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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1910-03-01 · Heft 3 (März 1910) · p. Seite 44

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1910)
Issue
Heft 3 (März 1910)
Article
Beiträge zur jüdischen Rassenfrage
Date
1910-03-01
Page
Seite 44 (sequence 5)
Language
German
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— 44 — Entzündungen durchweg bei jugendlichen Männern, seltener Frauen, charakterisieren das Leiden. Für die Erforschung dieser Krankheit hat sich Schümann besondere Verdienste erworben, i) „Die Heredität ist für die Entstehung nicht ohne Einfluß" (Schümann). Weiss, Sternberg u. a. behandelten an diesem seltenen Leiden je 2 Geschwister. Der älteste der beschriebenen Fälle betrifft einen Juden (Büro w). Erb publizierte (1904) 45 Fälle, wovon 14 Juden betrafen. Ähnlichen Prozentsatz hatten Borchard M i c h e i s und Weber. I d e 1 s o h n 2) hatte unter seinen 24 Fällen 12 Juden und Higiers in Warschau unter seinem Material von 23 Personen gar 22 Juden. Die Erklärung für das Auftreten dieser Krankheit steht noch aus. Der Umstand aber, daß man gerade so viele Juden gefunden hat und daß die äußerlichen Schädigungen, wie man vielfach an den Einfluß des Syphilis des Alkohols und des Nikotins dachte, meist negiert werden mußten, deutet darauf, daß es sich allenfalls um ein konstitutionelles Leiden handelt. So eröffnet sich den Fragen nach jüdischen Rassendispositionen ein weites Feld. Sie 1) Münch. Med. Wochenschrift 1909, ISo. 39. 2) Zur Kasuistik u. Aetiologie d. intermitt. Hinkens. Zeitschrift für Nervenheilkunde, (Bd. 24, S. 285.) sind nicht einseitig zu lösen und zu klären. Schon das eine Factum, daß der Gebärmutterhalskrebs, die häufigste Krebsform der Menschheit, eine der seltensten aber bei den Juden ist, hat der Krebsforschung eine recht wichtige Unterlage gegeben. So ist das Studium nach jüdischen ererbten oder erworbenen Eigenschaften eine Frage der allgemeinen Wissenschaft und wTir können nur hoffen, daß das Verständnis hierfür endlich einmal in weiten Kreisen durchdringt. Was bis jetzt auf dem Gebiete der jüdischen Krankheitslehre geleistet wurde, ist wenig und größtenteils veraltet; falsch ist auch die Ansicht, als ob die Schädelmessung und verwandte anthropologische Untersuchungen die Rassenf ragen restlos klären könnten. Ob heute die Juden in gewissem Sinne eine Einheit darstellten, kann nicht so sehr die Anthropologie als vielmehr die Pathologie oder, wie wir auch sagen können, die Nosologie, die Lehre von den Krankheiten, entscheiden. Wir müssen die gezeigten Wege endlich einmal einschlagen und wenn ich eine Parole ausgebe, so lautet sie nicht „los von der Anthropologiec:, die bis nun allein gepflegt wurde, sondern sie enthält nur die Forderung auch eine Wissenschaft zu begründen, die ich die jüdische Pathologie nennen möchte. Statistisches Archiv. Berlin. Geburten und Sterbefcüte in Berlin 1905 und 19C6. Tabelle I. Jahr Die ehelich Lebendgeborenen 5 " 5 5 £■5 <n C/5 — 6 c JZ <u tS MJ Ä UJ c c 2iä <D : 3 bfl 1 es 2 £ V5 ttJ iU « j~ ü! <n jc! ~ <■> « £ o , _ W « Q < 3 w ~ 1905 1906 315612837 32201|3069 48!l407 11611502 5117 246 5385 232 Die unehelich Lebendgeb. 6759:1316 7261 1481!100 122 Tabelle II. Lebendgeborene insgesamt Jahr Evang. Kath. Diss. Israel. Allg. Ge-jjüd Geburtsziff. jburtsziff. 1905 1906 40898 42151 6732 7239 136 240 1630 1740 24,62 1 16,48 24,95 | 17,59 \ Die absolute Zahl der Geburten aus rein jüdischen Ehen hat im Jahre 1906 um 100 zugenommen. Die Zahl der Geburten aus jüdischen Mischehen ist etwas herunter* gegangen. Rechnet man die Häifte der Geburten aus jüdischen Mischehen den christlichen Geburten zu, die Hälfte den jüdischen, so erhalt man als absolute Zahl der jüdischen Geburten für 1905: 1630, für 1906: 1740. Die allgemeine Geburtenziffer betrug im Jahre 1905: 24,62 %o> im Jahre 1906: 24,95 °/O0, die jüdische Geburten*

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