten Schulen bestellt, die sich, wie wir oben gesehen haben, in den Ackerbaukolonien oder in kleinen Orten befinden, wo sich die Schulverhältnisse der jüdischen Schulen jenen der Dorfschulen nähern. Die Zahl der Schulen, in welchen die Zahl der Lehrer kleiner als die Zahl der Klassen war, und wo folglich eine Lehrkraft gleichzeitig den Unterricht mehrerer Klassen bewältigen mußte, betrug 8, was 20% aller Schulen ausmacht. Darunter befinden sich hauptsächlich die Schulen der Ackerbaukolonien und sonstige gemischte Schulen. (Wie wir oben gesehen haben, wird gerade hier die Notwendigkeit des gemeinsamen Unterrichtes zweier Klassen auch durch den Mangel an Klassenzimmern hervorgerufen.) Die Zahl der Schulen, in welchen die Gesamtzahl der Lehrkräfte mit der Gesamtzahl der Klassen zusammenfiel, betrug 10, das sind 25 % aller Schulen. Die übrigen 22 Schulen (55 % der Gesamtzahl) hatten durchschnittlich mehr als einen Lehrer für jede Klasse; davon zählten 3 Schulen für jede Klasse 2 Lehrer und darüber. Leider besitzen wir keine Angaben, aus welchen wir schließen könnten, ob alle Lehrer mehr oder weniger gleiche Teile der Schularbeit zu leisten hatten, oder die Hauptarbeit auf eine oder wenige Personen entfiel, die auch da, wo neben ihnen noch andere Lehrkräfte arbeiteten, dennoch den Unterricht des einen oder des anderen Gegenstandes in zwei Klassen vereinigen mußten. Jedenfalls kann man wohl annehmen, daß das verhältnismäßig zahlreiche Lehrpersonal die Möglichkeit gewähren dürfte, das Schulprogramm besser und gründlicher zu erfüllen. In d. Knabensch. In d. Mädchensch. ind.gemischt.Schul. In allen Schulen In je einer Schule O V T3 Vi O V) --. KS c X Zahl dor Schulkinder auf einen! Unterrichtenden j i In einer Schule In einer Klasse Zahl d. Schulk.,! die auf einen Lehrer kommen! In einer Schule In einer Klasse Zahl d. Scliulk die auf einen j Unterr. komm. L. o o JE 3 o js o c CO o o c « "5 3 c Zahl d. Schulk., die auf einen Lehrer kommen In den 1 Massigen Schulen 9 n n -> i) r> r, n 3 „ „ „ * 4 n n k >, , » 0 . rt r> ( n » 3,6 4,5 5,5 10 1,1 1,1!J 28,7 28,2 21 36,2 6! 3 9! 2,5 6,1 | L3 7! Ifl 10 I 1,2 8,5 | 0,9 14,9 17.4 25,2 29,4 36,5 37 2 j 2 | 25 4! 0,8 i 23,7 9,8 i 0,7 i 45,4 5 1! 45,8 10 1,6 j 31,1 6 4,8 4,7 6,1 1,0 10 8,5 2 3 1,2 1,1 1,1 1,3 0,9 25 14,9 23,6 29,2 29Ü 34,6 37