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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-12-01 · Heft 12 (Dezember 1910) · p. Seite 182

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 12 (Dezember 1910)
Article
Die Auswanderung der Juden nach Galveston
Date
1910-12-01
Page
Seite 182 (sequence 6)
Language
German
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— 182 — Welchen Volksschichten entstammen nun die Auswanderer? Eine Antwort auf diese Frage gibt uns die Hohe des wöchentlichen Verdienstes. Danach teilen wir sie in folgende Gruppen ein: Leute mit einem Verdienst unter 3 Rubel, 3 bis 5, 5—8, 8—12 und mehr als 12 Rubel wöchentlich. Wir erhalten dann folgende Tabelle: Höhe des wöchentlichen Verdienstes In absoluten Zahlen Handwerk.u. Handarbeit. Michthand' werker Insgesamt Männer Prauen Zus. Männer Prauen Zus. t_ o G :c3 s: Prauen Zus. Unter 3 Rubel 3-5 „ 5-8 „ ^8-12 „ 12 und mehr 52 31; 83 160 23 183 252 8 260 2001 4 204 53 —; 53 34 3 37 103 - 103 110 3 113 92 3 95 33 1 34 86 263 362 292 86 34! 120 23 1 286 11 \ 373 7 j 299 1! 87 1 717 66 783 372 10 382|l089| 76 1165 I Höhe des wöchentlichen Verdienstes 1 n 0 / 111 /o Handwerk u.Handarb. ftchthand- ,; Insgesamt werker; fe Unter 3 Rubel 3-5 „ 5—8 „ 8-12 „ 12 und mehr 10,60 23,37 33,21 26,05 6,77 9,70 10,30 26,96! 24,55 29,58! 32,01 24,86 i 25,67 8.90 i 7,47 100,0 | 100,0; 100,0 Somit verdienen mehr als 10 Prozent aller Auswanderer weniger als drei Rubel wöchentlich, beinahe ein Viertel der Gesamtzahl (24,55 Prozent) 3 bis 5 Ruh.; beinahe ein Drittel (32,01 Prozent) 5 bis 8 R. und von da sinkt der Prozentsatz bis auf 25,67 Prozent bei denen, welche etwa 8 bis 12 R. wöchentlich hatten; die Zahl der verhältnismäßig Wohlhabenden Personen, die mehr als 12 R. wöchentlich verdienten, beträgt nur 7,47 Prozent. Da in diesem Punkte keine großen Unterschiede in der Lage der Handwerker und Handarbeiter gegenüber den Nichthandwerkern bestehen, so möchten wir nur noch bemerken, daß unter denjenigen, die wöchentlich weniger als 3 R. verdienen, die Handwerker und Handarbeiter am stärksten vertreten sind, und umgekehrt unter denen, die über 12 R. erhalten, man Handwerker und Handarbeiter am wenigsten antrifft. Bemerkenswert ist, daß die Frauen — Handwerkerinnen —, die meistenteils Schneiderinnen sind,garnichtunter denjenigen vertreten sind, die mehr als 12 R. wöchentlich verdienen; ganz gering sind sie auch unter denenvertreten, die 8 bis 12 R. wöchentlich verdienen, und zwar von 66 nur 4; aber unter diesen 66 HandwTerkerinnen sind 31 — beinahe 50 Prozent —, deren wöchentlicher Verdienst weniger als 3 R. und 23, also mehr als ein Drittel, deren Verdienst 5 bis 8 R. beträgt. Was die Elementarbildung der Auswanderer anbetrifft, so besitzen wir genaue Daten nur von 1553 Personen. Es konnten lesen In absoluten Zahlen Männer Frauen Zusammen jüdisch und russisch . jüd., russ. u. hebräisch 860 315 85 11 112 70 58 9 83 930' 373 44 11 195 1333 220 1553 Es konnten lesen In °/ in /0 Männer | Frauen Zusammen Jüdisch und russisch . nur russisch...... jüd., russ. u. hebräisch 64,52 : 31,82 23,63! 26,36 2,63! 4,09 1,12 | - 8,10 j 37,73 53,89 24,02 2,83 0,71 12,55 100,0 I 100,0 100,0 Der Prozentsatz der des Lesens kundigen Emigranten ist ziemlich groß, nämlich 87,45 Prozent; damit ergeben sich 12,55 Prozent Analphabeten. Bedenken wir, daß nach der Volkszählung von 1897 nur 38,9 Prozent1) der gesamten jüdischen Bevölkerung russisch lesen konnten, so müssen wir zu dem Schlüsse kommen, daß die Emigranten, die nach Südwestamerika auswanderten, nicht nur zu den Jüngsten und l) „Die sozialen Verhältnisse der Juden in Rußland", S. 4L

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