Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 6 (1910)
- Issue
- Heft 3 (März 1910)
- Article
- Beiträge zur jüdischen Rassenfrage
- Date
- 1910-03-01
- Page
- Seite 43 (sequence 4)
- Language
- German
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— 43 — Wir können also von besonderen menstruellen Verbältnissen bei Jüdinnen sprecben, die wir auf Grund unserer Erörterungen und Untersuchungen als ererbte Eigenschaften zu bezeichnen haben. — Des weiteren ergaben die Statistiken der Hofrat A. Theilhab ersehen Klinik, daß Myome, das sind gutartige Gebär mu 11 ergesch wulste die Jüdinnen in 40 Prozent seiner Fälle betrafen, während der Krebs des Gebärmutterhalses nur in 0,75 Prozent der Fälle bei Jüdinnen ermittelt wurde. "Wir haben vielfach versucht, diese Statistik durch äußere Momente zu erklären. Es gelang uns nicht. Die Jüdinnen, die an einem Krebs erkranken, sterben sicher nicht, ohne den Arzt konsultiert zu haben. Sollen nun gerade nur Patienten mit gutartigen Geschwülsten die Klinik aufgesucht haben, während die bösartigen Geschwülste von anderen Ärzten behandelt worden sind? Wir untersuchten nun die Sterblichkeitsregister der jüdischen Gemeinden. Durch die Freundlichkeit von H. Kirschner war es mir möglich, einer noch nicht veröffentlichten Arbeit folgendes Material zu entnehmen. Es starben Juden in München (1876 bis 1908) an Krebs 185. Davon waren Frauen 98. "Von diesen litten an Gebärmutterkrebs 6. (Ein Fall erwies sich als falsch rubriziert.) In Nürnberg ergab sich in den letzten 10 Jahren bei einer Krebssterblichkeit von 77 Personen lediglich 1 Fall von Gebärmutterkrebs. In Budapest war: Im Jahre d. gesamtejd. judische d. gesamtejd. jüdische Sterblichkeit KrebssterblichKeit 1906 16880 2500 785 183 1905 16094 2623 867 153 1904 15435 2614 1009 192 1903 15059 2468 896 188 1902 14732 2400 869 167 Summa 71700 12605 4426 883 Dies e Statistiken verdanke ich den offiziellen statistischen Jahrbüchern der Stadt Budapest. Im Jahre An Gebärmutterhrebs starb, davon An Krebs? starben Jud. ohne den Gebärmutterkrebs in Proz überhaupt; Jüdinnen jin Prozent 1906 1905 1904 1903 1902 149 i 12 142! 15 170! 13 150 | 18 172! 10 i 8,0 10.5 7.7 12,0 5,8 27 19 22 22 23 Summa 783 68 8,7 22,4 Während der Gebärmutterkrebs gewöhnlich ca. 35 % der Krebse bei den Frauen ausmacht, nirgends aber unter 25 % ermittelt wurde, findet er sich bei Jüdinnen höchstenfalls in 10% der Fälle. Die Krebsfälle der Jüdinnen am Gebärmutterhals — eine so häufige Erkrankung der übrigen Bevölkerung — ist eine seltene Erscheinung. Dieses vonA. Theilhab er zuerst gefundene und publizierte auffällige Phänomen, das in der Krebsforschung weitgehendes Interesse erweckte, ist neuerdings vielfach bestätigt worden, vorerst allerdings nur auf privatem Wege. Allein es wäre auch wichtig, Nachprüfungen an weiterem jüdischen Material anzustellen. Über die für die Wissenschaft aus dieser Tatsache resultierenden Fragen kann hier nicht gesprochen werden. Es mag nur kurz darauf hingewiesen werden, daß die Entstehung des Krebses mit lokaler unzulänglicher Blutversorgung zusammenhängt und daß die Jüdinnen gerade eine starke Durchblutung des Genitale seit jeher wie alle dem Süden entstammenden Völkerstämme besitzen. — Eine andere Krankheitsform, die im Gegenteil bei Juden häufig auftreten soll, ist der jugendliche Gewebsbrand infolge Schlagaderentzündung (praesenile Gangrän infolge von Arteriitis obliterans). Krampfartige Schmerzen im Fuß bezw. in den Waden, die nach einiger Zeit beim Gehen auftreten und zum Hinken veranlassen resp. zum Stehenbleiben zwingen, meist Jahre hindurch bestehen bei Frostgefühl und Blässe der Füße, Kühle, mitunter auch Gefühllosigkeit der befallenen Glieder mit Neigung zu eitrigen