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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-12-01 · Heft 12 (Dezember 1910) · p. Seite 183

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 12 (Dezember 1910)
Article
Die Auswanderung der Juden nach Galveston
Date
1910-12-01
Page
Seite 183 (sequence 7)
Language
German
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— 183 — Kiew ChersoE Wolhynien Podolien 428 195 186 160 Arbeitsfähigsten, sondern auch zu den relativ gebildetsten Elementen gehören. Es ist aber allgemein bekannt, daß unter den nordamerikanischen Emigranten der Prozentsatz der Analphabeten weit höher ist als 12,55 Prozent, und zwar: Von je 100 waren Analphabeten1) Jahr 1905 23 1906 27 1907 29 1908 29 1909 29 Der Prozentsatz der Analphabeten unter den Frauen ist bedeutend größer als unter den Männern. Von 220 Frauen konnten nur 137 lesen, nämlich 62,27 Prozent, aber von 1333 Männern 1221, also 91,90 Prozent. j Die Zahl derjenigen, die hebräisch lesen I konnten, ist äußerst gering; sie beträgt nur j 11 Personen; nicht sehr groß ist ferner die j Zahl derer, die nur russisch lesen konnten — j 44 —, aber doch vier mal größer als die Zahl jener, die auch die hebräische Sprache beherrschen. Bedeutend dagegen ist die Zahl derjenigen Personen, die nur jüdisch lesen konnten, beinahe 28 Prozent aller Lesenskundigen. Die Anzahl der Frauen, die nur jüdisch lesen konnten, beträgt 42 Prozent aller lesenskundigen Frauen. Die große Mehrheit der Lesenskundigen — 69 Prozent — beherrschen zwei Sprachen — jüdisch und russisch. Aus welchen Gegenden kommen die südwestamerikanischen Auswanderer? Alle Gouvernements des Ansiedlungsrayons waren an der Auswanderung beteiligt. 24 Emigranten waren sogar außerhalb des Ansiedlungsrayons ansässig. Gouvernement — Zahl der Emigranten. Minsk 154 Warschau 116 Grodno 106 Tschemigov 71 Lublin 59 Mohilev 56 Kowno 38 Bessarabien 38 Sedlez 23 Wilna 19 Poltava 17 Jekaterinoslav 13 Petrokov 12 Lomscha 12 Suwalki 8 Witebsk 7 Radom 6 Kaiisch 4 Kelce 2 1730 Außerhalb des Ansiedlungsrayons 24 Summa 1754 Teilen wir die Emigranten noch folgendermaßen ein: Da die Städte Rußlands in drei Klassen eingeteilt werden können, und zwar in Gouvernementsstädte, die der Bevölkerungszahl nach die größten sind, in die sogenannten „Oujesdne" Städte, die von mittlerer Größe sind und in die ganz kleine Städtchen (Ortschaften — „Mestetschki" —) und da diese Teilung auch von entscheidender Bedeutung für die ökonomische Gestaltung ist —, so haben wir die Auswanderer auch in drei Rubriken eingeteilt: Stadt In absolut. Zahlen I* % Gouvernementstädte (mit Odessa) Mittlere Städte (ohne Odessa) . . Kleine Städtchen......... 276 384 1070 15,96 22,19 61,85 1730 100,0!) „Der jüdische Emigrant* 1907- 1909. Die Zahlen beziehen sich auf diejenigen Emigranten, die älter ais 14 Jahre sind. Beinahe zwei Drittel der gesamten Auswanderer entfallen auf die kleinsten Städte (Ortschaften —;;Mestetschki;; —j, wo die Verarmung der jüdischen Bevölkerung ungeheuere Dimensionen angenommen hat. Besser

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